Schläge, Peitschen, Fessel-Sex

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Seit 121 Tagen sitzt Kachelmann in U-Haft. Er soll seine Freundin vergewaltigt haben. Nun, Polanski hatte nur Hausarrest und ist zwischenzeitlich wieder frei. Dabei hat der – selbst zugegeben – eine 13jährige missbraucht. Alles das – eigentlich gähn: Wer monogam lebt, hat derartige Probleme nicht.

Was aber BILD heute als Titelstory in Sachsen bringt, das haut selbst mir die Füße unter dem Boden weg: Nachdem schon ein Gutachten erhebliche Zweifel an der Aussage der Frau aufkommen ließ, so sind die jetzt bekannt gewordenen Sexualpraktiken doch wohl die absolute Krone auf die Satire der Vergewaltigungsstory: Die Dame ließ sich – einvernehmlich – fesseln, prügeln, peitschen und erniedrigen. Ein Porno also. Sollte man denken. Mein Gott Kachelmann – ab heute traue ich nicht einmal mehr ihren Wettervorhersagen. (Für die Eingeweihten: zu viel Blüher gelesen.)

Dafür sitzt Kachelmann seit 121 Tagen im Knast. Polanski hat es auf gerade mal 70 Tage gebracht. Im Hausarrest, nicht in U-Haft. Mancher Totschläger kommt schon beim ersten Haftprüfungstermin frei. Ist Totschlag, gemessen an Vergewaltigung, ein Kavaliersdelikt? Hierzulande offenbar.

Nein, ich habe kein Mitleid mit Kachelmann. Der Fall allerdings, beleidigt mein Rechtsempfinden.

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Eine Antwort to “Schläge, Peitschen, Fessel-Sex”

  1. Johannes Says:

    Und dann Herrn Friedmann nur kurz mit rein gedacht….

    Bekomme vom Actimel auf einmal einen Brechreiz.

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