Archive for the ‘Aktuell’ Category

Vergesst die Reeperbahn

September 3, 2010

Die Hamburger Polizei rechnet für das Wochenende offenbar mit linsextremistischen Ausschreitungen. Anlaß ist das ab Sonnabend stattfindende sogenannte Schanzenfest, zu dem traditionell zahlreiche gewaltbereite Linksextremisten, aber auch Krawall-Touristen erwartet werden.[1]

Vergesst die Reeperbahn. Wer einen Blick auf den urbanen Abschaum einer Millionenstadt werfen will, der sollte das Hamburger Schanzenviertel  besuchen. Längst sind dies nicht mehr die Nutten und Zuhälter, sondern die „Bambule“, die sich regelmäßig austobt, um auf ihr obskures Existenzrecht aufmerksam zu machen.  Vorzugsweise dadurch, dass man versucht, „Bullen“, Autos und Mülltonnen in Brand zu setzen. Ich weiß von was ich schreibe, habe ich doch viele Jahre gerade gegenüber des urbanen Wahnsinns gelebt und gearbeitet. Wer glaubt, die 68iger wären alte Greise ohne geistige Nachkommenschaft, der wird im Hamburger Schanzenviertel, Wohn- und Schlafort der Hamburger Studentenschaft, eines Besseren belehrt. Das Milieu lebt und gedeiht.

_____

[1] JUNGE FREIHEIT; Schanzenfest: Hamburger Polizei erwartet Ausschreitungen.

Zu Kreuze gekrochen

November 27, 2009

Bei der Verleihung des hessischen Kulturpreises hat sich der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) bei dem muslimischen Autor Navid Kermani für die Irritationen um die zeitweilige Aberkennung des Preises entschuldigt. Die Kommunikation mit Kermani sei nicht gelungen gewesen.

Quelle : WELT ONLINEHessischer Kulturpreis 2009: Roland Koch entschuldigt sich bei Kermani

Wer immer am Islam Ähnliches auszusetzen hätte wie Kermani am Kreuz, der die „Kreuzideologe“ – schon das Wort eine Beleidigung des christlichen Glaubens – als „Gotteslästerung und Idolatrie“ bezeichnet hatte, dem hätte man im arabischen Raum keinen Preis zuerkannt, sondern die Gurgel durchgeschnitten. Auf derlei „Gotteslästerung“ steht dort die Todesstrafe.

Bei aller gegenteiligen Meinung aus dem katholischen Lager: Das jüngste Kruzifix-Urteil zeigt, das Leute wie Kermani den geistigen Boden dafür bereiten das Christentum zu stigmatisieren und aus dem öffentlichen Leben zu verbannen. Denn niemand interessiert sich heute noch für den Inhalt der Kritik, allein die Tatsache, dass man das Kreuz in derartiger Weise angreifen kann und dafür mit Preisen überhäuft wird, sich die Protagonisten sogar noch entschuldigen, wird im öffentlichen Bewusstsein haften bleiben. Wir tolerieren uns zu Tode.

Der feministische Tanzbär – eine Analogie

November 13, 2009

Früher hat man einen Bären das Tanzen dadurch beigebracht, dass man die Füße der armen Kreatur solange mit Feuer traktierte, bis er auf ein bestimmtes Kommando hin auch ohne solche Torturen tanzte.

Tierschützer allerdings sind davon weniger erbaut, weil diese Art der Tierhaltung den natürlichen Bedürfnissen der Tiere nicht gerecht wird und sie quält. So fordern sie für jedes Lebewesen, das in menschlicher Gesellschaft lebt, eine artgerechte Tierhaltung.

Niemals kämmen sie auf die absurde Idee, ein Tier nach biologischen und sozialen Merkmalen zu unterscheiden: Zirkuspferd, Rennpferd, Reitpferd, Ackergaul. Ein Tier ist Tier und soll möglichst unter „natürlichen“ Bedingungen leben, so also, wie es seiner Art entspricht.

