Benoit Mandelbrot gestorben

by
Mandelbrot

Der Begründer der fraktalen Geometrie Benoit Mandelbrot erlag im Alter von 85 Jahren einem Krebsleiden. Er starb am Samstag in Cambridge.

Ruhe in Frieden.

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2 Antworten to “Benoit Mandelbrot gestorben”

  1. Don't care Says:

    Für Nicht-Mathematiker sind fraktale Dimensionen wahrscheinlich so interessant wie der berühmte Sack Reis, der in China umfällt.- Vielleicht ist das „Apfelmännchen“ als nette Spielerei bzw. als Bildschirmschoner für manche ganz nett anzusehen.
    Was sagt denn der Fachmann eigentlich dazu ? – Wird das Gebiet „fraktale Geometrie“ eigentlich genutzt, oder war das nur so eine Modehype, wie vergleichbar in der IT solche seinerzeit vielbejubelten Dinge wie:
    -Fuzzy-Logic
    -Vector-Processing-
    -Hypercube-Architekturen (oder so ähnlich)
    -Neuronale Netze
    – etc. etc

    • Mcp Says:

      Fragst Du Beethoven, welchen Nutzen seine Neunte hat? Sie einfach nur schön. Wir sind Künstler, keine Wissenschaftler. Nur mit der Gage hapert es.

      Nein. Trotzdem ist deine Frage falsch gestellt. Mathematik ist keine empirische Wissenschaft. Wir beobachten die Welt nicht, wir beschreiben sie. Mit der fraktalen Geometrie sind wir in der Lage bestimmte Naturprozesse mathematisch zu fassen. Sie ist eine Methode mit der sich Theorien mathematisieren lassen. Sie ist aber keine auf empirischer Beobachtung ruhende Theorie.

      Die Gleichungen sind lediglich Hilfsmittel. Und genau hier ist fraktale Geometrie nützlich: bei der Beschreibung natürlicher Wachstumsprozesse, in der Metrologie genauso, wie bei der mathematischen Durchdringung ökonomischer Prozesse. Wenn ich Gasphase-Festkörper Prozesse beschreibe, dann nutze ich einen Mix aus vielfältigen mathematischen Methoden. Deshalb ist das aber keine Differenzialgleichungs- oder fraktale Theorie, sondern eine über den Wirkungsgrad von Katalysatoren. Sie ist auch – heul – keine mathematische, sondern eine physikalische Theorie. Beispielsweise.

      Um den Heiligen Thomas zu belehnen: Wenn die Wissenschaft Magd der Theologie ist, dann ist die Mathematik Magd der Wissenschaft. Man sieht: Mathematiker stehen in der Hackordnung am unteren Ende der Nahrungskette. Für die Erderwärmung sind wir nicht zuständig, sondern jene Legastheniker, welche die mathematische Rechtschreibung nicht beherrschen. Man kann es hundertmal sagen, wir werden trotzdem ans Kreuz genagelt.

      Mathematik ist eine Sprache, die dir hilft, Gedanken exakt zu formulieren. Das große Missverständnis, wie bei der Fuzzy-Logik, beginnt immer dann, wenn man die Sprache selber für die Weltbeschreibung hält. Wittgenstein war so einer. Ich gebe zu: Wir Christen sind dagegen auch nicht immun: Am Anfang war die Mathematik, wenn man die Mathematik für das Wort Gottes hält, über die er mit uns plaudert.

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