Gott, Familie, Vaterland

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In dieser Konfiguration. Eben nicht: Arbeit, Familie, Vaterland.
Habe mich gerade – am Stammtisch – darüber mächtig geärgert. Selbst jene, die nicht an Gott glauben, sollten „die Arbeit“ nicht vergötzen. „Die Arbeit“ ist linke Sklavenmoral, der vorzugsweise in Gulags und KZ’s gehuldigt wird.

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11 Antworten to “Gott, Familie, Vaterland”

  1. sinus Says:

    Und was meint das Wort „Gott“?

    • Mcp Says:

      Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
      Er weidet mich auf grünen Auen und führt mich zu stillen Wassern.
      Er erquickt meine Seele; er führt mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
      Und wenn ich auch wanderte im finsteren Todestal, so fürchte ich kein Unglück; denn Du bist bei mir, dein Stecken und dein Stab, die trösten mich.
      Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde; Du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, mein Becher fließt über.
      Nur Güte und Gnade werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Haus des Herrn immerdar.

      Was ist Arbeit?

    • Kassandra Says:

      So ist es. Amen.

      Mein Bruder sagte gestern: „Eigentlich kann man Gott überall finden.“
      Ich sagte:“Gott sucht Dich jederzeit, immer und überall. Du must Dich nur finden lassen.“

  2. Bauer Gerhard Says:

    Von Gott lässt sich schlecht leben.

    Ohne Arbeit kein Essen, ohne Essen kein Leben.
    Ohne Gott, lässt es sich leben, auch wenn der Nichtgott ebenfalls zum Gott wird.

    Arbeit mit Sklavenarbeit zu assoziieren, ist auch eine interessante Eröffnung.

    Arbeit macht das Leben süß.

    • Mcp Says:

      Das kommt darauf an, wie Du „Arbeit“ definierst. Ich „arbeite“ im Durchschnitt 16 Stunden am Tag, aber ich „arbeite“ für mich selber und eben nicht für andere. Ich habe sogar Leute, die für mich arbeiten und bei diesen Leuten ist der Begriff „Arbeit“ angebracht.

      Wenn Du die antiken Philosophen kennen würdest, wüstest Du Arbeit von Arbeit zu unterscheiden. Mir sagt niemand was ich zu tun und zu lassen habe. Auch der kleinste Handgriff entspringt allein meinen Willen. Aber nur die Wenigsten sind genau dazu in der Lage. Sie brauchen jemanden der ihnen sagt, was sie zu machen haben. Eben das macht den Unterschied zwischen einem Herren und einem Sklaven oder einem Diener aus.

      Die Vergötzung der niederen, der bevormundeten Arbeit ist es, die ich kritisiere. Das Hohelied auf die Arbeitsmoral, was nichts anderes als eine Sklavenethik ist. Man braucht sie um die Unselbständigen zu disziplinieren, weil man die Peitsche abgeschafft hat. Ich brauche keine derartige Moral, weil ich alles, was ich tue, für mich selber ist. Ich setze die moralischen Normen für mein Handeln – niemand sonst. In Interaktion mit der Umwelt sicher, aber eben frei im eigenen Willen.

      Im übrigen hat dies auch viel mit dem christlichen Glauben zu tun: Sie säen nicht, sie ernten nicht und der liebe Gott ernährt sie doch. Dieses Gleichnis über die Vögel verwendet Jesus in der Bergpredigt. Was keineswegs heißt, dass die Vögel im Schlaraffenland leben, sondern sie auf der steten Suche nach Futter sind. Aber niemand, abgesehen von einen paar bonierten Bolschewiken, käme auf die Idee die Futtersuche der Vögel als „Arbeit“ zu bezeichnen. Und genauso ist der Bezug auf Gott auch zu verstehen: Zwischen mir und Gott ist nichts – kein Kaiser, kein König, kein Staat und kein Herr. Der einzige auf den ich mich verlassen kann ist Gott – niemand sonst. Ich kann zu ihm beten, ihn bitten – ja. Besinnung und Sammlung finden – sicher. Aber helfen muss ich mir selber. Denn mein Gott hilft auf Erden nur dem, der sich selber hülft. Ich bin für mein Wohl und Wehe selber verantwortlich und nehme niemanden für meine Wohlfahrt in Haftung.

      Wer an Gott glaubt, glaubt an sich selbst. Unerschütterlich, wie Glauben nun einmal ist. Man kann mich niederhauen – ich stehe trotzdem auf. Man kann mich schlagen – ich gehe trotzdem weiter. Man kann mich verleugnen oder verleumden – ich halte meinen Weg. denn ich weiß die Allmacht an meiner Seite. Das knattern der Fahnen im Morgenwind (Davila) macht mir keine Angst, sondern hebt meine Brust: Ein neuer Tag, ein neuer Kampf, vielleicht gar eine große Schlacht. Mag kommen, was da kommen will: Der Herr ist mein Hirte. Ich fürchte nichts.

      „Die Arbeit“ sorgt nicht für mich und von „der Arbeit“ können immer weniger Leute leben. Arbeit kann man haben oder nicht haben, aber leben – ich meine Leben – kann man davon nicht. Und Glauben schon gar nicht. „Die Arbeit“ ist hohler Götze, ein Avatar des Mammons, der Synagoge.

