Die verdrängte Gewalt

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Ist der Amoklauf von Sabine R. ein Ausnahmefall? Forscher und Polizei verzeichnen einen Anstieg der Zahl weiblicher Übergriffe – auch auf den eigenen Partner. Doch in der Öffentlichkeit gilt Frauengewalt als Tabuthema.[1]

Die Heilige Jungfrau züchtigt das Jesuskind vor drei Zeugen

Max Ernst: Die Heilige Jungfrau züchtigt das Jesuskind vor drei Zeugen; 1926

Kein Mann geht zur Polizei, wenn er von seiner Frau verprügelt wird. In der öffentlichen Wahrnehmung gelten solche Männer auch heute noch als „Waschlappen“ oder „Weicheier“. Alle wissen, dass so etwas vorkommt, aber niemand redet darüber. [2]

Das dürfte die Statistik vor allen zur „häuslichen Gewalt“ erheblich verfälschen. Daraus zieht der Feminismus Nektar, indem er allen Ernstes behauptet, Gewalt sei männlich, was sich aufgrund fehlender Datenbasis schwer widerlegen lässt. Der statistische Anstieg von Frauengewalt in den letzten Jahren dürfte auf die staatlich gewollte Feminisierung von Knaben und jungen Männern zurückzuführen sein, bei denen das Tabu nicht mehr wirkt, weil das früher typische Mannsbild aus der „Mode“ gekommen ist. Frauen haben schon immer Männer verprügelt, sofern diese dem Manne körperlich überlegen war. Die literarischen Darstellungen von Ehemännern, die sich Nächtens besoffen nach Hause schleichen und von der Frau mit der Bratpfanne oder anderen dazu geeigneten Küchengeräten verprügelt werden, sind Legion.[3]

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[1] Weibliche Übergriffe: Die verdrängte Gewalt; SPIEGEL ONLINE

[2] Umgekehrt funktionierte das Tabu auch: Wer Frauen verprügelte, wurde gesellschaftlich geächtet. Unter dem, was man heute unter „häuslicher Gewalt“ versteht, „litten“ in der Vergangenheit besonders die Knaben: „Wer seinen Sohn liebt, der züchtigt ihn“ – das war ein geflügeltes Wort, wobei die Züchtigung Hausrecht oder Gewaltmonopol des Familienoberhauptes, also dem männlichen Part vorbehalten blieb, weil ihm Gesellschaft stillschweigend zugestand, dass er seine häuslichen Interessen notfalls auch mit Gewalt durchsetzen durfte. Im frühen römischen Recht hatte der Hausherr sogar Gerichtsgewalt, welche die Tötung von Angehörigen seines Hauses einschloss. Das galt nicht für die Frau, denn die Frau unterstand der Gewalt ihres leiblichen Vaters, sofern diese dem Haus ihres Gatten nicht beigetreten war.

Wer sich in der deutschen Vorkriegsliteratur auskennt, der wird schnell bemerken, dass es fast keine Darstellungen von erzieherischer Gewalt gegen Mädchen gibt, in der Schule wurden dafür reichlich Knaben verdroschen.

[3] Der Mann als Opfer

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5 Antworten to “Die verdrängte Gewalt”

  1. moise trumpeter Says:

    Meine Großmutter erzählt aus ihrer Kindheit immer die schöne Geschichte eines körperlich sehr gegensätzlichen Ehepaares. Sie war groß, kräftig und dick, er war klein und schmächtig – er hat gern einen gehoben und sein Eheweib hat ihn dann gesucht. Wenn sie ihn hatte, hat sie ihn zum Gaudium der halben Stadt auf der Straße übers Knie gelegt, ihm mit einem Teppichausklopfer den Hintern versohlt und ihn anschließend nach Hause getragen. Weder die Öffentlichkeit noch die Obrigkeit hat je eingegriffen.

  2. Don't care Says:

    „Wer sich in der deutschen Vorkriegsliteratur auskennt, der wird schnell bemerken, dass es fast keine Darstellungen von erzieherischer Gewalt gegen Mädchen gibt, in der Schule wurden dafür reichlich Knaben verdroschen.“

    Bestes Beispiel ist Willhelm Busch. Die „pöhsen Puben“ haben keine weibliches Pendant, Max und Moritz werden nicht nur verdroschen, sondern zuletzt sogar geschreddert. Paul und Peter (in Plisch und Plum) werden ordentlich verprügelt, auch in anderen Geschichten setzt es jede Menge Hiebe, natürlich nur gegen Knaben.

