Thomismus II

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Wissenschaft kann es nur geben von dem, was ist: denn gewußt wird das Wahre, das mit dem Seienden zusammenfällt. [1]

Welchen Forschungsgegenstand hat, beispielsweise, Astrobiologie, außer der Vorstellung das Leben irgendwo anders tatsächlich existiert? Das ist kein Wissen sondern Glaube – folglich kann Astrobiologie, beispielsweise, keine Wissenschaft sein. Weite Teile der sogenannten ‚modernen‘ Wissenschaft beruhen auf reiner Fiktion oder sind einfach nur glatter Humbug. Er gibt keine Wissenschaft ohne empirische Grundlage.

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[1] Thomas von Aquino; Summe der Theologie; Gott und Schöpfung; I. Untersuchung; I. Artikel; (2)

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11 Antworten to “Thomismus II”

  1. Don't care Says:

    Das Humbug-Etikett Attribut kann man vielen der sog. Geisteswissenschaften anheften, sind sie doch meist ein geschwollener Nonsens, der auf zusammenhalluzinierten Prämissen oder erlogenen und längst widerlegten „Grundlagen“ hochgezogen wurde. – Das fängt mit dem ganzen „Sozio“-Mumpitz an und gipfelt in dem aktuell perfidesten und infamsten Lügenscheissdreck, nämlich dem Genderismus. –
    Überlegt man, wie viele Millionen da verbraten werden, wie viele grössenwahnsiningen „WissenschaftlerInnen“ daran herumonanieren, und vieviel Nachwuchs damit verblödet und verblendet wird, könnte man das grosse Kotzen kriegen.

  2. moise trumpeter Says:

    Eine Frage, da sie vom Fach sind: was ist der Forschungsgegenstand der Mathematik?

    • Mcp Says:

      Die Mathematik ist keine Wissenschaft, sondern eine Sprache. Die Meinung vertrete ich seit längerem.

      • moise trumpeter Says:

        Ja, da haben sie wohl recht, das ist eine sehr treffende Beschreibung des Problems Mathematik.
        Es würde mich allerdings interessieren welche modernen Wissenschaften Ihrer Meinung nach keine empirische Basis haben, da hier nach meiner Meinung weniger das Problem dieser Wissenschaften liegt. Deren Problem liegt eher darin, dass aus ideologischen Gründen eine unwissenschaftliche Herangehensweise umsichgreift und dass ihre Studentenzahlen über jedes vernünftige Maß ausgeweitet wurden.

      • Mcp Says:

        Uh! Da müsste man ganz von vorne beginnen.

        Physik beispielsweise, ist eine ehrwürdige Wissenschaft. Solange sie den Flug eines Pfeiles interpretiert.

        Aber!

        Folgt der Pfeil der Wissenschaft oder die Wissenschaft dem Pfeil?

        Spitzfindige Frage. Oder?

      • moise trumpeter Says:

        Hübsch, um mit dem Paradox umzugehen müsste man es (wissenschafts)historisch, erkenntnistheoretisch und wissenssoziologisch aufbröseln und dann ne lange Geschichte erzählen, die letztlich keine Antwort liefert. Und dis Problem hat man bei der Physik ebenso wie bei den Gender Studies. Also gar keine moderne Wissenschaft?

  3. Mcp Says:

    Gut erkannt. Wurmlöcher und Gender entbehren einer gemeinsamen Grundlage: der Empire, der Beobachtung. Sie sind reine Theorie, mithin reine Fiktion oder pure Spekulation.

    Ein englischer Langbogenschütze hat sein Ziel vor Newton, also vor der Erfindung der Physik, getroffen. Er brauchte die Wissenschaft schlicht nicht. Kathedralen wurden damals so gebaut, dass man ihre Statik heute noch nicht wirklich begreift.

    Grundlage aller menschlichen Werke, ist nicht das Wissen sondern die Weisheit. Die Erfahrung, nicht bloß der Zugang dazu. Wissen und Wissenschaft ist mögliche Voraussetzung zur Weisheit. Mehr nicht.

    Das es möglich ist zum Mond zu fliegen, wissen wir. Aber wer hat die Erfahrung, wie man das wirklich macht?

    Ein theoretischer Bogenschütze ist in der Praxis meistens ein großer Versager.

    • moise trumpeter Says:

      Ich kann Ihnen nur zustimmen – der Mensch kann die Metaphysik nicht lassen und wenn man Metaphysik ohne Metaphysik betreibt kommt letztlich die moderne Wissenschaft raus.

