Keimzelle und Männerbund

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Blüher sah den „Eros“ des Mannes in zwei Richtungen verzweigt: auf die Frau gerichtet entstehe die Familie, auf den Mann gerichtet der Männerbund, und damit die Keimzelle des Staates.[1]

Keimzelle des Staates ist die Familie und nicht der Männerbund. Der Staat schließt Weib und Kind ausdrücklich ein – nicht aus. Blüher war ein – vermutlich sogar pädophiler (Wandervögel)- Homosexueller, dem diese Einsichten aufgrund seiner sexuellen Orientierung nicht zugänglich waren. Männer-, wie Weiberbünde sind Überbleibsel archaischer, nomadischer Lebensweisen. Sie sind reproduzierbar – siehe SS, SA oder Kosaken -, aber eben nicht Staaten bildend. Der Staat entstand mit der sesshaften Lebensweise und mit der Familie, die es vordem nicht gab. Ein Bund ist kein Staat. Gleichgeschlechtliche Bünde sind eher sein genaues Gegenteil, denn sie haben nicht die Reproduktion zum Ziele.
[1] Männerbund auf israelisch | Sezession im Netz.

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25 Antworten to “Keimzelle und Männerbund”

  1. ultramontanus Says:

    Leider völlig daneben, Männerbund mit homosexuell zu assoziieren. Da hat die gesellschaftliche Umerziehung zugeschlagen, die hinter jeglicher Freundschaft zwischen Männern sofort sexuelle Motive wittert. Das ist derselbe Gedankensprung, nach dem zölibatär (und in Orden männerbündlerisch) lebende Priester auch sexuell deformiert sein müssen.

    • Mcp Says:

      Männerbünde werden im Allgemeinen negativ bewertet. Weiberbünde hingegen nicht. Dabei spielten solche Bünde im Mittelalter eine nicht unwesentliche Rolle und viele Hexenprozesse kreisen um solche – meist geheimen – Bündnisse, vor denen sich gerade Männer in Acht nehmen mussten. Die Behauptung das alle „Hexen“ unschuldig waren kann nur jemand aufstellen, der sich noch nie mit den Prozessakten beschäftigt hat. Die Straftaten reichten von Giftmord, über Giftmischerei, bis zur Abtreibung und Kindestötungen. Dabei spielten schwarze Messen keine unwesentliche Rolle, so das der Vorwurf der „Hexerei“ als Sammelbegriff für solche – meist bündischen – Straftaten waren. Natürlich gab es auch Denunziationen Unschuldiger, aber die waren eher die Ausnahme. Bei mancher Massenverbrennung von Hexen ging es um die Zerschlagung solch gefährlicher Weiberbünde.

      Bünde haben in der Geschichte immer eine wesentliche Rolle gespielt und die Sexualität war garantiert nicht der Hauptgrund für die Formierung solcher Seilschaften.

  2. Don't care Says:

    Das perfide Lügengebäude des Feminsimus insinuiert geradezu, dass maliziöse Männerklüngel den „längst überfälligen“ Senkrechtstart der Super-Duper-Paua-FraueInnen in alle Machtpositionen hinein torpedieren. Da werden gläserne Decken und Wände herbeihalluziniert, um ja den ewigen OpferInnen-Status nicht infrage zu stellen.

    Weiber-Netzwerke und -Filze indessen, werden mit der üblichen narzisstischen Selbstbeweihräucherung als tolle Erungenschaften gefeiert. Und mit der ebenso sattsam bekannten Häme, Gehässigkeit und Infamie als legitime Instrumente gegen das „Patriarchat“ bejubelt.

    Eine geradezu sadistische Genugtuung scheint es diesen FrauInnen zu bereiten Männer aus Verwaltung und Wirtschaft via ihrer eigenen Dauerbevorzugung hinauszukicken.

  3. MM Says:

    Sie liegen leider ausnahmsweise mal daneben.

    Die Streitkräfte sind denkerisch zwingend und waren historisch immer der Kern des Staates, der Zweck dem der Staat diente, die Versorgungsorganisation der in der Neuzeit aufgekommenden stehenden Heere.
    Die Notwendigkeit der Versorgung und Finazierung hat erst die Anforderung nach einem modernen absolutistischen Staat gestellt, in dessen Ausläufern wir heute noch leben.

