Elite statt Plebs

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„Sie sind gut! Toll! – Und wer weiß davon?“ Der Marketing-Spruch eines Werbeflächen-Anbieters gilt auch für die Politik: Es reicht nicht, gute Ideen und vernünftige Ziele zu haben, man muß sie auch an den Mann bringen können. Unter den Bedingungen der Mediendemokratie und neuer digitaler Kommunikationsformen ist die Fähigkeit, moderne und zielgenaue Kampagnen zu führen, eine unerläßliche Vorbedingung für politische Durchsetzungsfähigkeit.[1]

Nein! Das höchste aller Gefühle ist der Schweigemarsch für das Leben. Ich gehe nicht in infantil quitschbunter Kleidung auf die „Straße“ und tröte andere Meinungen kaputt. Ich verkleide mich nicht als Clown und führe mich auf, als käme ich geradewegs aus einem „Kindergarten“. Das überlasse ich gerne dem Pöbel von der roten, grünen oder der braunen Seite.

Ich bin elitär, nicht egalitär. Ich will keine Massen gewinnen, nichts „verkaufen,“ geschweige „überzeugen“, sondern Eliten formen, die zu führen verstehen. Persönlichkeiten, denen die Massen von ganz alleine hinterherlaufen, wie anno zu Hameln dem Rattenfänger.

Daher sind linke Methoden vollkommen ungeeignet.

Aber ich weiß, woher diese Forderung stammt: aus der Weißmannschen Schule und der KSA. Jugendlichen mag man derartigen Rabulismus noch nachsehen und man kann die pubertäre Gaudi sogar unterstützen, aber gerade die KSA beweist, dass mit solchen Methoden Konservative nicht zu „mobilisieren“ sind. Zu was überhaupt und warum? Zur Machtergreifung?

Weißmann behandelt das Konservative wie eine Ideologie. Das ist es aber nicht. Ich will niemanden vorschreiben, wie er zu leben hat. Ich bin ein Freiheitlicher, kein Ideologe. Ich will nicht den Staat okkupieren, sondern Einfluss in der Gesellschaft erlangen. Der Weg der Rechten geht nicht über die Straße, sondern über elitäre, lebenslange Männerbünde, wo jedes Mitglied einem anderen in einflussreiche Positionen hilft. Hier liegt die Schwäche der Rechten. Wohl auch deshalb, weil das nicht (mehr) in der Öffentlichkeit erfolgen kann, sondern heute der Kunst der Konspiration bedarf. Die Linke weiß genau, wo ihr Todfeind steht. In eingeschworenen Seilschaften, die sich gegenseitig zum Gipfel ziehen. Solange sich Konservative linker Methoden bedienen, laufen sie Gefahr sich lächerlich zu machen. Wirkung oder Einfluss generieren sie damit nicht, weil man mit diesen Mitteln die „Zielgruppe“ nicht erreicht. Das blendet Weißmann regelmäßig aus.

Gerade seine heiß geliebte „Konservative Revolution“ zeigt eindringlich, wohin eine „Querfront“ führt: auf direkten Weg vor ein standrechtliches Erschießungskommando. Die Brauen haben die Konservativen in Deutschland ausgerottet, den Rest erledigten die Roten. Das Schicksal von Edgar Julius Jung ist unvergessen.

Lieber Evolas Initiation, als Lenis „Was tun?“. Konservative gehen nicht auf die Strasse, sie bekämpfen die Strasse. Sie machen keine Revolution, sondern die Konterrevolution.

____________
[1] JUNGE FREIHEIT; Konservative müssen von Linken lernen.

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20 Antworten to “Elite statt Plebs”

  1. Meyer Says:

    Wenn man meint, sich aus der wirksamen Politik aus ästhetischen Gründen herauszuhalten zu können, wird man wie der russische Adel 1917 eines besseren belehrt werden.

    Wir leben mitten in einem Kampf um unser eigenes Leben und unserem Recht, es selbst zu gestalten. Wenn die Linken gewinnen, ist es aus mit den letzten Resten der Freiheit. Sie wollen uns erziehen, bevormunden, brechen – mit allen, wirklich allen Mitteln!

    Die Migrantiererei ist nur ein Mittel der Linken in diesem Kampf. Ein Mittel, das zwar früher oder später ihre Erfinder fressen wird. Aber „uns“ wird es bis dahin nicht mehr geben.

