Denk ich an Deutschland in der Nacht, …

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Rund 80 Prozent der Ostdeutschen und bis zu 72 Prozent der Westdeutschen könnten sich zudem vorstellen, in einem sozialistischen Staat zu leben, so lange für Arbeitsplätze, Solidarität und Sicherheit gesorgt wäre. Den Wert „Freiheit“ benannten nur 28 Prozent der Ostdeutschen als wichtiges politisches Ziel; bei den Westdeutschen waren es 42 Prozent.[1]

dann bin ich um den Schlaf gebracht. Deutschland ist kein Wintermärchen, sondern ein Alptraum. Da wundern solche Sätze auch nicht mehr:

Außerdem würde laut „Bild“ jeder siebte Ostdeutsche und jeder zwölfte Westdeutsche seine Wahlstimme für 5000 Euro an eine Partei verkaufen, gleichgültig ihrer politischen Ausrichtung.[2]

Demokratie, schreibt Hans-Hermann Hoppe sinngemäß, ist nichts anderes als die Ausplünderung der Wahlverlierer durch die gerade aktuellen Wahlsieger. Da die Wahlversprechen in letzter Zeit in Verruf gekommen sind, ist es nur allzu logisch das der „Wähler“ seine Stimme schon vor der Wahl verkaufen möchte. An den Meistbietenden – über eBay. Immerhin, es wäre wenigstens ein handfester Grund tatsächlich zur Wahl zu gehen.

Die spätrömische Dekadenz (Westerwelle) macht sich nicht nur in einer irrationalen Sehnsucht nach dem „Sozialismus“ bemerkbar, sondern gerade auch im Verfall aller moralischen Werte. (Von Tugenden spricht seit über 100 Jahren niemand mehr) In gewisserweise ähnelt die Lage Europas tatsächlich der des spätantiken Westroms: im Inneren moralisch verfault, lauern an den Grenzen ungebildete Barbaren – unverbrauchte Völker – die sukzessive in das Reich einsickerten, sich nicht mehr assimilieren und deren „kulturelle Vielfalt“ die Einheit des Reiches langsam aber sicher erstickten.

Dass sich „für Europa“ niemand wirklich begeistern kann, wohl aber die Mehrheit der Deutschen für den „Sozialismus“, hängt genau damit zusammen: Europa ist ein Nomen, aber keine Idee. Der Sozialismus ist die Illusion vom Schlaraffenland, das heutige Europa die „Idee“ habgieriger und gewissenloser Raffzähne, die fast ausschließlich ökonomische Vorteile geltend machen – Vorteile, die dem normalen Bewohner fremd bleiben, oder – noch schlimmer, ihm sogar feindlich – auf dem sogenannten „Arbeitsmarkt“ (besser wäre Sklavenmarkt) – gegenübertreten.

[1] Umfrage: Jeder Vierte wünscht sich die Mauer zurück;WELT ONLINE.
[2] ebenda

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10 Antworten to “Denk ich an Deutschland in der Nacht, …”

  1. bloggerstammtisch Says:

    von mitspieltheater@googlemail.com
    Noch im Schlaf verfolgen uns die GEISTERWORTE
    Besitz, Ansehen,Sicherheit, Geld, Du kannst alles
    kaufen, der Konsum wird uns gar als glücklichmachend
    und nicht als SUCHTGEFAHR dargestellt. Freiheit
    ist doch ein Unwort, bei dem ALLE ZÄUNE FALLEN !
    Zu jedem Migranten scheissfreundlich sein und mit
    jedem Knoblauchesser Haus u Wohnung teilen ?
    Das ist ja, wie wenn der Papst aus Freundschaft
    die kaum genützten Räume des Vatikan den Muslims
    überlassen würde ? Laut Jesu müsste er seine Feinde
    sogar lieben. Da frage ich doch, bevor mich der Verstand
    verlässt, soll man in so einer CHAOS-Geselschaft nicht
    lieber BEQUEM BLÖDE BLEIBEN ? Halt , ich bin noch
    nicht fertig! Da gibt es noch eine Professorin, die
    möchte Euch weiter massieren. Frau Prof.Dr.Höhler
    ist Beraterin für Wirtschaft u Politik.Lobbyistin für CIBA
    Chemicals.Sprecherin der deutschen Bank u des
    Verteidigungsministeriums und Ihr aktuelles Buch heißt
    JENSEITS DER GIER.Vom Luxus des Teilens
    So, jetzt habt Ihr auch noch ein Vorbild ?