    Dieser moderne Staat hat sich im Dreißigjährigen Krieg durchgesetzt. Beispiele waren Frankreich und Schweden, die mit ihrer modernen Staatsorganisation die großen Kriegsgewinnler waren, sowie Österreich und Preußen, die aus der Asche des alten Reiches auferstanden, das sich nicht der neuen Zeit anpassen konnte.

    In Preußen und Österreich-Ungarn blieb die Armee immer der Kern- und Angelpunkt von Staat und Gesellschaft.

    „Bellum pater omnium est“ ist (leider?) so wahr, wie es nur geht. Selbst die Demokratisierung der Staaten geschah erst in Folge der Erkenntnis der Bürger, daß die Monarchen ohne ihre Wehrpflicht hoffnungslos unterlegen waren.

    Männerbünde sind nichts anderes als das im Männlichen steckende Aggressionspotential zu verkörpern. Triebsublimierung, die heterosexuelle, ist hier der Dreh-und Angelpunkt.

    Das Kriegertum und Kämpfertum immer und zu allen Zeiten hochästethisch sind, waren und sein werden, kann niemand ernstlich bestreiten.

    Im Übrigen ist „Don’t care“ völig zuzustimmen: Der Feminismus hatte erst eine Chance, als sich die Männer von den Männern gelöst hatten. Wir waren es selbst, die die Frauen zu dem machten was sie heute sind: halbe Männer. Im Gegenzug sind wir Männer halbe Weiber geworden.
    Die „Gendermainstreamer“ haben damit also leider deutlicher recht, als uns lieb sein kann. Und die Feministen auch: Daß es sie überhaupt gibt und den Mund aufmachen dürfen, haben die nur uns Männern zu verdanken. Schön blöd.

    • Mcp Says:

      Registriert. Lassen Sie mich einen Augenblick nachdenken.

    • Mcp Says:

      Fasch, falsch, falsch.
      Die Wehrmacht ist höchstens der Garant des Staates, aber niemals sein Sinn. Denn das ist allein die Reproduktion unter der sich gerade auch das Militär unterzuordnen hat. Kinder, Kinder und nochmals Kinder sind der Unterpfand für das Weiterbestehen jeglicher Staatlichkeit und letztlich auch jedes Militärs. Nur wer genug Kinder entbehren, die er auf dem Schlachtfeld opfern kann, hat eine Zukunft im Reigen der freien Völker.

    • Ludwig Says:

      Historisch gesehen hat MM völlig recht. Der moderne Staat entwickelte zeitlich knapp nach und sachlich wegen der Existenz der stehenden Heere. Das ist heute wissenschaftlich unumstritten. Im Dreißigjährigen Krieg haben sich diese Staaten die größten Fetzen aus dem waidwunden Imperium Sacrum herausgerissen. In dieser „mühle“ ist unser heutiger Staat erst entstanden.
      Historisch war die Landsknechtszeit eine übergangsphase von den Ritterheeren im Lehensstaat und den modernen stehenden Heeren im absolutistischen Staat. In der heutigen Zeit hat nur der Demos die Stellung und die säkulare Demokratie das Gottesgnadentum in Funktion der Monarchie ersetzt. Srukturell leben wir in noch keine neuen Epoche.
      Eingeleitet wurde diese Epoche von Luther und MAchiavelli auf geistiger Ebene. Letztlich aber durch Guttenbergs Buchdruck, der erstmals die Massen mobilisieren konnte. Daraufhin entstanden zur Abwehr der Bauernaufstände die effektiveren Landsknechtsheere.
      Im dreißigjährigen Krieg wurden diese durch das moderne stehende Heer ersetzt.

      Die weit verbreitete Ansicht, die Armee schütze Staat und Bürger, ist zwar der Sache nach nicht völlig falsch. Aber von Ursache und Wirkung genau andersherum entstanden.
      Dies hat Martin van Creveld in seinen Werken „The rise and the decline of the state“, sowie in „Transformation of war“ gezeigt, sicher nicht zum ersten Mal. Aufgrund seiner darlegung, haben zuerst die USA einer riesigen Umgestaltung der Streitkräfte, „Transformation“ begonnen.

      Er ist der unbestritten führende Militärwissenschafteler der heutigen Zeit.