    Wir müssen uns wehren. Aber sicher nicht mit dem Pippifax der Polit-Clowns von Links.
    Für diesen Pippifax haben wir jetzt schon keine Zeit mehr übrig.

    • Mcp Says:

      Was hätte der russische Adel denn tun sollen? Demonstrieren?
      Der Adel hat getan, was er tun musste: Als Weiße gegen die Roten zu kämpfen. Er hat die Konterrevolution organisiert. Er hat verloren, das liegt aber schlicht daran, dass Eliten immer Minderheiten sind, die im Zweifel dem Massenansturm unterbelichteter Zombis nicht gewachsen sind.

      Stalin hat Hitler nicht besiegt, weil er besser war, sondern 60 Millionen Deutsche gegen 220 Millionen Russen antraten. Mein Großvater hat von Rückzügen berichtet, die einzig aus Munitionsmangel stattfinden mussten. Der Russe hatte mehr Menschen, als die Deutschen Patronen. Das mag eine Legende sein, aber sie bezeichnet einen Urglauben der Aufklärung: Quantität schlägt Qualität. Demokratie ist die Herrschaft der Quantität, anders Mehrheit genannt.

      Zur „Ausländerei“ nehme ich anderes Mal Stellung. Du hast mich herausgefordert.

      • Meyer Says:

        Ja: Kämpfen.

        Entweder:
        Als EFFEKTIVE Konterrevolutionäre – als Offiziere und Führer – aber: IM DRECK, MIT DER WAFFE IN DER HAND und VON VORNE und nicht mit weißen Handschuhen von hinten in der Stabsstube oder im Pelzmantel auf dem Pferde, während die Bauernsoldaten erfrieren. – Keine Chance. Und ich weiß nicht einmal, ob ich einen Sieg dieses Adligen (dem Adligen) gewünscht hätte (allen anderen Menschen natürlich schon).

        Oder:
        Als WEISSE REVOLUTIONÄRE.

        Und genau darauf wollte ich hinaus. Wenn eine Revolution ausbricht, stimmt etwas Strukturelles nicht. Das muß behoben werden! Da reicht ein operativer Sieg nicht aus. Und es wird dann behoben sein, wenn die Erfordernisse der erfolgreichen Kriegsführung die Gesellschaft nachhaltig verändert haben. Jede „konservative“ Gesellschaftsordnung basiert auf dem letzten erfolgreichen existenziellen Krieg und eben nicht auf der für zukünftige Kriege erfolgreichen.

        Ob ich ein weißer Revolutionär bin, der die notwendigen Veränderungen selbst einführt, oder ein EFFEKTIVER Konterrevolutionär, der alles handeln konsequent am Sieg ausrichtet und bereit ist, jede heilige Kuh zu schlachten, steht sich gleich.
        Das Alte ist automatisch mit jeder Revolution gestorben, auf nimmer wiedersehen. Nach dem Gesetz des bellum omnium pater est, wird die neue Gesellschaftsordnung den Geist der Konterrevolution oder der weißen Revolution in sich tragen. Natürlich nur, wenn sie erfolgreich ist. Sonst den Geist (oder Ungeist), der die Revolutionäre erfolgreich macht.

        Also: ALLES MUSS getan werden, um zu gewinnen. Vor allem vom hohen Ross herabsteigen. (Das galt früher für den verkommenen russischen Adel, heute für das faule, bequeme und feige Bürgertum, dem ich selbst angehöre und von dem ich profitiere.)

        Die Revolutionäre hatten übrigens auch deswegen eine Chance, weil die russischen Adeligen und Großbürger, wie in Frankreich hundert Jahre zuvor, „asoziale“ Despoten waren. In Deutschland gab es so etwas überhaupt nicht.
        Die Machtbasis ist denen weggebrochen, nämlich die Unterstützung von unten aus der Notwendigkeit ihrer Funktion. (Ich brauche keinen mit R3 besoldeten Richter, wenn dieser keinen Rechtsfrieden schafft.) Der Grund ist weggefallen, warum sie zur Elite wurden. In Deutschland damals lag es völlig anders. Weder Adel noch Großbürgertum waren asozial und sie hatten eine Funktion, die ihren Elitenstatus rechtfertigte. Das ist ja alles kein Zufall, daß in Rußland und Frankreich und Polen die Revolutionen erfolgreich und brutal waren, in Deutschland aber nicht!