  4. Imrahil Says:

    Naja… man kann Wissenschaft betreiben, von dem, was ist: aber auch von den Eigenschaften, die etwas, sofern es ist, haben müßte (sofern Erkenntnis davon möglich ist). Denn diese sind. Und dergleichen. Man verwechsle Sein nicht mit Empirie.

    Mathematik ist, wenn man Verstand und Vernunft voneinander unterscheidet, die Wissenschaft des „unvernünftig“-:) d. h. alleine verstandesmäßig Erkennbaren. Hinter der leeren Menge braucht keine Wirklichkeit stecken (tut sie nämlich tatsächlich auch nur insofern, als sie halt von wirklichen Mathematikern definiert wurde), um herauszufinden, daß in Matrizen Zeilenrang gleich Spaltenrang ist.

    • Mcp Says:

      Den haben sie etwas überinterpretiert. 

      Ich sage lediglich das es keine Wissenschaft ohne Beobachtung und empirische Erfahrung geben kann. Denn das Erste ist die Beobachtung, erst das Zweite die Interpretation. Heute interpretiert oder spekuliert man und sucht sich die dazu passenden Beobachtungen. (Gender Mainstreaming, Stringtheorie ect.) Bei der Astrobiologie ist das besonders augenfällig. Sogar die Astrologie hat eine empirische Grundlage, deshalb ist Astrobiologie einfach nur Schwachsinn oder Beschäftigungstherapie für überzählige Akademikerinnen. Solche Nonsens-Fächer, eine empirische Beobachtung meinerseits, brauchen keine Frauenquote.

      Ein anderes Beispiel ist die Medizin. Hätte sich Paracelsus, der Vater der modernen Medizin, auf seine Beobachtungen beschränkt, wäre seine Werk um kein Stück unbedeutender, denn fast alle seine Theorien gelten heute als Quacksalberei.

      Die Tatsache, dass wir Gravitationslinsen beobachten, sagt nichts über den Wahrheitsgehalt der ART. Die Frage ist, warum wir überhaupt Erklärungen brauchen? Das ist beim näheren Hindenken ist dies keine Frage des Wissers, sondern eine des Glaubens, also eine Kulturfrage.

      Mathematik ist keine Wissenschaft ¬- außer sie nimmt sich selber zum Gegenstand – sondern eine Sprache. Ich wiederhole mich.

      Und vollkommen klar: Das Sein ist mehr als das Messbare, denn es umfasst die Offenbarung. Oder wie es ein deutscher Ingenieur formulieren würde: Kein System ist in der Lage sich selbst – vollständig – zu analysieren, somit ist jede Kopie ist „schlechter“ das Original. Wenn wir das – als Wissenschaftler – verstehen und es die Summe all dessen ist, was wir beobachten, dann ist die Tatsache des Lebens ein um so größeres Wunder. Das Leben ist die Offenbarung, die den Verstand übersteigt. Lieber Gott, jeder Thermodynamiker weiß es, auch wenn er sich der letzten Einsicht verweigert.

      Wissenschaft ist nicht dazu da, die Natur zu interpretieren. Marxismus ist kein Wissen. Wissenschaft ist dazu da, die Natur zu beobachten, sich Kenntnisse anzueignen und Fertigkeiten auszubilden. Wissenschaft, die zu nicht zur Weisheit führt, ist blanker Unfug. Er gibt viele, die etwas wissen, aber kaum jemanden, der etwas weis.

  5. Imrahil Says:

    Dann gäbe es auch keine Metaphysik. Aus der Wissenschaftsgeschichte heraus ist offenkundigt, daß dasjenige, worin das Seiende das Meßbare übersteigt, sich nicht nur auf das reine Offenbarungsgut beschränkt.

    Paracelsus‘ Theorien mögen Unsinn gewesen sein, aber hätte man ihm verboten sie aufzustellen, hätte er ganz gehörig weniger Spaß gehabt. (Und ja, das ist ein Argument.)

    Wissenschaft, die nicht zur Weisheit führt, ist keineswegs blanker Unfug. Daß sie nicht zur Weisheit führt, ist a) bedauerlich, b) liegt es an einer gewissen Beschränkung der Wissenschaft als solcher, c) an neben und außerhalb der Wissenschaft gehaltenen Überzeugungen, die blanker Unfug sind. Das ändert aber gar nichts daran, daß das Wissen als Wissen ein Gut ist.

    Ich bin übrigens auch überzeugt, daß es echte weder axiomatische noch trivialgefolgerte mathematische Sätze gibt.

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