Freiheit

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Selbst wenn der Selbstmord eine Sünde ist, so haben wir doch immer die Freiheit ihn zu wählen. Es gibt immer eine zweite Möglichkeit. Niemand kann den Tod unterjochen.

Die Freiheit ist dort, wo die Möglichkeit ist.

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12 Antworten to “Freiheit”

  1. Bauer Gerhard Says:

    Freiheit ist dort, wo ich eine beliebige, von mir erwählte Möglichkeit auch ausüben kann.

    Wobei diese Möglichkeiten meist durch die Geburt erstmals eingeschränkt werden.

    • Kassandra Says:

      Deine Freiheit wird durch die Geburt eingeschränkt, wie du sagst, soforn du nicht abgetrieben wirst. Du kannst Dich auch nicht für oder gegen Deinen Tod entscheiden. Der Tod kommt ganz gewiss.

      Die Freiheit, die Du hast, ist, Dich für oder gegen Gott zu entscheiden.

    • Mcp Says:

      Durch die Geburt wir niemand eingeschränkt. Allerdings nicht so wie bei Rousseau. Niemand hat eine Würde ohne Verdienst. Schon gar nicht „von Geburt an“. Jedes Wesen muss sich im Leben erweisen und erst mit seinem Tode wird ihm die Würde, die er sich – durch sein Leben – verdient hat, zuteil.

  2. meyer Says:

    Das klingt aber sehr lutheranisch. Sehr gut 😉 .

    • Mcp Says:

      Nein, ist sie in Wirklichkeit nicht. Luther verneint den freien Willen, aber Selbstmord ist der freie Wille, der uns von allen Tieren am nachdrücklichsten unterscheidet. Das ist katholisch, auch wenn der Selbstmord eine Todsünde ist: Er ist im Bereich meiner persönlichen Freiheit. Gottgegeben: Ich habe die Möglichkeit und die Freiheit ist dort, wo die Möglichkeit ist. 😉

      • sinus Says:

        Todsünden gibt es nicht. Hier hat man einfach nur das Wort verdoppelt. Es lautet einfach nur „Tod“. Ist was Naturwissenschaftliches. Aber was meint das Wort katholisch?

  3. meyer Says:

    Luther lehnte den freien Willen insofern ab, als daß es diesen losgelöst von Gottes ewigen Plan geben könne. Das ist ein zwingendes christliches Axiom, das der Allmacht Gottes folgt. Er bejaht also klar und eindeutig die Einzelschuld und den entsprechenden inneren Entschluß dazu. Nach Luther ist nicht die äußere Selbsttötung die eigentliche Sünde, sondern die innere Entfernung von Gott. Die Schuld kann es auch nach Luther nicht losgelöst vom Entschluß geben. Die gratia Gottes alleine, das Vertrauen darauf, erlöst von der Sünde; niemals eine irdische Handlung, noch kann ein Mensch Aussagen über Gottes Entschluß zur Absolution treffen. Hier die deutliche ivergenz zum Katholizismus.

    So römisch-katholisch diese Seite auch ist, gehört sie (gerade deswegen?) zu meinen Lieblingsseiten. Gelegentliche Anmerkungen meinerseits ändern das nicht. Die Standfestigkeit mit der diese Haltung vertreten wird – alleine, nötigt mir schon Respekt ab.

    • Mcp Says:

      Na ja. Ich komme den römisch-katholischen mitunter auch sehr fremd daher. Zumindest entnehme ich dies den Kommentaren. Das mag daran liegen, dass meine Familie ihren Glauben in „ketzerischer“ – sprich protestantischer – Umwelt konservieren musste und ich, obwohl im rechten Glauben – zumindest denjenigen, den meine Großmutter dafür hielt – erzogen wurde; ich allerdings in meiner Studentenzeit den Göttern der Moderne huldigte: dem Fortschritt und dem der Zahl. Ich bin so etwas wie die katholische „Graf Zahl“ aus der Sesamstraße. Dies sei selbstironisch angemerkt. Auch für die anderen Leser dieses Blogs, die mich manchmal – so scheint es – mich beobachten wie ein seltenes Tier im Zoo: Indes, ich bin vermutlich selten: Denn ich kultiviere meine eigene Meinung. 🙂

    • meyer Says:

      Bei mir war es exakt umgekehrt: Protstant in „papistischer“ 😉 Umgebung.
      Der Rest kommt mir auch sehr bekannt vor.

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