      Nach der oben erwähnten Untersuchung ergibt sich zwingend die folgende These: Da sich der Krieg aufgrund der Atomwaffen einerseits und der asymetrie der Kräfte andererseits wiederum gewandelt hat, d.h. der heutige Schwächere sucht sich neue effektivere Kampfformen und Streitkräfteorganisitionen, werden sich auch die Großmächte anpassen müssen. Da aber der Staat letztlich dem Militärischen nur folgt, wird sich auch der Staat den neuen Kriegen anpassen müssen. er wird sein Antlitz so verändern, daß er nicht mehr widerzuerkennen ist. Und sind wir ehrlich: Diese Theorie paßt einerseits zu unseren beobacbhtungen in unserem eigenen Land, wo der absolute Staat sein Machtmonopol nicht mehr verteidigen kann. Weiter paßt es zu dem Epochenwechsel in der Wirtschaft und dem Epochenwechsel in der Massenkommunikation durch das Internet.

      Es wird kein Stein auf dem anderen bleiben. Und vor jeder neuen Phase steht die Phase der Auflösung. Und genau dies beobachten wir gerade.

      Im Übrigen erinnere man sich an die Weizsäckerrede, die Wehrpflicht sei das legitime Kind der Demokratie. Das ist sachlich und historisch völlig verkehrt. Die Demokratie ist das legitime Kind der Wehrpflicht. Auch das hat MM richtig gesehen.

      • Mcp Says:

        Nein, hat er nicht. Historisch sind die Stadtstaaten die Keimzellen von Nationalstaaten und diese Zellen entstanden keineswegs aus militärischen Notwendigkeiten. Sie hatten eine militärische Komponente, aber die war keineswegs dominant. Die Bürger wurden im klassischen Griechenland – mit Ausnahme Spartas – bei Bedarf zu den Waffen gerufen, stehende Heere waren bis zum Peloponnesischen Krieg vollkommen unbekannt und wurden auch nicht präferiert. Noch Platon hatte ein tiefes Misstrauen gegen bewaffnete „Wächter“. Sie waren ein Fluch und mit den bewaffneten Heerhaufen löste sich auch das klassische Griechenland dauerhaft auf. In der „Anabasis“ des Xenophon kann man diesen Prozess „hautnah“ miterleben. Wer sich nicht an militärischen Heldentaten ergötzt, sondern zwischen den Zeilen ließt, der wird schnell begreifen, welch biblische Plage solche Heerhaufen in früher Zeit waren. Wie die Heuschrecken sind sie in Länder eingefallen und haben sie zur bitteren Armut ausgeplündert. Das kein moralisches Werturteil, wohl aber eine schlichte Tatsache.

        Die Griechen und noch die frühen Römer sahen im Staat keinen vordergründig militärischen Zweck, sondern als ein Produkt der Vernunft, der darauf zielt die Autarkie der beteiligten Familien (Clans, Häuser) in den Zeiten sich entwickelnder Arbeitsteilung zu sichern. Der Urstaat entstand aus der Kooperation und nicht aus Konfrontation, wie uns einige angelsächsische „Philosophen“ glauben machen wollen. Aristoteles nennt ausdrücklich die Arbeitsteilung und die Autarkie als hauptsächliche Triebkraft für die Staatenbildung. Der Mensch ist mit Vernunft begabt, im „Kriege aller gegen alle“, wäre er schon längst ausgestorben. Auch in der Konfrontation siegt irgendwann die blanke Vernunft über den animalischen Trieb zum Kriege.

        Ich will die militärische Komponente nicht wegreden, sie hat ihre Berechtigung, auch bei der Bildung von Staaten – aber sie kein zum Selbstzweck oder Staaten bildend. Gerade am 30jährigen Kriege ließe sich diese These ausgezeichnet examinieren, denn nichts war staatenzerstörender als dieser Krieg, wenn man vom Weltkrieg absieht. Armeen zerstören Staaten, sie bauen keine auf. Dort wo sie dominant werden, dort saugen sie die Staatlichkeit bis zum Selbstmord des Staatswesens auf. Sie haben ihre heroischen Zeiten, aber sie existieren nie lange. Sparta und Preußen sind leuchtende Beispiele für diese These. Sie sind, im Gegensatz zum tausendjährigen HRRDN, nur Sternschuppen, in die man irrwitzige Wünsche projiziert. Wir Deutschen sind darin Meister.

        Zu Afrika sei gesagt: Dort zerfallen Staaten, sie bilden sich nicht. Die dortigen „Clans“ sind auch keine „Männerbünde“, sondern ein Rückfall in die Zeit archaischer Stammeskulturen. Dass die dortigen „Clans“ Staaten bildend wären, ist eine recht gewagte Behauptung. Ich behaupte das genaue Gegenteil: Erst wenn die „Clans“ sich nicht mehr befehden, sondern eine Kultur der Kooperation entwicklen, werden neue, vielleicht dauerhaftere Staaten entstehen.