    Knaben/Männer als Gewaltopfer existierten noch nie im „allgemeinen Bewusstsein“, andernfalls hätte man sie nicht so leicht an die Kanonen verfüttern können. – Im Gegentum sogar, da Männer schon immer als Individuum wertlos waren, sondern als kollektive Masse (Ernährer, Kanonenfutter) ge(miss)braucht wurden, mussten sie schon in Jungen Jahren an Zwang, Gewalt, Schikane, Roheit, Gemeinheit und Willkür dressiert werden.

    • Mcp Says:

      Interessante Sichtweise. Allerdings habe ich damit Probleme: Ich kann gerne auf eine männliche Alice Schwarzer verzichten. Mich muss niemand emanzipieren oder befreien. Es gibt eine natürliche Rolle für mein Geschlecht, in die will ich mich gerne fügen. Vater, Hausherr, Ernährer und ja, wenn es sein muss, auch Soldat. Das es Frauen vielleicht leichter haben, damit kann ich leben. Es gehört zu meinem Selbstverständnis, obwohl ich glaube das eine Mutter es leichter hat. Die Verantwortung beider Geschlechter füreinander ist nicht vergleichbar. Deine Sichtweise ist die eines „Singles“.

      • Don't care Says:

        Soweit d’accord. Ich brauchte auch keinen „Alicius Schwarzus“. Nur, da es nun mal die bekannte Femifaschistin und ihr perniziöses Wirken gibt, hat es dazu geführt, dass Frauen fast nur noch Bevorzungen geniessen. Lies mal dazu Van Crefelds „das bevorzugte Geschlecht“. Ich könnte mit den „natürlichen“ Lasten als Mann leben, wenn das auch anerkannt und gewissermassen „honoriert“ würde, und Frauen IHRE biologisch und biografisch auferlegten Lasten ebenso selbstverständlich annähmen. – Davon sind wir heute weit entfernt. Fraune werden als ewige Opfer nur gepampert und kreischen dazu noch rotzfrech nach immer mehr Bevorzugungen und Rechten. Wir hingegen bekommen nur Häme, Spott und Diffamierungen ab, werden immer mehr benachteiligt und entrechtet, UND müssen die traditionellen Nachteile des Mannseins nach wie vor weiter ertragen.

      • Mcp Says:

        Das Problem kenne ich und will es auch nicht abstreiten. Aber das ist kein Problem „der Frauen“, sondern ein Problem das beide Geschlechter mit ein paar durchgeknallten Ideologen haben, die leider an den Machthebeln sitzen und derartigen Unsinn administrieren können. Sie davon dauerhaft zu entfernen ist unsere Aufgabe und uns eben nicht auf einen „Kampf der Geschlechter“ einzulassen, wie sie gerne hätten. Du gehst einfach in die aufgestellte Falle und verzettelst Dich in Schaukämpfen. Das Schlachtfeld ist die Machtfrage und auf dem stehen beileibe nicht die „die Frauen“, auch wenn sie manchmal den Anführer mimen dürfen, um Leute wie Dich zu reizen. Sie drücken auf den Knopf, Du bellst. Das ist nicht beleidigend gemeint, eher eine Anregung zum Nachdenken.

        Ich will es anders sagen: In den USA bringen dieselben Leute Rassen gegeneinander auf. „Der Neger“ ist die zentrale Figur zur Eroberung der politischen Macht. Obama ist nur Ausfluss dieser Politik. Dann kommt „die Frau“, in Bälde der Islam. Der Widerspruch zwischen, angeblich, westlichen Werten und gewaltsam erzwungener Toleranz zum Islam ist nicht paradox, sondern ein Machtprinzip: divide et impera. Der Feind ist der Mammon und wer ihn anbetet, kannst Du in der Bibel nachlesen.

        Es gibt keine Machtfrage zwischen Männern und Frauen, allerhöchstens eine erotische, somit vollkommen natürliche Spannung. Politisiert haben dies erst Ideologen vom Schlage A. Schwarzer. Aber selbst die ist nur eine ferngesteuerte alte Jungfer, die das Leben kurz gehalten hat.

        Ich lasse mich nicht gegen meine Frau oder meine Tochter aufputschen und das sind „die Frauen“, die Du meinst. Ich bin ihr Schild und ich bin ihr Schwert, wer sie beleidigt, der wird es bereuen. Ich bin ein Mann. Und ich will es sein.

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