Versäumte Entsozifizierung

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Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde Thälmann verhaftet und nach mehrjähriger Inhaftierung 1944 im Konzentrationslager Buchenwald ermordet. [1]

Erschossen, nicht ermordet. Die JF huldigt wieder mal kommunistischen Paradigmen. Zum Mord gehört hierzulande der ‚niedere Beweggrund’.

Thälmann hätte einen Prozess verdient und es spricht Bände, dass sich die Nazis nie dazu durchringen konnten, ihn rechtmäßig zu Tode zu bringen. Er war ein bolschewistischer Aufrührer, der den roten Terror huldigte, der Menschen auf dem Gewissen hatte (Hamburger Aufstand) und der noch mehr auf sein Gewissen geladen hätte, wäre er zur Macht gekommen. Der rote Terror Thälmanns hätte sich wenig vom nazistischen Toben unterschieden. Das ihm die Nazis den Prozess verwehrten hängt wohl damit zusammen, dass sie und ihre Methoden wohl selbst auf der Anklagebank gelandet wären. Die Ähnlichkeit zwischen Nazismus und Kommunismus ist schon frappierend.

In der sächsischen Provinz wimmelt es von Thälmann Denkmälern an Orten, die der Kommunistenführer vermutlich nicht einmal dem Namen nach kannte. Dass der Thälmannkult hierzulande ungebrochen ist, hängt mit der Kontinuität des politischen Personals zusammen. Auf der kommunalen Ebene regierten die Genossen munter weiter. Das tun sie bis heute. Im Osten gab es nach der Wende keine durchgreifende Entsozifizierung. Dank Kohl und Konsorten.

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[1] JUNGE FREIHEIT – Wochenzeitung aus Berlin: Ort in Sachsen-Anhalt will Thälmann-Denkmal wieder aufstellen.

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