Archive for the ‘Ausland’ Category

Ein schlechter Tag für die Christenheit

Februar 12, 2011

Vor der amerikanischen Invasion haben im Irak 1,4 Millionen Christen gelebt. Knapp die Hälfte ist mittlerweile geflohen. Weitere werden folgen. In Ägypten leben zur Zeit 8 Millionen Kopten. Mal sehen wieviele in ein paar Jahren davon übrig sind, wenn die von den USA so bejubelte Demokratie tatsächlich am Nil Einzug hält.

Schon bemerkt Christen, dass es überall dort, wo die sogenannte Demokratie aus Sicht der USA Fortschritte macht, es zuerst unseren Glaubensbrüdern an den Kragen geht?

„Neues“ von der Religion des Friedens

Februar 8, 2011

Hier prügelt ein aufgeputschter – islamischer – Mob drei Männer einer religösen Minderheit tot. Diesmal in Indonesien, nicht in Ägypten. Die Polizei schaut zu.

Nichts für schwache Nerven oder Kinder.

Wider dem Multikulturalismus?

Februar 8, 2011

Der Premierminister Cameron fordert, Staat und Gesellschaft müssten aufhören, fundamentalistische Minderheiten zu pflegen, die den westlichen Wertekanon nur eingeschränkt gutheißen. Das ist kein bloßer Appell, sondern wird praktische Konsequenzen haben.[1]

Was haben „fundamentalistische Minderheiten“ mit Multikulturalismus zu tun? Multikulturalismus entsteht durch Zuwanderung unter bewussten Verzicht auf deren Assimilation. Das hat mit ein paar fundamentalistischen Randgruppen nichts zu tun, sondern mit der Kultur von Zuwanderern insgesamt, ihren Ess-, Kleidergewohnheiten, ihrer Sprache, ihrer Geschichte und Literatur. Über kurz oder lang werden sich die Einheimischen anpassen und ihre Identität verlieren. Wenn das Tempo der Einwanderung so weiter geht, wird Großbritannien in Bälde mehr Einwohner haben als Deutschland. [3]

Cameron tut als wüsste er nicht, von was er redet. Er hat sicherlich Agricolas [2] Beschreibung der Romanisierung Britanniens gelesen. An den Methoden hat sich seit damals nichts geändert.

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[1] Großbritannien: Wider den Multikulturalismus; FAZ.NET.
[2] Cornelius Tacitus; The Life of Cnæus Julius Agricola
[3] FAZ; Mehr Briten als Deutsche vorhergesagt

Aufruhr der „Demokraten“?

Februar 5, 2011

Die Demokratie genießt am Nil kein hohes Ansehen. Schuld daran sind auch die westlichen Handlanger der Diktatoren.

Eine Umfrage des „Pew Research Center“ aus dem vergangenen Jahr deutet es an. Demnach soll nach Ansicht einer überwältigenden Mehrheit der Ägypter der Islam eine große Rolle in der Politik spielen. Dafür sprachen sich 95 Prozent der Befragten aus. An diese Aussage schließen sich weitere, durchaus beängstigende Äußerungen an. Denn 82 Prozent befürworteten den Demoskopen gegenüber die Steinigung von Ehebrechern, 77 Prozent sprachen sich für Peitschenhiebe oder Amputationen als Strafe für Diebstahl aus, und 84 Prozent stimmten der Ansicht zu, Muslime sollten mit dem Tod bestraft werden, wenn sie zu einem anderen Glauben überträten. Etwa ein Fünftel vertrat die Meinung, Selbstmordattentate gegen Zivilisten seien gerechtfertigt, um den Islam zu verteidigen.[1]

Die Demokratie westlichen Zuschnitts hat nicht nur in Ägypten einen schlechten Ruf, aber dies nur am Rande.

Obwohl man Umfragen mit Vorsicht genießen sollte, so zeigen diese Zahlen doch ganz eindeutig, in welche Richtung der Nil künftig fließt, wenn das autokratische Regime Mubaraks oder das seiner Nachfolger stürzt.

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[1] Ein Land in Aufruhr: Warum es die Demokratie in Ägypten so schwer hat; WELT ONLINE

Stunde der Konterrevolution?

Februar 2, 2011

Ägyptens Autokrat Hosni Mubarak lehnt sich zurück und lässt auf dem „Platz der Befreiung“, bislang Zentrum der Proteste, Regierungsgegner und bezahlte Prügeltrupps aufeinander losgehen. Auch das Militär greift nicht ein. Es könnte der Anfang vom Ende sein – für Mubarak oder den Umsturz.[1]

Wie im Iran scheint sich die Revolte auf eine kleine gebildete Mittelschicht zu stützen, die im urbanen Umfeld den Errungenschaften der Moderne frönt, die sich einen westlichen Lebensstiel zu eigen gemacht haben, die aber gleichzeitig weit weg von den Lebenswirklichkeiten des ägyptischen Hinterlandes ist. Wenn die westlichen Medien viel über die Macht des Internets schwätzen, so muss man einfach wissen, dass nahezu 50 Prozent der Ägypter Analphabeten sind, die also an den vermeintlichen Segnungen der Moderne gar nicht teilhaben können. Diese Menschen interessiert der Brotpreis mehr als die nächste Handy-Rechnung.