        Noch eines, das hier unterschwellig mitschwingt, obwohl es seit den Nazis nicht mehr offen ausgesprochen wird. Dass Männer sich „heldenhaft“ opfern, liegt in ihren Genen, dazu brauchen sie weder Mut, noch Opfergeist. Die Todessehnsucht vor allem junger Männer ist eine anerkannte medizinische Kategorie. Sie gehört – nach meiner Ansicht – zum biologischen Programm unseres Geschlechtes: Nach der Zeugung hat der Mann seinen biologischen Zweck erfüllt, er wird nicht mehr gebraucht. Das ist vielleicht überspitzt formuliert, aber es trifft – nach meiner Meinung – den Kern des „Jungmänner-Problems“, das jede Gesellschaft in dieser oder jener Form „plagt“. In der christlichen Welt wird aus diesem Grunde das – männliche – Opfer präferiert, nicht als der Held, der anderen Leid zufügt, sondern als Opfer, das das Leid der Anderen auf sich nimmt. Deshalb erschien uns Christus als junger Mann und eben nicht als Frau. Frauen opfern sich nicht und sie werden in zivilisierten Gesellschaften auch nicht geopfert.

    • Bauer Gerhard Says:

      Aggression, Fortpflanzungstrieb alles geht Hand in Hand. Existiert gleichzeitig und beides ist notwendig. Staaten entstanden aus der Notwendigkeit der Familien und Sippen sich zu sammeln und zu vereinen um Angriffe und Gefahren gemeinsam abzuwehren.
      Was zuerst, was wichtiger etc. ist absolut nicht zu klären und sogar unsinnig. Das Ganze besteht nicht aus Teilen, das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.

  4. Bauer Gerhard Says:

    „..“…Der Redner Lerchenberg hatte in der satirischen Rede am Mittwoch fabuliert, FDP-Chef Guido Westerwelle wolle nun alle «Hartz IV»-Empfänger bei Wasser und Brot in einem Lager in Ostdeutschland sammeln – «drumrum ein Stacheldraht, das haben wir schon mal gehabt». Und über dem Eingang, «bewacht von jungliberalen Ichlingen im Gelbhemd, steht in eisernen Lettern: Leistung muss sich wieder lohnen». Beobachter sahen darin eine Anspielung auf den menschenverachtenden Spruch «Arbeit macht frei» am Tor des Konzentrationslagers Auschwitz.

    Knobloch nannte diese Äußerungen «unbedacht». Einen «derartigen Ausrutscher unter der Gürtellinie» habe sie auf dem Nockherberg «bislang noch nicht erlebt». Die Zentralratspräsidentin rief deshalb zu mehr Besonnenheit bei der Auswahl kabarettistischer Inhalte auf….”
    http://www.mainfranken24.de/index.php?id=bayern&no_cache=1&tx_gfmddpnewsbayern_pi1single=63916

    Einzigartig, dieser Ausrutscher. Böse, böse, böse.

    • Mcp Says:

      Diesen dämlichen Judenwitz willst Du mir nicht wirklich aufs Butterbrot schmieren? Oder?

    • sinus Says:

      Das Osten wird eh bald zu Israel.

      • Bauer Gerhard Says:

        Ich halte es für keine Witz. Es ist tödlicher Ernst.
        Die Keule trifft nicht mehr nur sog. Rechtsradikale sondern auch die Gutmenschen selbst.

    • Bauer Gerhard Says:

      Bei der Wiederholung der Fastenpredigt am Freitag wurde die besagte Stelle bereits herausgeschnitten. Der Einfluss der Zionisten ist deutlich erkennbar.

      Wie heißt es so schön: „Eine Zensur findet nicht statt.“
      Pure Literatur.

    • Bauer Gerhard Says:

      Die inzwischen, auf Order des Zentralrats, zensierte Stelle aus der Rede von Bruder Barnabas.

  5. Vinneuil Says:

    Blüher hatte in seiner Jugend während seiner Wandervogel homosexuelle Neigungen. „Pädophil“ kann man das kaum nennen, denn er war selbst noch adoleszent. Ab seinem 20. Lebensjahr liebte er ausschließlich Frauen, war verheiratet und Familienvater. Daran kann, folgt man seiner Autobiographie, die ein langes Kapitel über seine „Diotima“ enthält, kein Zweifel sein.

