Altersegoismus

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Stuttgart 21:

Der Hippie von gestern ist der Opa von heute. [1]

Der Satz trifft den Nagel auf den Kopf.  Nicht nur das. Die infantilen Greise berufen sich mit derselben Unverfrorenheit, die sie bereits 1968 an den Tag legten, auf  „das Volk“. Das waren sie damals nicht und das sind heute noch weniger. Sie sind eine kleine Minderheit, die ihren Egoismus auf die Straße trötet.

Der „Pillenknick“ kommt in die Jahre: Kinderlos und Enkelfrei interessiert sie die Zukunft der Nachkommen wenig. Sie haben schlicht keine. Sie begreifen das Leben als Wellness-Tour, als Selbstverwirklichungstrip, in dem nicht anderes als ihr eigenes Ego im Mittelpunkt steht, das sich damals wie heute jeder generationsübergreifenden Verantwortung entzieht.

Als Konservativer kann man die Bauchschmerzen ob dieser obszönen Gigantomanie verstehen, die in Stuttgart entsteht. Ob so etwas immer sinnvoll ist, kann man hinterfragen. Im Alter Weisheit einbringen. Aber dieser Protest speist sich weder aus Weisheit, noch aus Alterskonservatismus; das schlicht und ergreifend Alters-Egoismus, der mir und meinen Kindern Zukunftschancen verbaut: Wasser marsch und Knüppel frei. Treibt sie zurück in die Altersheime und holt nach, was 1968 versäumt wurde. Lasst sie kein zweites Mal gewinnen.
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[1] Rebellische Rentner: Aufstand der Silberköpfe; SPIEGEL ONLINE

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