        (Mit linken Pippifax meine ich Demonstrationen aller Art. Die Schweigemärsche für die getöteten ungeborenen Kinder meine ich ausdrücklich nicht.)

        Zum zweiten WK: Stimmt.

        Und noch ein PS: Ich bitte darum, die „Herausforderung“ nicht allzu persönlich zu nehmen. Mir geht es nur darum, festzustellen, daß es Bürgerlichkeit nur geben kann, wenn die Bedingungen dafür vorhanden sind. Die Bedingungen kann weder der Bürgerliche mit Bürgerlichkeit erkämpfen noch erhalten, da die Mittel dazu gänzlich unbürgerlich sind: Macht und Gewalt. Die Bürgerlichkeit ist der Nutznießer eines äußeren Friedens und einer inneren Ordnung, die er selbst nicht geschaffen hat. Das haben Kämpfer.

        Ein Teil der Bürgerlichkeit ist nur erhaltbar, wenn auf einen wesentlichen anderen Teil verzichtet wird.

        Noch etwas, gesprochen zum Katholiken. Münster (und mit ihm ganz Deutschland und Belgien) ist deswegen heute noch (teil-)katholisch weil zwei Dinge geschahen: Die Landsknechte waren den „Revolutionären“ (Protestanten) MILITÄRISCH überlegen und die Jesuiten gestalteten die GEGENREFORMATION. Das waren die beiden „Schwerter“ oder „Regimenter“. Der eine war ohne den anderen nichts.
        Weder heute noch zu einer Zeit ist und war es je anders. Man vergißt es in aller Bürgerlichkeit nur. Aus den Landsknechten entstanden die modernen Armeen. Die gute alte Ritterlichkeit in jeder Form war dahin.
        Und: Die Bibel war auf (lutherisch!-) deutsch in der Welt. Es mußte also auf diese neue Lage eine Antwort geben: Die hochgebildeteten Jesuiten, die die Dinge auf einem neuen Niveau bereinigten.

        Wir haben ein neues effektives Medium.
        Wir haben eine neue Art der Wirtschaft.
        Wir haben eine neue Art der erfolgreichen Kriegsführung.
        Wir haben eine Massenmigration apokalyptischen Ausmaßes.

        Kein Stein bleibt auf dem anderen. Versprochen.

        Erleiden oder handeln?

  2. Meyer Says:

    Nicht die Braunen haben die Konservativen ausgerottet. Sie haben sie bloß marginalisiert. Und zwar zu recht. Denn eigentlich haben sich die Konservativen zuvor selbst schon obsolet gemacht:

    1. Durch ihre Unfähigkeit mit den Roten fertig zu werden.
    2. Mit ihrer Unfähigkeit mit den Liberalen fertig zu werden.
    3. Und das alles wegen ihrer Weigerung die Massen an sich zu binden, aus Standesdünkel, sprich Standesekel. Statt dessen verharrten sie lieber im stoischen Elitarismus aus der seeligen Kaiserzeit. Die war aber vorbei. das verdiente Ende einer in unnötigen Elite, die die Zeiten der Zeit nicht erkannte.
    Und vorbei ist heute die Zeit der Bürgerlichkeit. Wenn wir sie nicht selbst beenden, beenden Linke und Einwanderer sie für uns.

    Von Tag zu Tag engen sie unsere Möglichkeiten ein. Und wir schauen zu. Das sind die Schritte, die uns fesseln, wenn auch der letzte Bürgerliche erkannt hat, daß man sich hätte wehren müssen, als die Zeit es noch zuließ. Eine Elite ist nur dann eine Elite, wenn der Plebs sie als solche akzeptiert. Dazu muß diese Elite: Beurteilen, Entscheiden und Führen und mit Beispiel voran gehen. Wozu sonst Elite. Einsiedlertum ist keine Elite.

    Alles andere auch nicht. Nicht Elite, sondern Elitenattitüde à la Salem: Die kenne ich zu genüge. Das ist der wirkliche Abschaum. Der schwimmt nämlich immer oben. Immer.

    • Mcp Says:

      Vergleiche einfach die Liste der Opfer des Röhm-Putsches mit der Liste ehemaliger Freikorpsführer in der Zwischenkriegszeit. Zwei Drittel davon endeten damals vor einem Erschießungskommando. Das waren in der Hauptsache Rechte und Konservative.