    Es ist wichtig zu sehen, daß der Männerbund und die Familie einander nicht ausschließen, sondern einander eher wie ineinander verschränkte Kreise ergänzen und stützen.

    Auch Gehlen hat zwischen dem Familienethos und dem Ethos des Staates unterschieden. Die Feminisierung des Staates bedeutet nichts anderes, als das Ethos der Familie auf ihn zu übertragen (Gehlen „elargieren“). (siehe Moral und Hypermoral).

    • Mcp Says:

      Mit Blüher haben Sie sicherlich recht. Aber ich sage es nochmal: Die Reproduktion der Population, also der auf Nachwuchs gerichtete Sex, war erster Antrieb zur Bildung von Häusern (Familien) und späteren Staaten. Möglicherweise waren Bünde ganz ursprünglich ein Vorform des Staates: siehe Kosaken – ein typischer Männerbund, der es nie zu einem Staat geschafft hat. Sex ist und war nie Inhalt oder Antrieb für die Bildung von Bünden, selbst wenn in ihnen homoerotische Beziehungen vorgekommen sein sollten – sie haben sie niemals dominiert oder einen wesentlichen Einfluss auf ihre Kultur ausgeübt. Eher ist umgekehrt die ausgesproche Schwulenfeindlichkeit auf solche Mileus zurückzuführen.
      Ich halte Bünde, um das abschließend hinzuzufügen, sogar für Sexfeindlich. Man sehe sich nur katholischen Orden an: Alle – egal ob Männer- oder Frauenorden, alle haben entweder die Enthaltsamkeit (Zölibat) oder die sexuelle Treue zum Ideal. Das es Verstöße gegeben hat, ist unumstritten, aber sie waren nie normenbildend.

  6. Vinneuil Says:

    Das ist wie in „Der Pate“: auf der einen Seite gibt es die Familie, auf der anderen Seite das Business/Cosa Nostra Imperium = „Staat“, die Welt, zu der Frauen keinen Zugang haben. Das eine unterstützt das andere. Und die Jungs, die in der Familie heranwachsen, werden einmal dem Staat dienen.

  7. Ludwig Says:

    Im Übrigen unterstützt Vinneuil die Theorie vom „Decline of the State“ durch die begriffliche Gleichsetzung von Staat und Cosa Nostra.

    Die empirisch sich am stärksten durchsetztende Machtstruktur ist der „Clan“, nicht der Familienclan, sondern der Kämpferclan a la Somalia oder Afghanistan. Und genauso ist die „Mafia“ entstanden. In einer Phase der Auflösung sind diese Machtstrukturen notwendig geworden. Ob Taliban oder Leuchtende Pfad oder AntiFa spielt dabei keine Rolle. Der äußere Zwang und der gesatltungswille zwingt in diese Strukturen.

    Wer diese Periode der Auflösung des Althergebrachten, also der Übergang in die „neue Neuzeit“ gestalten will, tut gut daran, sich in einem „Männerbund“ alias „Clan“ zu organisieren und seine Wehrhaftigkeit zu forcieren.

    Aber wir dürfen sicher sein, der neue Frundsberg steht auch schon in den Startlöchern: Die Kriegsunternehmen a la Blackwater.

    • Mcp Says:

      Vielleicht ist dies nur eine begriffliche Frage. Historisch gesehen sind „Familien“ nicht auf biologisch determiniert. Zur Familie gehörte in der Antike jeder, der „dem Haus“ beitrat, welches in der Regel von einem Patriarchen „regiert“ wurde. Man studiere das römische Adoptionsrecht. Die Mafia oder die „Cosa Nostra“ sind Überbleibsel des römischen Klientelsystems, den neben seinem Haus verpflichtete der Patriarch eine Reihe von Klienten, die mehr oder weniger von ihm lebten und die Aufträge vom Patriarchen entgegennahmen. Das hat sich bis heute in Italien erhalten, ist aber kein klassischer Männerbund, weil zur Klientel traditionsgemäß auch die Frauen gehören, sie sogar – wenn auch selten – in die Rolle des Patriarchen schlüpfen. Der Begriff vom „Clan“ meint inhaltlich fast exakt dasselbe. Zum Clan gehörten immer auch die Weiber und sie spielten immer auch eine sehr wichtige Rolle. Im germanischen Clan hatte ausschließlich das Weib die Schlüsselgewalt über das Haus, der „Herr“ war im Haus bestenfalls Hausmeister, nach außen aber spielte er die Rolle des Außenministers mit Richtlinienkompetenz fürs Haus. Der „Clan“, die Familie, das Haus sind also mitnichten „Männerbünde“. Ich komme unter oder oben auf dieses Thema zurück.