Wenn sich diese schweigende Mehrheit der Konterrevolution anschließt, dann ist der Spuk innerhalb weniger Tage vorbei.

Mit einer kommoden Militärdiktatur, welche die sozialen Ungleichheiten einebnet und für bisschen mehr Gerechtigkeit sorgt, könnten wir hierzulande viel ruhiger leben und wäre der Masse der Ägypter sicherlich besser gedient als durch quasidemokratische Experimente mit ungewissem Ausgang.

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[1] Aufruhr in Ägypten – Der Präsident schlägt zurück – Politik – sueddeutsche.de.

Amerikanisches Doppelspiel?

Januar 29, 2011

Die ägyptische Opposition, die seit Tagen Massenproteste gegen die Regierung organisiert, soll seit Jahren von den USA im Rahmen des Programms für Demokratieförderung finanziert worden sein.

Das meldete die Agentur AFP unter Verweis auf die norwegische Zeitung Aftenposten, die sich wiederum auf die Enthüllungsplattform WikiLeaks beruft.

Den Angaben zufolge hatte die United States Agency for International Development (USAID) vor, 2008 ägyptischen Oppositionsorganisationen 66,5 Millionen US-Dollar und 2009 weitere 75 Millionen Dollar zu überweisen. Präsident Hosni Mubarak, der seit 30 Jahren in Ägypten regiert, habe diese Hilfe als Gefahr für die Stabilität im Lande betrachtet.[1]

Wollen wir hoffen, das in einem Land, in dem fast die Hälfte aller Einwohner über 15 Jahre weder lesen noch schreiben kann [2], auch jeder versteht, was Demokratie und Freiheit bedeutet oder ob der Widerstand gegen das autokratische Regime Mubaraks doch nur wieder von einer kleinen urbanen Oberschicht getragen wird, die, wenn die politischen Verhältnisse genügend destabilisiert sind, von islamischen Fundamentalisten hinweggefegt wird. Eine islamische Republik Ägypten braucht wirklich niemand. Am allerwenigsten die koptischen Christen.
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[1] Krawalle in Ägypten: Opposition soll Geld aus USA erhalten haben | Politik | RIA Novosti.

[2] Welt auf einen Blick; Alphabetisierung

Einer muss nüchtern bleiben

Januar 12, 2011

Die russischen Ermittler hatten in ihrem am Mittwoch in Moskau vorgestellten Untersuchungsbericht ranghohen Vertretern an Bord der Maschine, darunter auch dem damaligen Präsidenten Lech Kaczynski, eine Mitschuld an der Tragödie gegeben. Im Cockpit sei durch den alkoholisierten polnischen Luftwaffenchef psychologischer Druck auf die Besatzung ausgeübt worden, woraufhin die Piloten sich zur Landung „unter nicht angemessenen Bedingungen“ entschieden hätten.[1]

Ja gut, neben den stets besoffenen Polen, hat der Bericht nicht die stets besoffenen russischen Fluglotsen erwähnt. Das ist natürlich eine Verhöhnung Polens.

„Einer im Land muß schließlich nüchtern bleiben“
Alexander Lebed; russischer General (1950-2002)

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[1] Absturzbericht: Kaczynski beklagt „Verhöhnung Polens“ – Ausland – FOCUS Online.

No sex with schweden chicks

Dezember 14, 2010

Die schwedische Justiz will Berufung gegen die Freilassung von Wikileaks-Gründer Julian Assange einlegen. Und pocht auf Auslieferung.[1]

Armer Assange. Das soll meinen Söhnen erspart bleiben. Daher: Alles, nur keine Schwedinnen.

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[1] Wikileaks: Assange droht jetzt die Auslieferung nach Schweden; WELT ONLINE

Keltischer Bettvorleger

November 23, 2010

Die grüne Insel, die nun Milliardenhilfe beantragt, gehört nicht zu den armen Staaten in Europa. Ganz im Gegenteil: Irland ist zu einem der reichsten Länder aufgestiegen. Doch mit der Bankenkrise und der Rezession stürzt das Land ab. Nun braucht es Finanzhilfe, die zum Teil von deutlich ärmeren EU-Staaten kommt.[1]

Der „keltische Tiger“, aufgepäppelt mit EU-Milliarden, endet erwartungsgemäß als Bettvorleger.

Die Iren sollten sich auf das zurückbesinnen, was sie wirklich beherrschen: die Schafzucht.

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[1] Keltischer Tiger in Not: Das reiche Irland hängt nun am Tropf ärmerer Staaten; FAZ.NET.

Benoit Mandelbrot gestorben

Oktober 18, 2010
Mandelbrot

Der Begründer der fraktalen Geometrie Benoit Mandelbrot erlag im Alter von 85 Jahren einem Krebsleiden. Er starb am Samstag in Cambridge.

Ruhe in Frieden.