Mars Märchen

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Der Mars befindet sich noch in der habitablen Zone um die Sonne. Zwar gefriert im eisigen Marswinter Kohlendioxid, doch mit sommerlichen Tageshöchsttemperaturen über dem Nullpunkt ist der Mars fast eine zweite Erde. Für die Pionierzeit bieten die Marshöhlen Schutz. Alle notwendigen Ausgangsstoffe für eine Atmosphäre finden wir im Marsboden. Mikroorganismen könnten die Umwandlungsarbeit für uns erledigen. Ein wenig Treibhauseffekt könnte dabei wohl auch nicht schaden.[1]

Der Grund für die dünne Atmosphäre des Mars ist sein fehlendes Magnetfeld. Während das irdische Kraftfeld dafür sorgt, das die Sonnenwinde um die Atmosphäre herumgeleitet werden, treffen die Strahlungspartikel direkt auf die Marsatmosphäre und blasen ein Teil davon in den Weltraum. Kommt vom Mars nichts nach, zum Beispiel von den Polkappen, verliert er langfristig seine gesamte Atmosphäre. Die heutige „Luftdichte“ ist ein Gleichgewicht zwischen dem, was der Mars an Gasen verdampft und dem, was er an den Weltraum verliert.

Man könnte durchaus das CO2 an den Polkappen „thermonuklear“ verdampfen – **glucks** -und so eine dichtere Atmosphäre schaffen, dauerhaft wäre der Effekt aber nicht. Eher würde mittelfristig das Gegenteil eintreten, weil der Mars so einen großen Teil seiner Gasvorräte quasi auf einen Schlag verlöre, die heute für die kontinuierliche Ergänzung seiner dünnen Atmosphäre sorgen. Man kann ein Gleichgewicht dramatisch stören, aber sich selbst regulierende Systeme suchen sich spontan neue Stabiltätsinseln und ich sehe nicht, wie man die Dichte der Marsatmosphäre (Treibhauseffekt) dauerhaft erhöhen kann. Denn auch der „Treibhauseffekt“ ist kein Perpetuum mobile.

Zudem besteht die Lufthülle des rostenden Planeten aus 95 Prozent „Treibhausgas“, nämlich dem „berüchtigten“ CO2, welches auf der Erde nur in Spuren vorkommt. Woher man da noch mehr „Treibhauseffekt“, außer über die Dichte, nehmen will, bleibt das Rätsel der „Terraformer“ und „Klimatologen“. Von den dazu benötigten Energiemengen und Ressourcen ganz zu schweigen.

Das Ganze ist eher schlechte Science-Fiction, denn seriöse Wissenschaft. Moderne Märchen, die sich überzählige Akademiker auf gut dotierten Pöstchen ausspinnen und die man abends den Kindern zum einschlafen erzählt.

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[1] Mars: Der zauberhafte Angstplanet; Wissenschaft.

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2 Antworten to “Mars Märchen”

  1. Don't care Says:

    Sie können’s eben nicht lassen. Nachdem sich die Venus, noch in den 50-gern zu einem Dchungelplaneten, mit karbonähnlicher Flora und Fauna fantasiert, als veritabler Höllenplanet entpuppte, wird sich in den kleinen frostigen, kümmerlichen „Bruder“ der Erde verbissen. – Die x-und x-igste „sensationelle“ Entdeckung von Wasser und der noch „ominösere“ Nachweis v. Methan in der Marsatmosphäre ist die aktuellste W.xx-Vorlage für die Leben-auf-demMars-Masturbatoren.
    Hinzu kommen die überspannten Terrafrorming-Phantasien von Untergangsapologeten, die den Mars zu einer Art „Rettungsinsel“ für eine v. der pöhsen Menschheit ruinierte Erde verklären.

    Dieses Amalgam aus romantischen, Scifi- und Untergangs-Mythen bildet immer wieder das Futter für die periodisch wiederkehrende „Der-Mars-lebt“, oder „Auf-zur-Mars-Kolonie-Hype“ in den Medien.

    • Mcp Says:

      Der Skandal ist, dass so etwas unter Wissenschaft firmiert und tatsächlich an Universitäten etabliert ist. Aber klar, es geht um die Verfestigung genau der Paradigmen, die Du beschreibst. Dazu ist kein Märchen zu blöde. Der Mars ist nur Staffage.
      Im Mittelalter hat ein gewisser Tetzel genau die selben Untergangsmythen an die Wand gemalt und reichlich Ablass kassiert. Im Grunde ist es die gleiche Masche, nur das kein Heiland mehr die Seele erlöst, sondern allein die „Wissenschaft“ Rettung vor diversen Untergängen verspricht.

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