  8. Vinneuil Says:

    @McP

    Das ist ein Irrtum, Blüher hat ja nicht gesagt der „Sex“ sei der Antrieb für den Männerbund, sondern der „Eros“, bzw. der sublimierte Eros. Hierin ist er bis zu einem gewissen Grad Freud gefolgt. Der Eros ist aber nicht dasselbe wie der Sexus. Siehe dazu auch Kuehnelt-Leddihn, „Das Rätsel Liebe“.

    <Im Übrigen unterstützt Vinneuil die Theorie vom “Decline of the State” <durch die begriffliche Gleichsetzung von Staat und Cosa Nostra.

    Das war zwar nur eine Metapher (weil beim Paten die Familie eine so große Rolle spielt), aber im Sinne von Mohler "Mafia, Gulag, Agon" würde ich zustimmen, daß sich der Staat tatsächlich im "decline" befindet…

    • Mcp Says:

      Sorry, ich kann beim Männerbund weder Sex, noch Eros erkennen (Freilich bin ich mit den Feinheiten der Begriffe nicht so vertraut). Zumindest spielt beides bei mir keine Rolle. Die Frau ist das Eine, der Stammtisch etwas völlig Anderes. Hier will ich keinen Sex oder Eros – igitt – erleben, sondern mich meines Einflusses und meiner Stellung in der (unmittelbaren) Gesellschaft versichern. Vielleicht auch ein paar Geschäfte anschieben oder zwischenmenschliche Probleme – bis zur schnöden Kuppelei – mildern, aber keinen irgendwie gearteten Eros befrieden.

      Erotik, Eros, Sex – dies alles wird vollkommen überbewertet. Ein Mann kann sehr wohl über sein ganzes Leben im Zölibat leben, ohne das ihm sein Sperma das Hirn erweicht. Das alles sind Legenden femininer Sexualmoral. Ein Mann kann – in der Regel – seinen Sexualtrieb viel besser kontrollieren als eine Frau, denn sonst wäre er dem Weibe absolut hilflos ausgeliefert. Das angebliche „Patriarchat“ ist Beweis, dass die Verführungskünste des Weibes, genauso wie der angebliche animalische Sexualtrieb des Mannes ihre Grenzen im männlichen Verstande – also in männlicher Kultur – finden und auch von ihm genauso gezogen werden. Ich steige, selbst wenn ich total besoffen bin, nicht mit jeder Frau ins Bett, die mich zu bezirzen sucht.

      Das alles verdanke ich allerdings nicht meiner Natur, sondern der Kultur, unter der ich aufwachsen durfte. Und vielleicht beginnt hier unser Missverständnis: Freud hat, in typischer Ignoranz angeblich moderner Wissenschaften ausschließlich die Natur untersucht und die Kultur, wie heute üblich, als etwas Störendes, ja Unnatürliches betrachtet. Kultur ist aber keine Verformung des Menschen, sie allein unterscheidet ihm vom Tier. Der Mensch definiert sich nicht über den Eros, die Sexualität oder sonstige animalischen Triebe: Allein sein Verstand – nicht die Vernunft – ist es, der ihn vor einem Rückfall ins Tierreich bewahrt.

  9. sinus Says:

    Da der Papst mehr Einträge in seinem „Ministranten at its best Blog“ verzeichnet, als hier News aufschlagen, hier der Ausgleich: Der Weg aus der Krise von Herrn Flegelskamp
    http://www.flegel-g.de/index.htm

    • Mcp Says:

      Mit Verlaub, welche Krise?

      • sinus Says:

        Das Fragen Sie am besten Herrn Flegelskamp, die Krise die mir bekannt ist, ist die stetige Unwissenheit der Bevölkerung. Die Kirche in meiner Stadt sagt auch: „Seit vielen Jahren sinken die Kirchensteuereinnahmen unserer Kirche, weshalb auch die landeskirchlichen Zuweisungen an die Kirchenkreise immer weniger werden. Viele Gemeinden in unserem Kirchenkreis mussten deshalb in den letzten Jahren bereits Kürzungen ihrer Pfarrstellen, ja sogar Streichungen ihrer Pfarrstelle hinnehmen.
        Ihr Martin Lechler, Superintendent, Vorsitzender des Kirchenvorstandes“
        Ich persönlich bezeichne sowas aber eher als new age.

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