Assange wird weggesperrt

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Gegen den Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks wird in Schweden wegen Vergewaltigung ermittelt. Nun stellte er sich der britischen Polizei.[1]

Vergewaltigung? Ein Vorwurf, mit dem man heutzutage jeden Mann binnen Stundenfrist monatelang wegsperren kann.

Man kann Assange wegen allem Möglichen anklagen, aber solche Klagen stehen auf juristisch wackligen Füßen. Bei Vergewaltigung braucht man keine Indizien, sondern bloß Behauptungen, siehe Kachelmann, um den Australier schnell aus dem Verkehr ziehen zu können, weil die Unschuldsvermutung als auch die Verhältnismäßigkeit in solchen Fällen praktisch außer Kraft gesetzt ist. Man kann es natürlich nie beweisen, aber wer dahinter keinen direkten Zusammenhang vermutet, ist einfach nur naiv gestrickt. Der Mann wird für lange Zeit hinter Gittern verschwinden. Egal aus welchem Grund.

Update: Genau das meine ich, wenn ich schreibe, dass „die Unschuldsvermutung als auch die Verhältnismäßigkeit in solchen Fällen (also Vergewaltigung resp. der Vorwurf einer solchen) praktisch außer Kraft gesetzt“ wird: Vergewaltigung auf Schwedisch.

Im Übrigen wird in dem Artikel auch klar, wessen Geschäft Assanage besorgt. Das der Linken und das der Gewerkschaften.

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[1] Vergewaltigungsvorwurf: Wikileaks-Gründer Assange in England verhaftet; WELT ONLINE.

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9 Antworten to “Assange wird weggesperrt”

  1. Benedikt Says:

    In früheren Zeiten gab es da ein Wort, welches mit „Schutz…“ begann.

  2. Don't care Says:

    Klar, es ist kinderleicht einem männlichen Zeitgenossen einen „Verstoss“ gegen die überall errichteten „GesslerInnen-HütInnen“ unterzujubeln. – Dafür ist die feministische InquisitionIn bei uns „im Westen“ schon viel zu mächtig. Die Apotheose der FrauIn nimmt immer grössenwahnsinnige Züge an. – Bin mal gespannt, wann Männer schon beim blossen Ansprechen unserer GöttInnenschaft schon mit einem Bein im Knast stehen. Viel fehlt ja fürwahr nicht mehr.

  3. Benedikt Says:

    Dass beim Vergewaltigungsvorwurf immer was hängenbleibt, hat meines Erachtens auch damit zu tun, dass mind. 99% aller Menschen insgeheim weiß, dass außerehelicher Sex anstößig ist.

    • Don't care Says:

      Soso ?? – Kann mich nicht erinnern, dass bei ausserehelichen Sex PraktizierendInnen etwas von einem Vergewaltigungsvorwurf zu hören war, geschweige, dass da was „hängen geblieben“ sein soll. – Im Gegenteil die FremdgängerInnen werden heutzutage sogar mit dem Auszeichnung „Mutige SprengerInnen patriarchaler, ehelicher Einengung“ geadelt.

      • Mcp Says:

        Aus Sicht der katholischen Sexualmoral hat Benedikt recht. Unrecht hat er, weil es mittlerweile auch den Tatbestand der „Vergewaltigung in der Ehe“ gibt. Das ist ein Absurdum, weil die Frau mit der Heirat dem Mann das Recht, sogar die Pflicht, zum ehelichen Beischlaf zwecks Nachwuchszeugung ausdrücklich einräumt. Das ist überhaupt der Sinn einer Ehe. Die Ehe gilt als nicht vollzogen, wenn die Frau dem Mann dieses Recht verweigert. Dann hat sogar die katholische Kirche keine Probleme damit, die Ehe aufzulösen. Solche kanonischen Entscheidungen gab es in Vergangenheit sogar dann, wenn die Ehe kinderlos blieb, weil die Frau unfruchtbar war. Ob das umgekehrt auch eine Frau einklagen konnte, weiß ich nicht. Vermutlich nicht. Die Ehe ist Vaterrecht: Das Weib verspricht Nachwuchs, der Mann die lebenslange Versorgung des Weibes, selbst dann, wenn er es verstößt. Die von „Männerrechtlern“ beklagten Unterhaltsverpflichtungen einer Geschiedenen sind ein Nachhall dieses Rechtes. Nicht nur dem Weib sollte es schwer gemacht werden, die Ehe zu brechen, sondern auch dem Mann.

        Vergewaltigung ist trotzdem ein außereheliches Problem, denn zeigt eine verheiratete Frau ihren Mann wegen Vergewaltigung an, dann ist die bürgerliche Ehe am Ende. Die Anzeige erfüllt, für mich, den Tatbestand des Ehebruchs. Das war, wenige Generationen zurückgedacht, noch ein todeswürdiges Verbrechen.

        Ein schlechtes Gewissen bleibt bei einem Seitensprung in einer festen Beziehung immer übrig: Es ist ein Treue- und Vertrauensbruch, gegenüber dem Partner. Egal ob Männchen oder Weibchen. Man bräuchte sonst keine feministische Bejubelung vor allem weiblicher Promiskuität und der Verniedlichung der daraus entstehenden Probleme.

        Noch immer stehen Gewalt und Tötungsdelikte, die aus Beziehungsproblemen resultieren an der Spitze jeder Kriminalstatistik. Das wird sich auch nicht ändern, weil die durch die Neuzeit geschändete Liebe der stärkste Trieb ist, der die Menschen unabhängig von seinem Geschlecht beherrscht. Liebe ist das, was uns antreibt und Treue ist seit Urzeiten ein Seitenstück der Liebe. Wer daran etwas ändern will, der wird scheitern, freilich nicht, ohne ein Massengrab des Leidens zu hinterlassen. Aber Massengräber sind eine Erfindung der Moderne, die wir entweder überwinden werden oder ihr zugrunde gehen.

      • moise trumpeter Says:

        Verstehe ich Sie richtig Mcp, Sie sind der Meinung, dass in der Vergangenheit, bei einem Antrag des Mannes, kirchenrechtlich die Auflösungen von vollzogener Ehen aufgrund der Unfruchtbarkeit der Frau gebilligt wurden? Das kann ich schwer glauben, können Sie das mit Quellen belegen?

      • Mcp Says:

        Nein, da habe ich mich wohl geirrt. Die Ehe ist unauflösbar.

  4. Assange wird weggesperrt « Mit elektrischer Feder | My Wikileaks Says:

    […] den Originalbeitrag weiterlesen: 15 – Assange wird weggesperrt « Mit elektrischer Feder   Ende Zitat/ Auszug Dieser Beitrag wurde unter Leaks abgelegt und mit aber-solche, […]

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