      Dein Kommentar zeigt mir wie recht ich mit dieser Einlassung habe. „Gott, Familie, Vaterland“ – war eine Losung der DNVP. Die Nazis haben Gott durch „Arbeit“ ersetzt. Vorher schon die Kommunisten. „Gearbeitet“ haben schon die römischen Sklaven. Arbeit macht frei – das stand am Eingang eines Konzentrationslagers. Umerziehung durch „Arbeit“ ist eine Uridee der Kommune. Die „Erziehung zur Arbeit durch Arbeit“ ist in Wahrheit eine Erziehung zum Duckmäusertum, zur Anpassung, zum doppelt freien Lohnarbeiter, zum modernen Sklaven. Wir leben in einer Sklavenhaltergesellschaft und ich beabsichtige nicht ein Sklave zu sein.

      Ich weiß nicht was Du bist, aber ein Christmensch ist kein Sklave. Weder von der „Arbeit“, noch der seiner Leidenschaften.

      Ach so: „Von Gott lässt sich schlecht leben“. Behauptest Du. Das kommt nur davon, dass Du nicht an Gott glaubst. Wir fahren Daimler. 🙂

      • Bauer Gerhard Says:

        Bist Du nicht der Meinung, dass man über Gott nicht diskutieren kann?
        Wenn Du Gott für den Besitz eines Daimlers verantwortlich machst, ist das ziemlich abwertend für Gott. Dafür ist er nun wirklich nicht zuständig.
        Was mit den tiefgläubigen Menschen die keinen Daimler besitzen, haben sie ihn sich noch nicht „erglaubt“, beten sie falsch oder sind sie nur keine Materialisten?

        Niemand kann beweisen, dass es ihn gibt oder nicht gibt. Diese Frage werden wir Menschen nicht beantworten können.

        Für die einen ist es das göttliche Prinzip, für die anderen der weißbärtige alte Herr auf Wolke 7. Atheisten glauben, dass Gott nicht existiert. Auch sie glauben. Niemand weiß.
        Daher halte ich es ziemlich anmaßend, was Du so von Dir gibst. Du bist der Meinung im Besitz der absoluten Wahrheit zu sein und denkst dies ist absolut.
        Wenn Du dies nur auf Dich beziehst, ist es vollkommen egal, wenn Du der Meinung bist alle anderen müssten ebenso auf Deinem Trip sein, wird es bedenklich.

      • Bauer Gerhard Says:

        Das sich von und mit Gott nicht schlecht leben lässt, zeigen schon seit Jahrhunderten vollgefressene Pfaffen während das Volk hungerte, zeigen die US-amerikanischen Prediger mit ihren dicken Bankkonten usw. usf..
        Das zeigt nur, dass sie sehr weltlich mit dem göttlichen umgehen.

        So gesehen ist es eine alte Geschäftsidee, die von Ichmenschen zum Schaden ihrer Mitmenschen ausgeübt wird.

  3. Frau Holle Says:

    So lange Sie sich für Ihre Tätigkeit entlohnen lassen, arbeiten Sie für andere, für die, die Sie entlohnen, egal, wo Sie sich im Definitionsraum von Arbeiter/Angestellter/Beamter/Selbständiger/Freischaffender bewegen.
    Die ollen Griechen definierten als arm, wer für seinen Lebensunterhalt arbeiten musste. Ein Mann, der von seinen Erträgen leben konnte, arbeitete nicht, er frönte der Philosophie, dem Krieg oder der körperlichen Ertüchtigung. Aber er arbeitete nicht. Und es galt nur als FREI, wer nicht arbeiten musste.
    Also, wenn Sie Wert legen auf die Meinung der Griechen: So lange Sie arbeiten, weil es Ihnen Spaß macht, und Ihren Daimler auch fahren könnten, wenn Sie nicht arbeiteten, weil Sie über reiche Erträge aus Landwirtschaft bspw. verfügen, sind sie FREI.
    Können Sie ihren Daimler nur fahren, weil sie selbständig arbeiten, sind Sie nicht frei. Nach der Griechen Meinung.

  4. Bauer Gerhard Says:

    Die Tätigkeit der Nahrungssuche von Tieren ist instinktgesteuert und mit der schaffenden Tätigkeit der Menschen nicht zu vergleichen.
    Ob Arbeit Lohn-, Sklaven-, Zwangsarbeit oder sonst etwas ist, hängt von Zuständen ab die nicht immer vom Menschen in freier Entscheidung getroffen werden können.
    Bei obiger Parole geht man aber doch gemeiniglich von freier Entscheidung aus, wenn wir jetzt nicht den Begriff der freien Entscheidung noch definieren müssen.
    Mag der eine Gott an erste Stelle setzen, der andere die Arbeit, wieder ein anderer die Familie, das Vaterland oder ganz etwas anderes. Es gibt noch mehr das uns Menschen ganz persönlich bewegt und damit auch den unseren Mikrokosmos.

    Die Ächtung der Arbeit durch die arabischen Religionen entspricht nicht unbedingt dem deutschen Wesen. Arbeit schändet nicht.

    Mcp, ich denke Du bist Prediger einer neuchristlichen Gemeinschaft.
    Was ich in der Richtung so von Dir vernommen habe erweckt in mir diese Vermutung. Kommt mir nur ziemlich überheblich und weltfremd vor, was ich von Dir in dieser Richtung vernehme. Ich denke Du bist noch ein junger Mensch der gerade dabei ist die „Wahrheiten“ des Lebens zu entdecken.
    Ist mir persönlich ziemlich egal aber welche Religionsgemeinschaft gehörst Du an und übst Du darin eine Funktion aus?

  5. Bauer Gerhard Says:

    „…welcher Religionsgemeinschaft gehörst Du an und übst Du darin eine Funktion aus?“

    Wieso keine Antwort auf diese einfache Frage? Ein kurzer Satz genügt vollkommen.

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