Was den Tierschützern missfällt, gilt anderen als Fortschritt. Nicht beim Tier versteht sich. Nur beim Menschen. Dort heißt das neue Zauberwort „Gender“. Es zerlegt den Menschen in ein biologisches und ein soziales Wesen und man behauptet nun, dass man einem sozialen Wesen unabhängig von seiner biologischen Natur allerlei Kunststücke andressieren kann, ganz so, wie man dem Tanzbären das Tanzen beigebracht hat.

Broder kandidiert für Vorsitz des ZdJ

Oktober 21, 2009

Henryk M. Broder will Präsident des Zentralrats der Juden werden. Das hat der Publizist in einem Beitrag für den „Tagesspiegel“ angekündigt. Im Falle seiner Wahl will sich Broder unter anderem dafür einsetzen, den Straftatbestand der Holocaustleugnung aufzuheben.

Berlin – Henryk M. Broder strebt die Nachfolge von Charlotte Knobloch an. Er bewerbe sich nach reiflicher Überlegung für das Amt als Vorsitzender des Zentralrats der Juden, schreibt der Journalist, der regelmäßiger Autor für SPIEGEL ONLINE ist, im „Tagesspiegel“. Der Verband sei in „einem erbärmlichen Zustand“, die Präsidentin scheine überfordert. Knobloch ließ am Mittwoch mitteilen, von ihr gebe es dazu keine Stellungnahme.

Quelle: SPIEGEL ONLINE; Publizist: Broder kandidiert für Vorsitz des Zentralrats der Juden

Das wird zumindest interessant und dürfte einige Diskussionen auslösen. Schon die harsche Art der Bewerbung ist – nun ungewöhnlich.

Mal sehen was passiert, wenn einige aus ihrer Schockstarre erwachen.

Antwort gesucht

Oktober 19, 2009

Nichts gegen unseren Gemüsetürken

Quelle: FAZ.NET; Deutsche Volkswirtschaft: Nichts gegen unseren Gemüsetürken


Während die FAZ den von Sarrazin geschmähten „Gemüsetürken“ hochleben lässt, stelle ich mir die Frage warum Tante Emma dem Gül Aras weichen musste.  Kennt jemand die Antwort?

Dem Volk das Maul verbieten

Oktober 19, 2009

Die Stammtische haben ein Mitspracherecht

Quelle: WELT ONLINE;Sarrazin-Debatte: Die Stammtische haben ein Mitspracherecht

Es waren ja gerade nicht die „Stammtische“, die Sarrazin gedeckelt haben, sondern diejenigen, die normalerweise auf solche Runden medial und politisch eindreschen. Die Stammtische haben eben kein Mitspracherecht, weil man dem Volk nicht mehr aufs Maul schaut, sondern ihm schon wieder vorschreiben will, wie es zu denken hat und was es sagen darf. Einige Wenige wähnen sich wieder einmal – wie so oft in der deutschen Geschichte – im Besitze der allein seligmachenden Wahrheit und legen Tabus über die negativen Folgen jener Politik, über die sie keine Diskussionen wünschen. Nicht aus „Gutmenschentum“, sondern aus purem Machtkalkül verbieten sie ihrem Volk das Maul, weil jedes ernsthafte Streitgespräch die fremden Interessen zu enthüllen droht, die nicht nur deutsche Politiker heute schamlos bedienen. Eine gehörige Dosis Moralin, so das Kalkül, verhindert jede sachliche Diskussion und lenkt ganz wunderbar von Thema ab. Der mittelalterliche Mob hatte den Pranger, der zeitgenössische ergötzt sich am SPIEGEL und der BILD.

Es gibt einen wunderbaren Artikel in der FAZ der die Hintergründe des „Skandals“ etwas näher beleuchtet und ein Schlaglicht auf das jämmerliche Bild wirft, welches die „vierte Gewalt“ heute bietet oder schon immer geboten hat: Kabale unter Bundesbankern.

Bruchrechnung – ich glaub das nicht!

Oktober 13, 2009

Die Klage, dass viele Schulabgänger nicht rechnen können, ist nicht neu. Seit 2005 sind hierzulande die Leistungen in Mathematik noch einmal dramatisch eingebrochen, wie Professoren jetzt monieren. Allerdings streiten die Experten darüber, wie dieser Zustand verbessert werden könnte. Quelle: WELT ONLINE; Mathematik oder das Leid mit den Zahlen

Wenn man weiß, dass seit 2005 die Leistungen im Fach Mathematik signifikant zurückgegangen sind, so ist der einfachste Weg zur Beseitigung dieser Misere der, dass man zu den Zuständen vor 2005 zurückkehrt. Denn irgendetwas muss man seitdem falsch machen. Ist diese einfache Logik für Experten zu hoch oder worüber streiten die sonst?

