Blockflöte Merkel

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Vertreter der CDU-Landesverbände üben bitterböse Kritik an der Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzenden. Angela Merkel vernachlässige das Parteiprofil, habe die Wahl nur mit Glück gewonnen. Generalsekretär Hermann Gröhe und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen nehmen Merkel in Schutz.[1]

Merkel murkst das, was man hier im Osten gemeinhin als „Blockflöte“ bezeichnet wird. Sie kann mit den Linken, den Grünen, den Sozis und Alice Schwarzer besser als mit dem konservativen Flügel ihrer eigenen Partei. Wenn die CDU nicht bald die Kurve bekommt, wird sie das Schicksal der SPD teilen und in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. So wie Schröder im Herzen kein Sozialdemokrat war und seine Politik Stammwähler dauerhaft verprellte, so ist Merkel keine Christdemokratin mit der sich weite Teile der – ehemaligen – Wählerschaft identifizieren können.
[1] WELT ONLINE; Parteien: In der CDU wächst der Unmut über Angela Merkel

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10 Antworten to “Blockflöte Merkel”

  1. Heidi Says:

    Es ist doch ganz klar, dass es in Krisenzeiten am Staatsoberhaupt viel zu mäkeln gibt. Sicherlich sägen einige an ihrem Stuhl, jedoch kommt die Kritik ja auch nur aus der zweiten Reihe. Womöglich ist die große Koalition eine bessere Wahl gewesen als die scharz-gelbe Koalition, doch das lässt sich nun leider nicht mehr ändern. Merkel muss jedoch endlich ihre Führungsposition klar machen und den Weg vorgeben, sonst sehe ich ein schwarzes Ende.

  2. Bauer Gerhard Says:

    Das Merkel im SED-Staat nicht über eine FDJ-Propagandasekretärin hinausgekommen ist, hatte seinen Grund. Für eine CDU-Vorsitzende und Bundeskanzlerin reichte es aber allemal noch aus. Was zieht man daraus für Schlüsse?
    Die CDU ist am Ende, diese Republik ist am Ende.

    • Mcp Says:

      Dasssss(!) kannst Du nicht wirklich ernst meinen: das ein billiger FDJ-Sekretär mehr Fähigkeiten brauchte als ein deutscher Kanzler. In der Beurteilung dieser Republik gehen wir weitgehend konform, was die DDR betrifft, offenbar nicht.

  3. Bauer Gerhard Says:

    Diesmal sind auch keine bösen Kommunisten oder die noch böseren Nationalsozialisten daran schuld, wie in der Weimarer Republik, wobei auch hier die Schuld nicht bei denen lag, sondern bei denen die die Macht innehatten und Deutschland verkauft haben.
    Dieses Mal zeigt sich die Unfähigkeit dieses Systems den Menschen dauerhaften Frieden und Wohlstand zu sichern.
    Wenn es den Menschen eines Landes nur gut geht, solange die Herren Gewinne scheffeln die jenseits von Gut und Böse sind, und es den Menschen schlechter geht wenn diese Gewinne bröckeln oder verzockt werden, dann hat dieses System offensichtliche Schwächen und muss abgeschafft werden.
    Der Kapitalismus ist das System, das nach dem Prinzip Eigennutz vor Gemeinnutz fährt, dieses System taugt nichts.

    • Mcp Says:

      Hhm. So ganz kann ich da nicht mitgehen. Welches System hat den bisher dauerhafteren und größeren Wohlstand produziert als das Gegenwärtige? Sowohl das Zweite, wie auch das dritte Reich scheiden aufgrund ihrer eher temporären Existenz aus. Der reale „Sozialismus“ ebenso, der Spenglersche ist bislang eher utopisch. Bliebe das tausendjährige HRRDN. Damit könnte ich anfreunden, aber ich kenne keinen Menschen, der es noch tun würde.

  4. Bauer Gerhard Says:

    Wohlstand in Teilen dieser Welt, auf Kosten anderer Teile und des eigenen Landes.
    Was ist Wohlstand? Der Flatscreen, das Computerspiel und viel anderer sinnloser und dummer Tand? Wohl nicht.
    Das Land wurde verbaut und zubetoniert, die letzten Reste von unberührter Natur werden zerstört.
    Der Götze Mammon wird angebetet und alles wird ihm untergeordnet.
    Die Menschen werden in kleinen, menschenunwürdigen Wohnung, für mich sind es Starenkästen, untergebracht.
    Die Kinder dürfen in Betonwüsten aufwachsen.

    Was ist da Wohlstand, für mich ist das ein Mißstand.
    Natürlich wir haben eine warme Wohnung, ausreichend Kleidung und Futter aber welches Futter, vieles verdient den Namen Lebensmittel nicht mehr.
    Es wird nichts gemacht, was nicht Profit bringt, wenn es Profit bringt (und man entsprechende Beziehungen/Macht hat) wird alles gemacht und darf alles gemacht werden.

    Nur weil etwas derzeit utopisch ist es umzusetzen, stimme ich kein Hohelied auf den Kapitalismus an der diese Erde verwüstet.

    • Mcp Says:

      Du hast meine Sympathie, aber Du weißt hoffentlich schon, dass diese Meinung weder Politik- noch Mehrheitsfähig ist. Will sagen: solcherlei Auffassungen sind „demokratisch“ nicht durchzusetzen.

      • Bauer Gerhard Says:

        Was heute nicht „politik oder mehrheitsfähig“ ist, kann morgen genau dies sein. Zustände ändern sich, die Fahne muss hochgehalten werden.
        Keine politische Anpassung und Zugeständnisse an dieses System.
        Ich will es mal so sagen, ich habe mich zur Festung erklärt und diese wird gehalten.

  5. Don't care Says:

    Ich glaube schon mal garnicht, das dieser sprechende Hosenanzug in der Bedeutungslosigkeit verschwinden wird. Mit dem linken Medienzarismus im Rücken und als Angehörige der FrauInnen-Lichtest-GestaltInnen, ist sie gegen alle „Unbilden politischer Witterung“ immunisiert. Unsere beiden Standard-Keulen (Nazi & Macho) reichen ergo aus, um alle Attacken elegant zu parieren.
    Oder wer, werter MCP, wird es in diesem unseren Lande wagen, sich als pöhser „bräunlich kontaminierter Finsterling“, oder als „rückwärtsgewandter patriarchalischer Macho“ zu outen ? – Den Narren möchte ich sehen !! –

    Die Falle ist als hermetisch dicht. Zappler und Meckerer ziehen die Schlingen nur noch weiter zu. –

    Prinzip Hoffnung ?? – Nö , Pfeifendeckel !!

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