      Nach Stauffenberg haben die Nazis den Restbestand des Konservatismus in Deutschland exekutiert. Nicht vergessen ist auch die Weiße Rose und jene, die Umfeld des konservativen Widerstandes ums Leben gebracht worden.

      Hernach war nicht mehr viel mehr übrig, vom deutschen Konservatismus.

      • Meyer Says:

        Das ist unstreitig, völlige Zustimmung.

        Ich wollte zu bedenken geben:
        Wieso hatten die ehemaligen Freikorpsführer, Altkonservativen, Stahlhelmer, Jungkonservativen, KR.e nicht die MACHT, nicht die KRAFT, die anderen (sprich Kommunisten, Liberale und Nazis) zum Teufel zu jagen.

        Das war ihr eigener Fehler. Ein Herr Jünger fühlte sich halt in den warmen Salons der 20iger Jahre wohl.

        Wieso kamen die Nazis auf die Idee einer klein-„bürgerlichen“ SA? Warum nicht die Konservativen? Sie wollten eben das über die Zeit retten, was nicht zu retten war, was bereits 1914 nicht mehr ausreichte. Deutschland hatte seit 1871 kontinuierlich in einer friedlicher werdenden Welt gelebt und vergessen, was die Lehren von Scharnhorst und Gneisenau, von Roon und Moltke waren.
        Sie haben das Garde du Corps für unschlagbar gehalten. Dabei wäre bereits um die Jahrhundertwende dieses großartige Regiment bereits von einer einzigen MG-Gruppe mit zehn Mann geschlachtet worden.

        Und heute halten eine handvoll ungebildeter Paschtunen die gesamten Pseudosupermächte am Hindukusch in Schach.

        Wir leben schon längst in einer nachbürgerlichen Welt. Wie der preußische sich Adel im 19. Jhdt. zum Bürgertum wandelte, so muß sich das heutige Bürgertum zu dem wandeln, was morgen erforderlich sein wird. Oder eben nicht: Siehe 1917. Der Adel hat sich etwas von seiner Lebensweise behalten, das Bürgertum kann dies auch, wenn es „den Tiger reitet“.

  3. Meyer Says:

    Nochmal zum Abschluß:
    Wir Leben in einem großen Zeitenwandel, vergleichbar dem vom Mittelalter zur Neuzeit.

    Alle die glauben, sie seien die Elite, täuschen sich. Elite werden die sein, die den Mut aufbringen, das Alte zugunsten des Neuen aus dem Weg zu räumen. Der Weg des Aus-dem-Wege-Räumens gibt gleichzeitig die neue Gesellschaft vor.

    Entschlossenheit und Mut. Das sind die Elemente, aus denen die Elite gemacht werden wird. Immer und zu allen Zeiten.

    • moise trumpeter Says:

      Sind Sie sicher, dass Sie ein Konservativer sind? Die Zeitenwende die ein Konservativer befürchtet, ist eine, die mit dem Übergang von der Spätantike zum Frühmittelalter vergleichbar ist – also die Befürchtung eines aus der Dekadenz geborenen zivilisatorischen Zusammenbruchs.

      • Meyer Says:

        „Befürchten“? – Handeln! Darum geht es.

        Konservativ hin oder her. Die Konservativen, die „befürchten“handln nicht. Sie hoffen, daß andere handeln. Danke!

        Den Zusammenbruch können Sie nicht aufhalten, noch beeinflussen. Auch Sparta ging unter, in die Bedeutungslosigkeit. Unser heutiges System ist chancenlos. Was glauben Sie eigentlich, wird die amerikanische Inflation hier auslösen? Und die europäischen Staatsverschuldungen? Die Massenimmigration bei gleichzeitigem Abbau der Polizei? Aus Kostengründen!!! – Wer will diese Abwärtsspirale denn stoppen? Der Wohlstand entstand im Gefolge der Ingenieure. Wo ist der Nachwuchs?

        Frankreich, Schweden, Preußen waren die Gebilde, die aus dem Mittelalter hervorkamen. Das Ende des Mittelalters brach gewalttätig über die Menschen herein. Das gilt für jeden Zeitenwandel.
        Die Sioux hatten sich entschieden ihren Niedergang durch gewalt nicht so hinzunehmen und wurden durch eine ENTSCHEIDUNG vom friedlichen Ackerbau-Volk zu dem gefürchtetsten Reiter-/Krieger-Stamm Nordamerikas. Es war zwar zu spät und der Feind übermächtig, aber das zeigt den Weg. Alles andere bedeutet nicht nur den formellen sondern auch den materiellen Untergang.