50 Prozent können keine quadratischen Gleichungen lösen, 70 Prozent kennen keinen Logarithmus, und 40 Prozent können einfache geometrische Zusammenhänge nicht erkennen. Auch die Kenntnisse in Bruchrechnen sind katastrophal“, bilanziert Sonar. „Uns wird zwar immer wieder vorgehalten, das Gejammer der Professoren gebe es schon seit Sokrates’ Zeiten. Aber dass Studienanfänger keine Bruchrechnung mehr können, ist neu.“ Quelle: ebenda

Zu meiner Zeit musste man wenigstens noch die Grundlagen der Differential- und Integralrechnung beherrschen, wenn man zum Studium zugelassen werden wollte. Anderes hatte man schon im ersten Semester keine Chance mehr dem Lehrstoff zu folgen. Die Bruchrechnung – ich glaube das einfach nicht -, hatten wir irgendwann in der fünften oder sechsten Klasse.

Wenn das so weiter geht, beherrschen die angehenden Semester in zwanzig Jahren nicht einmal mehr die „Prozentrechnung“ oder den Dreisatz.

Berlusconis Sexismus

Oktober 12, 2009

«Sie sind schöner als intelligent», hatte Berlusconi der Oppositionspolitikerin Rosy Bindi in einer Talkshow an den Kopf geworfen.

Quelle: NZZ Online; Italienerinnen protestieren gegen Berlusconis Sexismus

Die Dame hat den Witz nicht wirklich verstanden. Der war nicht sexistisch, sondern böse.

Späte Gerechtigkeit

September 30, 2009

Man kann die Reaktion hiesiger Kulturschaffender auf die Verhaftung von Roman Polanski eventuell mit dem Begriff der Verdrängung erklären. Heftig und auffallend gleichförmig klingt jedenfalls, was diese Leute seither geäussert haben. Alle schämen sie sich – für die Schweiz und ihr Vorgehen, versteht sich. Der Verband Filmregie und Drehbuch spricht von «Skandal». Schauspieler Gilles Tschudi empfindet «Schande». Und Filmer Christian Frei sagt: «Ich schäme mich in diesem Moment, Schweizer Bürger zu sein.»

Quelle: tagesanzeiger.ch; Die hysterische Polanski-Solidarität

Polanski ist ein Krimineller. Er hat sich einer gerechtfertigten Verurteilung durch Flucht entzogen. Schon deshalb. Er hat seinem Opfer Millionen dafür gezahlt, dass es ihm „verzeiht“. Dies alles sind keine Klischees, sondern nackte Tatsachen. Polanski hat sich nie gestellt. Er ist davongelaufen. Jedem anderen würde man solches Verhalten zurecht übel nehmen. Er soll seine Schulden gegenüber der Justiz bezahlen. Wie jeder andere Bürger auch. Die Verhaftung ist und mehr noch wäre die endliche Verurteilung des Kinderschänders eine heilsame Lehre für alle „Kulturschaffenden“, die heute offenbar glauben über dem Gesetz zu stehen. Anders lassen sich die Proteste und das berede Schweigen einer ganz speziellen Klientel nämlich nicht deuten.

Jubelnde Verlierer

September 27, 2009

Warum die CDU über des Wahlergebnis jubelt, bleibt ihr Geheimnis. Sicherlich deshalb, weil Merkel Kanzler bleibt.  Aber das wäre sie auch in einer großen Koalition geblieben , denn die SPD hat Rot-Rot + ausgeschlossen.  Die CDU hat verloren, ein Teil ihrer Stammwähler ist zur FDP gewechselt, ein großer Teil hat sicherlich nicht gewählt. Die Wahlbeteiligung sank auf ein historisches Tief. Am Ende der Ära Merkel wird die CDU wesentlich schlechter dastehen, als zum Ende der von Kohl.