Junge oder Mädchen?

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„Nur sensible Männer können Töchter.“ Der Spruch geht auf Wolfgang Clement zurück – Vater von fünf Töchtern. Dabei lebt der ehemalige Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit in Bonn und nicht in den Tropen. Denn dort kommen deutlich mehr Mädchen zur Welt als in anderen Breitengraden.[1]

Junge oder Mädchen? Diese Frage ist die erste Frage, die ein Vater nach der Geburt eines Kindes beantworten muss. Eine harmlose Frage – bisher. Möglicherweise, und darauf lässt der verlinkte Artikel schließen, wird das in Zukunft keine Frage mehr sein, wenn es gelingt, das Geschlecht eines Kindes per Pille und vor der Zeugung festzulegen.

Was auf den ersten Blick nach einem neuen Freiheitsgrad in der Familienplanung klingt, kann sich sehr schnell zu einem ernsten kulturellen Problem mausern, dass die Gesellschaft nachhaltig umkrempelt. Die vielen „Kevins“ und „Mandys“ sollten als Beleg dafür gelten, dass in diesem Falle mit einiger Sicherheit auch die Frage nach dem Geschlecht zu einer Mode oder einer Geschmacksfrage wird. Eine duslige Hollywoodschnulze hätte mit einiger Sicherheit gravierender Auswirkungen auf die Gesellschaft als der gesamte „Klimawandel“ zusammen.

Über die Auswirkungen auf die Gesellschaft, sollte das Geschlechtergleichgewicht durch menschliche Eingriffe kippen, kann man nur spekulieren.[2] Die Umsätze der Damenschuhproduzenten sind dann wohl das geringste aller Probleme. Eine Horrorvorstellung allein die Überlegung etwaiger gezielter politischer Einflussnahmen. Es gibt heute schon Politiker, die laut darüber nachdenken, bestimmte Föten nur deshalb abzutreiben, weil ihre Gene eine schlechte Sozialprognose vermuten lassen[3]. Nicht auszudenken, wenn die Fähigkeit über das Geschlecht zu entscheiden in die Reichweite von Politikern gelangt, die vom „Krieg der Geschlechter“ fabulieren und die „den Mann“ hauptsächlich als „Täter“ definieren.

Zukunftsmusik. Glücklicherweise. Nur wie lange noch?

***

[1] FAZ.NET; Junge oder Mädchen?: Der frühe Kampf der zwei Geschlechter

[2] Robert Merle hat zu dieser Thematik einen amüsanten Roman verfasst: „Die geschützten Männer“, den ich jedem nur wärmstens anempfehlen kann. In dem Roman gehen die Männer durch eine Seuche zugrunde und es herrscht in der Gesellschaft plötzlich ein veritabler Frauenüberschuss.

[3] FAZ; Gibt es den geborenen Verbrecher?; Genetische Ursachen

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2 Antworten to “Junge oder Mädchen?”

  1. Don't care Says:

    Ach wie putzig. -In unserer „Punzreplik“ haben wir im sog. Reproduktionsalter einen knüppledicken Männerüberschuss.
    Der wird duch unsere „Muku-Bereicherer“ noch verstärkt. Bald haben wir hier indische oder chinesische Verhältnisse. Geh mal in Kneipen oder Discos, da kannste Anschuungsunterricht betreiben. –

    Mir deucht weiterhin, dass dieser Umstand auch ein Vorschubleister für das ungebremste Grassieren des Feminismus ist. Als frustierte Beischlafbettler waren/sind abertausende v. Frustheimern zu kriecherischen Zugeständnissen bereit. Vice versa wurden/werden die marktwertspitzenpositionierten Zicken immer hochmütiger und arroganter. Erwarten, dass sie den Männern auf die Nase kacken können und auch noch ein „Dankeschön“ dafür bekommen.

  2. Ansgar Says:

    wie sagt man bei uns so schön: Männer bekommen Mädchen und Jungs kriegen Jungs

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