        Rom und Sparta sind über ihre Wehrlosigkeit gefallen. Wir werden das auch. Der Untergang des Mittelalters dauerte 200 blutige Jahre.

        Viel Spaß!

      • moise trumpeter Says:

        Lieber Herr Meyer, wenn ich etwas „befürchte“ dann definiere ich ein Problem, seine Ursachen und seine Folgen, um anschließend mein Handeln danach auszurichten (entweder versuche ich das Befürchtete abzuwenden oder wenn nicht anders möglich mich darauf einzurichten), das impliziert keine Handlungsunfähigkeit. Ich habe übrigens nicht von meinen Befürchtungen geschrieben, sondern von denn die ein Konservativer für unsere Gesellschaft haben müsste – also wie ein Konservativer unsere heutigen gesellschaftlichen Probleme definieren müsste.
        Als geschichtlich versierten Menschen muss Ihnen bekannt sein, dass es in der Spätantike zu einem zivilisatorischen Zusammenbruch mit einem erheblichen Bevölkerungsrückgang kam, in dessen Folge zumindest im Westteil des ehemaligen Römischen Reichs die städtische Kultur zusammenbrach und sich völlig neue politische Einheiten auf Grundlage der Landnahme verschiedener ‚barbarischer Ethnien‘ bildeten, die ein viel niedrigeres zivilisatorisches Niveau als das Römische Reich hatten. Mir ist nicht ganz klar, inwiefern die Befürchtung das in Bälde eine ähnliche Situation eintreten könnte sich von Ihrer Problemdefinition unterscheidet, außer natürlich, dass sie implizit ist und ohne Ihr emotionals Pathos vorgetragen wurde. Insofern finde ich den vorwurfsvollen Ton, der von Ihnen angeschlagen wird, unangemessen.

        Es würde mich interessieren wie Sie konkret handeln möchten? Indem Sie mit Herrn Kubischek Günther Grass ärgern in der Hoffnung, dass die schlafenden konservativen Massen aufwachen?

      • Meyer Says:

        @ Moise Trumpeter

        Ich bitte das Obige nicht als Vorwurf, sondern eher als Provokation zu verstehen. Wenn ich Sie auch ansprach, so ging es mir doch um die so verbreitete Passivität unter „Konservativen“. Diese „Befürchtungen“ sind einfach nur Ausdruck der Unfähigkeit zum Entscheiden und Handeln. Mutlosigkeit, Faulheit, Unfähigkeit.

        Ihnen persönlich wollte ich das nicht vorwerfen, sondern Sie eher polemisch „fragen“ ob das für Sie auch zutrifft.

        @ Kassandra und Moise Trumpeter

        Moise Trumpeter, Sie haben es auf den Punkt gebracht. Sich entweder (1.) der absehbaren Entwicklung entgegenstemmen oder (2.) Evolas vielbemühten Tiger reiten, will sagen: Sich auf das Kommende einrichten.

        Was wird das kommende sein? Das ist wohl kaum zu beantworten. Aber zu beantworten ist die Frage nach dem Änderungsvorgang, nach dem Wie des Zeitenwechsels. Man muß wohl kein Prophet sein, um zu sagen, daß es in Gewalt, Armut, Verdrängung, Machwechsel einhergehen wird. Man beobachte doch mal das Verhalten der Polizei in einer „Gangsterhochburg“ in der Innenstadt. Jeder Radfahrer ohne Licht wird verwarnt. Die sich 30 Meter entfernt abspielende Schlägerei von Leuten, die bereits alle eine Vorstrafenregistereintrag haben, wird mit dem Rücken übersehen. Selbst das Parken in zweiter Reihe von einem Zuhälter in einem AMG-Mercedes auf der gegenüberliegenden Straßenseite wollen die Beamten einfach nicht zur Kenntnis nehmen. Und sie haben recht. Sie hätten keine Chance.
        Nach einer Massenschlägerrei keine einzige Festnahme, keine Feststellung von Personalien!!!
        Das sind ja nicht die einzigen rechtsfreien Zonen. Dazu gehören die Ghettos genauso wie die Schanzenviertel.

        Soviel zur Lagenentwicklung.

