Soldaten – ein Übel der Jetztzeit

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Auf der Suche nach üblen Ritualen, die der Verteidigungsminister angeordnet hat, würde man bei der Politik schnell fündig werden. Seit Aufstellung der Bundeswehr wird jeder Verstoß gegen die Prinzipien der Inneren Führung als Staatsaffäre behandelt. In den ritualisierten Kampfspielen geht es dabei selten um grundlegende Probleme der Armee, sondern um die Fortsetzung der Parteipolitik mit anderen Mitteln.[1]

Das Übel der Neuzeit ist der „politische Soldat“. Ein Soldat also, dem durch eine „Innere Führung“, durch Führungsoffiziere oder Komissare ein politisches Bekenntnis abgezwungen wird, der für eine „Idee“ kämpfen soll, die ihm gelinde gesagt am Hintern vorbeigeht. Es spielt dabei keine Rolle ob er sein Leben für die „Demokratie“, den „Nationalsozialismus“ oder den „Kommunismus“ in die Waagschale werfen soll. Keine Idee ist den Einsatz des eigenen Lebens wert.

Ein Krieger ist ein Handwerker, ein Schlosser, den man ruft, wenn eine Wasserleitung leckt. Oder jemand, dessen Familie in Gefahr gerät. Ein wahrer Krieger hasst nichts mehr als Politiker.
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[1] JUNGE FREIHEIT ; Der einsame Soldat

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