Heuchelei

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Frankreichs Präsident Sarkozy lässt im Umfragetief die Debatte über das geplante Burka-Verbot eskalieren. Die Kontroverse hatte als simples Bußgeldverfahren begonnen. Nun wird sie zu einer Generalabrechnung mit der lange geduldeten Polygamie.[1]

Moderne Heuchelei: Ausgerechnet die Propagandisten der Promiskuität und Pornografie erregen sich über polygame Lebensweisen der Einwanderer. Als ob es vor dem Hintergrund linksliberaler „Sexualethik“ einem Unterschied macht, ob ein Mann mit vier Frauen oder eine Frau mit vier Männern schläft.[2] Er ist doch gerade die lebenslange Monogamie zum Zwecke der Kinderzeugung und ihrer Erziehung, die Linke und Bürgerliche gemeinsam, unter das Fallbeil ihrer kruden Weltsichten gelegt haben. Der Mann ist nicht staatlich verheiratet und nach moderner Moral darf er zusammenleben und Kinderzeugen, mit wem immer er will. Auch in Deutschland ist der staatliche Trauschein längst überflüssig und höchstens das Finanzamt interessiert es noch, wer mit wem zusammenlebt. Genau das haben die 68iger in ihren Kommunen vorgelebt und komme mir niemand mit dem Islam: Rudi Dutschke oder Alice Schwarzer waren oder sind mindestens genauso fundamentalistisch, wie ein islamischer Imam der Selbstmordattentäter indoktriniert.

Im übrigen zahlt der Sozialstaat für die zwölf Kinder des Mannes in jedem denkbaren Falle, auch dann, wenn sie von nur einer Frau stammen würden.[3]

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[1] Burka-Verbot in Frankreich; FAZ.NET
[2] Wobei der erstere Fall im feministischen Sprachgebrauch unter das verhasste Patriarchat fällt, während der zweite Fall wohl eine erstrebenswerte Variante der „sexuellen Befreiung der Frau“ darstellt, weshalb auch regelmäßig der „Burka-Alarm“ ausgelöst wird. Dummerweise scheint die autofahrende Konvertitin emanzipiert genug, um sich freiwillig in einen Ganzkörperschleier zu hüllen und den Polizisten zu verklagen, der ihr das Bußgeld aufgebrummt hat.
[3] Verdeckt taucht hier eine Eigentumsfrage auf: Niemand würde sich aufregen, wenn die Frauen die Sozialhilfe für „ihre“ Kinder kassierten. Nein, dass der Mann es tut, ist ursächlicher Gegenstand moralisierender Heuchelei. Kinder, ein nie ausgesprochener kategorischer Imperativ des Feminismus‚ „gehören“ der Frau.

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Eine Antwort to “Heuchelei”

  1. ultramontanus Says:

    (Imam, nicht Iman.)

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