Straftatbestand Ehe

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Die FDP-Bundestagsfraktion arbeitet an einem Gesetzentwurf, der Zwangsheirat zu einem eigenen Straftatbestand macht. Dann müssten Eltern, die ihre Töchter gegen deren Willen zu einer Ehe zwingen, mit deutlich höheren Haftstrafen rechnen.[1]

Was bei dem emotional besetzten Thema immer vergessen wird: Nicht nur Aische wird „zwangsverheiratet“, in der Regel hat auch Ali keine Qual der Wahl, weil er in archaischen Gesellschaften schon als Kleinkind verlobt wird. Warum wird dieser Tatbestand eigentlich nie thematisiert, wenn es um „Zwangsheirat“ geht? Sie vermuten richtig: weil das Thema auf der Agenda des Feminismus steht und die Figur des Mannes bei den Mädels höchstens als Täter, als Schwein oder als Verbrecher vorkommt. Deshalb ist es hierzulande auch nicht strafbar, wenn ein vierjähriger Junge mit einer Zweijährigen verlobt wird, während der Vater – nicht die Mutter – des Mädchens neuerdings mit Haftstrafen rechnen muss. Das ist zwar nicht logisch, aber ein Grund dafür, warum es so viele Feministinnen und so wenige Mathematikerinnen gibt.

Dabei werden die Kinder nicht „Opfer“ patriarchalischer Strukturen, wie man uns gerne einreden will, sondern meistens geht die Initiative zur frühkindlichen Kuppelei – gerade bei Mädchen – von der Mutter aus. In islamischen oder archaischen Gesellschaften [2] herrscht auch in der Familie strikte Geschlechtertrennung und im abgetrennten Weiberhaushalt endet die Macht des Hausherren – oft- an der Türschwelle zu den Frauengemächern.

Noch in der Generation meines Großvaters war es auch hierzulande üblich, das die Familie ein Wort bei der Partnerwahl der Söhne und Töchter mitzureden hatte, wurden ungeliebte Kandidaten rigoros gemobbt oder es wurde schamlos verkuppelt. Das taten die Eltern nicht, weil sie ihren Kindern Böses antun wollten, dass taten sie aus dem entgegengesetzten Grunde. Es wird bei der „Diskussion“ – sofern man diese überhaupt als solche bezeichnen kann – immer wieder vergessen, das der Sozialstaat mit seinen üppigen Wucherungen ein Produkt der Nachkriegszeit ist und das die Familie, der Clan, die Gens über die Jahrhunderte hinweg die Rolle spielte, die man heute als soziales Netz bezeichnet. Menschen ohne Familienbande fielen der Armut anheim. Die Heirat war ein viel zu wichtiges Instrument zur Sicherung der sozialen Stellung, als das man es „der Liebe“, vulgo den Hormonen, überlassen konnte. Bei der Partnerwahl regierte die Vernunft, nicht der animalische Trieb.

Damals war für Sentimentalitäten kein Platz, derlei kam nur in billigen Dreigroschenheften vor. Heute besingen Hollywoodschnulzen das Loblied auf die „Liebesheirat“, sofern heuer überhaupt noch geheiratet wird. Die aus solcherlei „Liebesbeziehungen“ entstanden Kinder, werden, wenn nicht gleich abgetrieben, doch ganztags an Vater Staat entsorgt, damit sie der eigenen Karriere möglichst nicht in die Quere kommen. Man hat die Familie als lebenslange Schicksalsgemeinschaft zerstört, ihr den Sinn geraubt und nennt die nunmehrige Abhängigkeit von den Almosen eines omnipotenten Staates euphemistisch „Befreiung“, obwohl schon – oder noch – die antiken Römer wussten, dass derlei Fron nicht anderes als Knechtschaft ist.

Und, selbstverständlich werde ich versuchen Einfluss darauf zu nehmen, welchen Lebenspartner sich meine Kinder wählen. Selbstverständlich werde ich mir genehme Kandidaten fördern und Hallodris und Schlampen mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln mobben. Für das Wohl meiner Kinder nehme ich gerne auch Gefängnis in Kauf. Vielleicht wird die Ehe als solche in Bälde überhaupt strafbewehrt.
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[1] Klarer Straftatbestand: FDP geht gegen Zwangsheirat vor – n-tv.de

[2] Im Grunde haben derartige Familienstrukturen deshalb nichts mit der Religion zu tun, weil sie praktisch, in leicht abgewandelten Formen, in allen Kulturkreisen vorkommen und das ein starker Hinweis darauf ist, dass vorhandene Schichtungen von der Religion erst im nachhinein geheiligt werden. Die Familie und ihre Struktur ist älter als Christentum oder Islam.

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Eine Antwort to “Straftatbestand Ehe”

  1. Don't care Says:

    Der perversen inhärenten „Logik“ der linksgrünfemischwulmuku-istischen „Heilslehre“ folgend müsste die (christliche) Hetero-Ehe generell verboten werden, ist sie doch ein Relikt aus „patriarchalisch/kapitalistischen Epochen“. Ausserdem bremst sie den Austausch der autochthonen Einwohner gegen anatolische Pro-Konsul-Horden, da aus ihr immer noch (vereinzelt) Nachwuchs hervorgeht.

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