Amerikanisches Doppelspiel?

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Die ägyptische Opposition, die seit Tagen Massenproteste gegen die Regierung organisiert, soll seit Jahren von den USA im Rahmen des Programms für Demokratieförderung finanziert worden sein.

Das meldete die Agentur AFP unter Verweis auf die norwegische Zeitung Aftenposten, die sich wiederum auf die Enthüllungsplattform WikiLeaks beruft.

Den Angaben zufolge hatte die United States Agency for International Development (USAID) vor, 2008 ägyptischen Oppositionsorganisationen 66,5 Millionen US-Dollar und 2009 weitere 75 Millionen Dollar zu überweisen. Präsident Hosni Mubarak, der seit 30 Jahren in Ägypten regiert, habe diese Hilfe als Gefahr für die Stabilität im Lande betrachtet.[1]

Wollen wir hoffen, das in einem Land, in dem fast die Hälfte aller Einwohner über 15 Jahre weder lesen noch schreiben kann [2], auch jeder versteht, was Demokratie und Freiheit bedeutet oder ob der Widerstand gegen das autokratische Regime Mubaraks doch nur wieder von einer kleinen urbanen Oberschicht getragen wird, die, wenn die politischen Verhältnisse genügend destabilisiert sind, von islamischen Fundamentalisten hinweggefegt wird. Eine islamische Republik Ägypten braucht wirklich niemand. Am allerwenigsten die koptischen Christen.
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[1] Krawalle in Ägypten: Opposition soll Geld aus USA erhalten haben | Politik | RIA Novosti.

[2] Welt auf einen Blick; Alphabetisierung

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