    • Mcp Says:

      Die Achtung vor dem Feinde gehört zur besten abendländischen Tradition. Einen Gegner kämpfend niederwerfen – jawohl. Ihn dämonisieren, ihn vernichten wollen – nein. Auch der „Knoblauchfresser“, der Raffzahn, der Neger oder der Jude bleibt in erster Linie Mensch. Man hat auszufechtende Differenzen und wenig Vertrauen, aber es ist eine Frage der persönlichen Ehre auch den schlimmsten Feind ehrenvoll zu behandeln. Das meint Jesus und Carl Schmitt mit der Feindesliebe. Lies die Bibel oder die „Theorie des Partisanen“. In beiden Büchern finden Sie dieselbe Botschaft. Auf was sollte man sich sonst berufen können, wenn man vom Feinde überwunden wird, als auf die Ehre, die man ihm im Kampfe erwiesen hat? Was sollte sonst die Welt regieren, wenn nicht die bedingungslose Gnade? Der bedingungslose Hass?
      Und vom Vatikan haben Sie, Stammtisch, genauso viel Ahnung, wie ich sie habe: nämlich keine. Allerhöchstens einen uns ein paar sehr dümmliche Vorurteile.

      • ultramontanus Says:

        Nee, diese Interpretation der Feindesliebe Christi erscheint mir fremd. Dein Artikel freilich scheint mir treffend. 🙂

      • Mcp Says:

        Erzähl: Wie würdest Du die Feindesliebe interpretieren? Ich bin ehrlich neugierig. 🙂

  2. Bauer Gerhard Says:

    Diese Umfragen immer, man müsste sich mal die Fragen ansehen.
    Umfragen glaube ich nicht.

    Arbeitsplätze, Solidarität und Sicherheit mit Sozialismus ála DDR, SU etc. gleichzusetzen ist absolut falsch und entspricht dem Niveau unserer Qualitätsmedien.

    Was ist schon Freiheit?, Freiheit für wen, für was, von was oder wozu?
    Allgemeine Begriffe die beliebig eingesetzt werden. Mehr nicht.

    • Mcp Says:

      Es wundert mich nicht, dass Du am Begriffe der Freiheit zweifelst. Ein Sklave stellt genau die gleiche – ängstliche – Frage, wenn man ihm die Freilassung in Aussicht stellt.
      Lieber Tod als Sklave sein – diesen Satz haben deine Vorfahren geprägt. Sie wären nie auf die Idee gekommen zu fragen: „Was ist schon Freiheit?“ Sie wussten immerhin noch, im Gegensatz zu Dir, was Freiheit ist.

      • Bauer Gerhard Says:

        Du bist ziemlich überheblich und von Dir eingenommen. Hochmut kommt vor dem Fall.

        Was ist Freiheit?
        Wo beginnt Freiheit, wo die Unfreiheit?

        Arbeitsplätze, Solidarität, Sicherheit sind wesentliche Bestandteile von Freiheit.

  3. Bauer Gerhard Says:

    Frauenquote bei der Telekom

    Die Deutsche Telekom hat als erstes Dax-Unternehmen eine Frauenquote für ihrer Management beschlossen. Bis 2015 sollten 30 Prozent der oberen und mittleren Führungspositionen in dem Unternehmen mit Frauen besetzt werden, teilte die Telekom mit. Die Regelung soll weltweit gelten.
    http://www.handelsblatt.com/newsticker/technologie/telekommunikation-frauenquote-bei-der-telekom;2545956

    Hier hast Du gleich noch etwas für eine ruhige Nacht.

  4. bloggerstammtisch Says:

    von mitspieltheater@googlemail.com
    Also ,das mit dem BELIEBIG HINGESETZT gebe ich
    gerne zu. Immer wenn ich poste, übe ich für Theater-
    Texte. Also ich bin einer, der das als Hobby sieht
    Bitte um Verständnis

  5. Don't care Says:

    Apropos FrauInnenquote:

    Bestätigt mal wieder, dass der Feminismus ein camouflierter Titten-SOZIALISMUS ist. Mit all den Krampf/Zwangs/Dirigismus-Anfällen, wie sein Zwilling (ohne das T..-Präfix).
    Dass die feigen Männer in subalterner Mösenkriecher-Attitüde solch eine Frechheit dumpf-lethargisch abnicken, zeigt, wie weit die Gehrinwäsche schon gediehen ist.

    Erst wenn 75 – 80 % der Männer aus ihren Jobs rausgquotet sein werden, das grosskotzige Zickentum aber weiterhin nach Männer als Versorger und Kohle-Beisbringer kreischen werden, wird der Bundesdeutsche Schleimer wohl merken, was hier gespielt wird.

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