        Und nun zum Lösungsansatz:

        1. Entgegenstemmen:
        Der Staat hat kein Geld und der Staat hat längst aufgegeben. Das wars.
        Unter Aufgabe seiner westlichen Prinzipien, isoliert in der neoconservativen Weltordnung hätte man eine kleine Chance.

        2. Sich auf das neue einstellen. Das Neue wird in der Übergangsphase bedeuten, daß sich das Alte auflöst. In dieses Vakuum strömen Terroristen, Islamisten, Linksradikale. Aber noch vor allen anderen: Die organisierte Kriminalität, in einer bis heute unbekannten Brutalität und Dreistigkeit. Wie weit dies bereits in den Staatsdienst hereinreicht, will ich lieber nicht schreiben. Das steigert sich kontinuierlich. Wer sich aus diesen Verteilungskämpfen als Siegersystem etablieren wird, halte ich für fraglich. Ein Blick in die bereits untergegangene Welt, Libanon, Bosnien, Albanien, Kosovo, Mazedonien, Libanon, Westjordanland und Gaza, Somalia auch das Rußland Jelzins dürften wohl gute Hinweise geben. Die ethnisch und kulturell homogenen Staatsgebilde dürften wohl global die Hegemonialstellung einnehmen.
        Sich darauf wirksam vorzubereiten kann man kaum in der Öffentlichkeit schreiben. Ich kann Ihnen nur sagen: Ich wollte kein Bauer im ausgehenden Mittelalter gewesen sein.

        Ein Charismatiker ist (zum Glück?) nicht in Sicht. Veränderungen, die Erosion des Alten und die neuen Strukturen wachsen von unten. Es ist kein Zufall, daß auch rechte Parteien nur auf unterster Ebene Erfolge hatten, genauso sind die mafiösen Strukturen aus Kleinstrukturen erwachsen, über Familienclans.

        Und genau das ist wohl auch die Lösung: Wehrhafte Kleinstrukturen. Vielleicht ergänzend die Separation. Also beginnt die eigene persönliche Aufgabe damit, in seiner Umgebung die Menschen zu finden und mit ihnen in Gedankenaustausch zu treten, die ebenfalls nicht gewillt sind, sich in der Masse dem Opfergang auszusetzen. Man muß sein eigenes Schicksal in die Hand nehmen. Andere, vor allem der Staat, werden es nicht tun, sondern in seinen Rückzugsgefechten vielleicht sogar selbst gefährlich werden.

        Wer dies nicht oder nur halbherzig macht, sieht bloß mit stärkerem Bewußtsein dem entgegen was da kommt. Aber man wird seine Zukunft nicht selbst gestalten.

  4. Kassandra Says:

    „Entschlossenheit und Mut. Das sind die Elemente, aus denen die Elite gemacht werden wird. Immer und zu allen Zeiten.“

    Nicht nur Entschlossenheit und Mut sonder auch ein Fundament, Standhaftigkeit und Integrität gehören dazu. Und es fehlt an ALLEM.

    Man schwimmt und will nur seine Pfründe retten.

    • Mcp Says:

      Und aus Frauen, Kassandra, die Knaben gebären uns sie zu standhaften und integeren Männern erziehen.

      Wenn uns etwas fehlt, dann sind es solche Frauen.

  5. Meyer Says:

    @ Moise Trumpeter

    Alle „konservativen“ Ordnungen gründeten auf Religion und Krieg. Wenn die Menschen das naturgemäß vergessen und liberal und fett und dekadent werden, ist es mit dem Fundament der Ordnung vorbei.

    Ich selbst würde mich eher als Traditionalisten, denn als Konservativen beschreiben. Nicht, weil ich nicht konservativ wäre. Ich bin es durch und durch. Sondern weil Konservativsein heute bereits in der Mode ist. Jan Fleischhauer bezeichnet sich ja auch als konservativ, ohne es zu sein, freilich. Ich beschreibe mich im Gespräch treffender als „rechts“. Das schreckt alle Feiglinge gebührend ab. Wenn irgendwelche Attitüdenkonservative dann Angstreaktionen zeigen, lach‘ ich mir eins. So kann man langweilige und unbedeutende Typen direkt eintüten. Die wenigen, die sich nicht einschüchtern lassen, sind interessant, selbst wenn sie nicht konservativ oder rechts sein mögen.

