Vom Schätzen und vom Rechnen

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Die US-Geheimdienste schätzen die Gefahr eines Anschlags durch das Terrornetzwerk al-Qaida auf amerikanischem Boden in den kommenden Monaten als sehr hoch ein. „Sie werden es versuchen“, sagte der Geheimdienstkoordinator Dennis Blair vor dem Senat. Um die Terrorgefahr zu bannen, sieht Blair nur eine Möglichkeit.

Wenn Geheimdienste „schätzen“, „rechnen“ sie nicht. Würden sie nämlich mit einem Anschlag „rechnen“, wäre das „exakte Wissenschaft“, für die man Wahrscheinlichkeiten „berechnen“ könnte. Der semantische Unterschied ist interessant. „Schätzen“ ist Vermutung, „Rechnen“ eine Gewissheit. Dies ist der genaue Unterschied zwischen Wissen und Nichtwissen, zwischen Realität und Fantasie.

Gott sei Dank. Ein Geheimdienst unter ‚Obamba’ ist, anders als unter Bush, auf das „Schätzen“ angewiesen. Wobei mir „Rechnen“ tausendmal lieber wäre: Wir müssen mit Opfern „rechnen“. Da weiß man wenigstens Bescheid.

[1] WELT ONLINE; Bis Mitte des Jahres: US-Geheimdienste rechnen mit Al-Qaida-Anschlag.

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