Liebe oder Gleichheit?

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Über die Frauen hat es stets zwei Grundansichten gegeben: die eine sieht in ihr nur das unterworfene und darum verkümmerte Geschlecht, welches im Grunde dasselbe zu leisten imstande wäre, wie der Mann, wenn man es nur befreite. Eine Revision der gesamten Kulturlage der Menschheit muss nach dieser Ansicht die Unterschiede zwischen Mann und Weib in den kulturellen Leistungen aufheben. Alle Verschiedenheiten in den Leistungen sind scheinbar. Die zweite Ansicht dagegen sieht in der Frau einen grundsätzlich verschiedenen Typus Mensch, der dem des Mannes polar entgegengesetzt ist. Sie ist das andere Geschlecht, dann erst das schwächere oder gar künstlich geschwächte. Daher müssen alle Leistungen der Frau auch grundsätzlich anders sein, und alle Ähnlichkeiten sind scheinbar.[1]

Hätte Horst Köhler der weltweiten Durchsetzung der „Frauenrechte“ mit militärischen Mitteln das Wort geredet – er wäre heute noch Bundespräsident und dürfte sich der Buhlschaft jener Amazonen erfreuen, die sich ihre Meriten im „Krieg der Geschlechter“ verdient zu haben glauben. Mädchenschulen sind, glaubt man der linksliberalen Medienmischpoke, geradezu legitimativer Dreh- und Angelpunkt jedweder westlichen Militärintervention. Es darf kein Blut für Öl vergossen werden, sondern ausschließlich nur noch für Mädchenpensionate – dort, wo Märkte, Rohstoffe und Öl rein zufällig vorrätig sind.

Die Sprachregelung des „Humanistischen Imperialismus“, bedient sich nicht archaisch-männlich-soldatischer Direktheit, sondern der Sprache der Scheidungsanwälte, der Rechtsverdreher und Winkeladvokaten, die stets und ständig dabei sind, „die Rechte“ derer, die sie bezahlen, neu zu erfinden.

Wie dem auch sei: War die polare These vom liebreizenden, spannenden, aufregenden, ja leidenschaftlichen Antagonismus der Geschlechter bis 1789 unumstritten, so ist sie mittlerweile auch dort weitgehend verdrängt, wo sie ihre natürlichen Wurzeln hatte und eigentlich immer noch haben müsste: im katholischen und konservativen Lager.

Ich kann nicht lieben, was mir gleich ist, sondern nur das, was mich perfekt ergänzt: mein Weib. Wollte ich Männer lieben, so wäre ich allenfalls ein selbstverliebter Narzisst. Männer huldigen, wenn sie schon keine erbitterte Feindschaft pflegen, der Steigerungsform zwischengeschlechtlicher Liebe: Der Treue und lebenslanger, unbedingter Freundschaft, die nicht nachfragt, sondern tut.[2] Und doch hat sich die Mehrheit, vor die Wahl gestellt, sich zwischen Liebe und Gleichheit zu entscheiden, gegen die Leidenschaft und für die Egalität entschieden, was den Siegeslauf des Homosexismus zumindest im Ansatz erklärt. Wenn das Weib dem Manne gleich wird, so werden wir alle, trotz Penis und Vulva, zumindest im Geiste zu homosexuellen Narzissten, die Liebe durch Lust ersetzen oder, noch viel armseliger, damit verwechseln. Als wäre Sex, der Sexus ein Akt der Lust, mitnichten – er ist ein Akt der Schöpfung und nur daraus kann leidenschaftliche Liebe wirklich entspringen: die zu Gott, seiner Schöpfung und zum Weibe hin. An ihren Früchten, ihren Kindern, sollt ihr sie erkennen.

Der Homosexuelle liebt, aus verquerer Übersteigerung des Individualismus an sich, nur sich, nichts sonst. Auch daraus erklärt sich seine trunkene Feindschaft gegen Gott und seine Schöpfung.

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[1] Hans Blüher; Der bürgerliche und der geistige Antifeminismus; 1906
[2] Tadelt nicht mich, sondern Thomas von Aquin, der Freundschaft über die Teuerliebe stellt.

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2 Antworten to “Liebe oder Gleichheit?”

  1. sinus Says:

    Scheiß drauf, der Sinn des Lebens wird reduziert auf Sex und Gaumenfreude, egal, ob man damit die Gefühle eines Partners verletzt, ob dafür unschuldige Geschöpfe hingerichtet werden oder ob dabei die ganze Welt aus den Fugen gerät. Ganz zu schweigen von den vielen im Suff gezeugten Kindern! Kein Wunder auch, denn durch die übermäßige Eiweißzufuhr läuft alles, was zwei Beine hat, ständig geil durch die Gegend.
    Sex als Genussmittel, als Volkssport und immer seltener zur eigentlichen Bestimmung, zur Erhaltung der eigenen Art. Die Moral bleibt auf der Strecke, Liebe und Treue sind für den Arsch – zunehmend bevorzugen Männer einen solchen gegenüber einer Vagina und immer mehr Kinder wachsen ohne Mutter oder Vater auf.
    Tja, ein wahrhaft tolles Leben, das für allzu viele und immer häufiger mit einem vorzeitigen „Fade Out“ endet, doch mit Ausnahme der Angehörigen fällt es heute kaum noch jemandem auf, wenn so ein Mensch plötzlich nicht mehr da ist. Wer schon zu Lebzeiten tot ist, der riecht nur noch nicht so stark. Gerd Speer „Arschkarte“

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