Glauben unerwünscht

by

Mit einem Skandal startet die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) ins neue Jahr. In einer Pressemitteilung forderte Oberkirchenrat Christhard Wagner für die EKM von Helmut Matthies die Rückgabe des Gerhard-Löwenthal-Ehrenpreises.

Der Chefredakteur des evangelischen Wochenmagazins Idea-Spektrum hatte den Preis im Dezember für seine Verdienste um eine christlich-konservative Publizistik entgegengenommen. Die Idea-Redaktion balanciere wegen der Verbindung zur JF, so Wagner, mit der Entgegennahme dieses Preises „auf dem Grat zum rechtsextremen Milieu“.[1]

„Lasst alle Hoffnung fahren.“ In Bezug auf Evangelische Kirche ist Dantes Satz längst Paradigma. Zumindest für Konservative. In Käßmanns Reden beispielsweise kommt Gott gar nicht mehr vor. Wer es nicht glaubt, der kann, wie ich, eine Strichliste führen. Das Ergebnis ist eindeutig: Die Evangelischen schämen sich für ihren Glauben an Gott. Anders ist das nicht mehr zu erklären.

Glauben unerwünscht: Jüngst erst bin ich einem begegnet der mir, angesprochen auf merkwürdige theologische Aussagen, tatsächlich erklärte er wäre ein „säkularisierter Christ“. Ein „Christ“ ohne Glauben also, der die Kirche höchstens noch als Gesangsverein oder politischen Erfüllungsgehilfen der Staatsmacht begreift. Abwinken. Jeder Gedanke verschwendet. Jedes Wort zu viel.

[1] JUNGE FREIHEIT; Kampagne gegen Konservative.

Schlagwörter: , , , ,

7 Antworten to “Glauben unerwünscht”

  1. Arminius Says:

    Die Zukunft der Käßmannkirchen liegt in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts.
    In der Tat hätte Frau Käßmann auch als Politfunktionärin bei den Grünen oder der SED Karriere machen können. Wie die Firma letztendlich heißt, für die sie arbeitet, ist da genauso nebensächlich wie die Trikotfarbe eines Fußballprofis.

  2. Bauer Gerhard Says:

    Einstellung der staatlichen Gelder für die Kirchen. Dann müssen sich die Pfarrer etc. wieder bewähren. Auch blieben uns die pakistanischen, indischen usw. Paters erspart, die heute in schlechtem Deutsch Begräbnisse durchführen und Gottesdienste abhalten.
    Wieso sind diese Leute in Deutschland, ich weiß es und ihr wisst es auch, gibt es in Pakistan etc. keine Arbeit für diese Leute. Sicher gäbe es sie, sie sitzen nur lieber in Deutschland, gut bezahlt und ziehen den Gläubigen das Geld aus der Tasche um sich in ihrer Heimat als Wohltäter feiern zu lassen.
    Von mir keinen Euro.

    Hier die E-Postadresse der EKM:
    Macht den Pfaffen Feuer unterm Hintern.
    Spieß voran.

    Kirchenamt.Magdeburg@ekmd.de

    Auch die Sezession nahm sich dieses Themas an.

    • Mcp Says:

      In Anbetracht des indischen Pfarrers in Deutschland mag man die Stimmung nachempfinden, in der die Inder vor zweihundert Jahren waren, die von weißen Pfarrern in schlechten Indisch missioniert worden.

      Will sagen, die Verhältnisse haben sich sichtbar umgestülpt: Heute beanspruchen andere Ethnien den geistlichen und geistigen Führungsanspruch, kommen Inder und Afrikaner um die Europäer zu missionieren, vulgo zu kolonialisieren. Augenfälliger könnte es kaum sein. So müssen sich die nordamerikanischen Indianer im Angesicht der demographischen Übermacht der weißen Siedler gefühlt haben. Allerdings wurden die Rothäute nicht missioniert, sondern massakriert.

      • Bauer Gerhard Says:

        Daher muss dieses Schlupfloch geschlossen werden. Der staatliche Geldhahn muss zugedreht werden und zwar auf allen Ebenen.
        Der Pfarrer kann dann wieder den Kirchengrund bewirtschaften und sich so seinen Lebensunterhalt sichern. Ein gutes Buch über die evangelischen Pfarrer gibt es von Ina Seidel „Lennacker“. Hier wird die Geschichte einer Pastorenfamilie vom 30-jährigen Krieg bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts erzählt. Ina Seidel eine leider „vergessene“ Schriftstellerin.

  3. Don't care Says:

    Dass diese Bischoföse sich überhaupt noch mit so etwas obsoletem, wie einem „christlichen“ Verein aufhält. – Besser würde ihr doch der Hut einer Obermohrin einer viel „zeitgemässeren Religion“ stehen. Das wäre so ein Amalgam aus Klima-Katastrophen-Apokalypsismus, Schuld-/Multi-kulti-ismus, und der obligatorische Frauen-Besser-Mensch-ismus. Möglicherweise gebiert so eine „Religion“ eine neue ErlöserIN, nachdem ChristUS an seinen typisch maskulinen „Defiziten“ gescheitert ist. Da muss schon eine veritable ChristA nachgeschoben werden, um die Menschheit, (diesmal aber richtig) zu erlösen.

  4. Bauer Gerhard Says:

    Einfach die Staatsstütze streichen, dann erledigt sich vieles von selbst.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: