Schlechte Manieren

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Letzte Woche gab es wieder einmal einen tätlichen Angriff von aufgebrachten Muslimen auf einen „islamkritischen“ Karikaturisten, diesmal den Schweden Lars Vilks. Die vollständige Szene kann man sich auf Youtube ansehen. Wie man darin sehen kann, ging es nicht einfach nur um eine satirische Zeichnung, sondern um eine Art Collage, in der Mohammed im Kontext von schwulen, vage pornographischen Bildern gezeigt wurde.

Mit anderen Worten, eine ziemlich billige Provokation, wie sie gerne von einfallslosen, zeitgeistigen „Künstlern“ in Szene gesetzt wird. Der Zorn der anwesenden Muslime ist völlig verständlich.  In dieser auf dem Video dokumentierten Situation haben sie, und nicht Vilks, meinen Respekt und meine Sympathie. Ihre gewalttätige Reaktion und der darauf folgende Brandanschlag auf Vilks Haus, zeigen indessen drastisch, daß für diese Leute kein Platz ist in Europa, daß sie sich auf die Dauer mit keiner liberalen Menschenrechtsrhetorik beschwichtigen lassen werden.[1]

Ein exzellenter Artikel, dem nicht viel hinzuzufügen ist. Nicht jede Provokation ist Kunst oder ist es wert, so genannt zu werden. Nichts gegen eine kritische Auseinandersetzung mit dem Islam, aber wenn die Verletzung religiöser Gefühle die einzigen „Argumente“ bleiben, dann zeugt das nicht nur von einem begrenzten intellektuellen Horizont, sondern auch von ziemlich schlechten Manieren.
[1] Die Freiheiten der Liberalen | Sezession im Netz.

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