    Und wenn Sie nicht wollen, daß IHRE Religion der Islam und ihr Krieg der Dschihad wird, dann sollten Sie sich beizeiten überlegen, wie dem zu begegnen ist. Und ich denke, die Zeit ist jetzt. „Befürchten“ heißt ANDERE denken und handeln lassen zu wollen. Was ist daran konservativ oder elitär. Etwas zu befürchten oder beklagen ist das Wesen der apathischen, der inaktiven, der passiven, der ertragenden Menschen. Diese stellen niemals eine Elite dar.

    @Kassandra
    Standhaftigkeit und Integrität würde ich als Unterkategorien von Mut fassen. Auch das Fundament ist der Mut – oder hier besser die Tapferkeit – selbst. Und Entschlossenheit ist dies wohl auch.
    Ich wünsche dem Mut eine gehörige Portion Skepsis an die Seite gestellt.

    Schwimmen und Pfründe retten. Was unterscheidet uns denn von denen? Noch nicht viel, oder?

  6. Kassandra Says:

    „Was unterscheidet uns denn von denen? Noch nicht viel, oder?“

    Wenn ich darüber nachdenke, muss ich zugeben, dass Sie recht haben.
    Ich habe inzwischen die Erkenntnis gewonnen was da alles schief läuft und worauf es hinausläuft. Ich zerbreche mir den Kopf was ich als kleines Licht dagegen unternehmen kann. Ausser im Bekanntenkreis zu meiner Einsicht zu stehen und immer wieder anzuecken, auch wenn ich versuche meine Meinung moderat zu verpacken, fällt mir nicht viel ein.
    Es ist doch so, dass es viele Menschen gibt, die so denken, aber allen geht es genauso und alle warten auf einen Charismatiker der sich traut und die Angelegenheit in die Hand nimmt. Das kann aber auch ein Schuss ins Knie sein, siehe Weimarer Republik und die Folgen.

    Es bleiben viele Fragezeichen.

  7. templarii Says:

    Hi, von Kairos empfohlen, melde ich mich. Die Zeit kommt und unterschätzt die genetischen Veranlagungen. Es gab schlimmeres. Also, konkret, was wollt ihr tun. Machtmenschen gibt es genug, die warten. http://www.antifeminismus.ch

    Templarii – recognoscere.wordpress.ch

  8. Templarii Says:

    Noch mein Senf zu dem Thema,

    „der Zusammenbruch“ ist immer aus einem Blickwinkel gesehen, ein Zusammenbruch. Tatsächlich ist die Kontinuität der Gesellschaft eher eine Historische Feststellung. Weder um 1800 noch um 1850 oder 1900 konnte man von einer einzigen Gesellschaftlichen Kontinuität reden. Im Grunde war es ein ständiges Wechselspiel von Veränderungen, Verbesserungen, Rücknahme von Veränderungen, Restaurationen und und und.

    Im Moment hysterisieren viele, das nützt nicht viel. Trotz der Islamisierung soll man nicht vergessen das es knapp 65 Millionen Deutsche gibt, von denen 1/4 im Wehrfähigen Alter und Geschlecht ist. Die Kultur ist nicht untergegangen, sie ist immer noch da nur „musste sie nicht offensiv gelebt werden“ wie zum Beispiel die Untergrundkulturen in der Sowjetunion. Das kommt aber jetzt immer mehr.

    Es werden neue Verbindungen kommen, neue Strukturen, neue Denkarten. Vieles ist schon von uns Gedacht worden. Man muss nur die Cyberpunk Bücher lesen. Da steht bereits sehr viel drinnen. Der „Neuromancer“ von William Gibson ist so ein prophetisches Buch. Natürlich auch viele andere wie die Geschichten in der Rollenspielwelt „Shadowrun“.

    Wie man sich organisiert ist bekannt, die Europäer haben nicht umsonst überall Burgen gebaut um sich vor gewalttätigen Angriffen anderer „Kulturen“ zu schützen. Wir sind lange Zeit europäische Bürger gewesen, inzwischen sind wir nur noch Bewohner oder Einwohner und Konsumenten. Die Europäische Burg gibt es nicht mehr, ABER wenn die Europäer es geschafft haben in schlimmsten Zuständen als Kultur zu überleben, dann werden es die Europäer schaffen in schlimmsten Zuständen als Kultur zu überleben.

    Die natürliche Selektion geschieht auch über Kulturen hinweg.. Das erste ist Vertrauen in sich selbst, denke ich.

    Templarii

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