Archive for the ‘Lebensrecht’ Category

Die Mär vom autonomen Menschen

Januar 19, 2011

Wer die Autonomie der Frau ernst nimmt, sollte alles unternehmen, Elemente der Fremdbestimmung – wie Druck von außen, finanzielle Notlage, Alleingelassenwerden – zu eliminieren, damit Frauen nicht zur Lösung zweiter Wahl greifen müssen.“ [1]

Das ist ein wirklich blödes Argument. Kein Mensch ist „autonom“. Von Mafiabossen abgesehen. Autonomie heißt „Selbstgesetzgebung“ und wo gibt es eine menschliche Gesellschaft, in der sich jeder seine eigenen Gesetze macht?

Niemand ist autonom, außer dieser stellt sich, wie ein gewöhnlicher Krimineller, außerhalb von Familie, Gesellschaft und Staat. Die Frau hat auf die Wünsche des Vaters genauso Rücksicht zu nehmen, wie umgekehrt der Mann auf die der werdenden Mutter und beide auf das werdende Kind. [2] Das gilt ganz genauso in allen anderen menschlichen Gemeinschaften und ausgerechnet bei einer Schwangerschaft soll das anders sein?

Der Sinn jeder natürlichen Existenz, nicht nur der des Menschen, ist die Zeugung und Erziehung von Nachwuchs. Es gibt keinen anderen, irgendwie höheren Sinn des Lebens. [3] „Seid fruchtbar und mehret euch.“ Aus die Maus.

Wenn eine Frau „autonom“ handelt, dann nehme ich es ihr einfach nicht ab, dass ihr die Kindestötung „schwer“ gefallen ist, dann handelt sie schlicht und ergreifend abgrundtief egoistisch, weil sie andere Interessen ignoriert. Dann verdient sie auch nicht, dass man ihre zur Kenntnis nimmt. Zumindest in der Mehrzahl der Fälle, von den wenigen abgesehen, bei denen eine medizinische Indikation oder andere widernatürliche Umstände vorliegen.

Der Mensch kann sich frei entscheiden, für sein Gewissen oder gegen dieses. Er darf aber nicht erwarten, dass seine Handlungen folgenlos bleiben. Fernab von jedem weinerlichen Getue um die Befindlichkeiten eines kindermordenden Weibes. Denn Abtreibung nenne ich Mord. Wer sich an Kindern vergeht, ob geboren oder ungeboren, der hat kein Mitleid verdient.

„Schatz ich liebe Dich, aber deine Kinder mag ich nicht.“ Was ist das denn für ein freudscher Beziehungsquark? Dann kann die Liebe nicht sehr groß sein. Wen sie nur ihre Lust befrieden will, dann kann sie das auch gerne woanders tun.

In dem Fall hielte ich es mit Schillers „Ritter Delorges“ aus seiner Handschuh-Ballade:

Da fällt von des Altans Rand
Ein Handschuh von schöner Hand
Zwischen den Tiger und den Leun
Mitten hinein.

Und zu Ritter Delorges spottender Weis‘,
Wendet sich Fräulein Kunigund:
„Herr Ritter, ist Eure Lieb‘ so heiß,
Wie Ihr mir’s schwört zu jeder Stund,
Ei, so hebt mir den Handschuh auf.“

Und der Ritter in schnellem Lauf
Steigt hinab in den furchtbarn Zwinger
Mit festem Schritte,
Und aus der Ungeheuer Mitte
Nimmt er den Handschuh mit keckem Finger.

Und mit Erstaunen und mit Grauen
Sehen’s die Ritter und Edelfrauen,
Und gelassen bringt er den Handschuh zurück.
Da schallt ihm sein Lob aus jedem Munde,
Aber mit zärtlichem Liebesblick –
Er verheißt ihm sein nahes Glück –
Empfängt ihn Fräulein Kunigunde.
Und er wirft ihr den Handschuh ins Gesicht:
„Den Dank, Dame, begehr ich nicht!“
Und verläßt sie zur selben Stunde.

___________
[1] KATH.NET – Katholischer Nachrichtendienst.
[2] Im Übrigen bewertet Thomas von Aquin das Recht des werdenden Kindes oder des geborenen Kindes höher als das Recht der Eltern auf Leben. Er verlangt Selbstaufopferung, sowohl von der Mutter, wie auch vom Vater, wenn das Recht von Kindern auf Leben in Gefahr gerät. Üblicherweise geschieht das bei Mutter vor und während der Geburt, beim Vater hernach.
[3] Das ist eigentlich falsch formuliert: Unser begrenzter Verstand begreift den Sinn des Lebens nicht, sodass manche daraus schließen, es gäbe keinen. Ich vergleiche das Argument mit in einen Biologen, der eine Bakterienkultur züchtet. Die Bakterien „begreifen“ den Sinn ihres Dasein auch nicht. Trotzdem hat sich eine schöpfende Intelligenz etwas dabei gedacht. Wir sind nur Bakterien in Gottes Petrischale.

Daumenlutschender Zellhaufen

September 10, 2010

In Irland soll dieses Video verboten sein, weil es ein zwei Monate altes Mädchen im Mutterleib zeigen soll. Zur Erinnerung: Bis zum dritten Monat dürfen solche daumenlutschenden „Zellhaufen“ – O-Ton von Abtreibungsbefürwortern – hierzulande straffrei abgetrieben werden.

Menschenrecht auf Abtreibung?

Dezember 11, 2009

Das Abtreibungsverbot in Irland steht am Mittwoch auf dem Prüfstand des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg. In der Großen Kammer des Gerichts soll über drei Fälle, in denen Frauen gegen die strengen irischen Abtreibungsgesetze geklagt haben, verhandelt werden. Laut irischen Presseberichten konzentriert sich die Verhandlung auf die Frage, ob die irische Gesetzgebung das „Recht auf Privat- und Familienleben“ der Betroffenen verletzt.

Quelle: kathweb Nachrichten; Menschenrechtsgerichtshof verhandelt über Abtreibung in Irland

Es gibt kein „Menschenrecht“ auf Abtreibung, schon deshalb, weil der Mann in den meisten Staaten gar kein Mitspracherecht in dieser Frage hat. Es betrifft also nicht „die Menschen“, sondern höchstens die Frauen. So etwas in die Menschenrechtscharta aufzunehmen, verstieße schon gegen die Präambel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, welche die gleichen Rechte für alle Menschen festlegt. Die Frage des Nachwuchses ist eben keine Frage der Frau sondern auch eine des Mannes, dem man durch das Abtreibungsrecht den Nachwuchs recht willkürlich verwehrt. Ich persönlich glaube das sogenannte „Frauenrechte“ gegen den Gleichheitsgrundsatz der Menschenrechtserklärung verstößt, weil die Belange der Männer ausdrücklich nicht berücksichtigt werden.

Folglich ist der Menschenrechtsgerichtshof schon aus diesen Überlegungen gar nicht zuständig, auch deshalb, weil Irland die europäische Menschenrechtskonvention unterschrieben hat und die diversen Bestimmungen national paragraphiert sind. Der Menschenrechtsgerichtshof ist eine hoch schädliche und überflüssige europäische Einrichtung und hebelt das nationale Bürgerrecht aus.

Der Begründung der Klage mit dem „Recht auf Privat- und Familienleben“ ist zudem makaber und zynisch.

Hans Harmsen und Pro Familia

September 30, 2009

Wer im deutschsprachigen Internet nach Hans Harmsen sucht, wird enttäuscht. Nicht einmal auf den Seiten von „Pro Familia“ und ihrem Wikipedia-Eintrag wird man fündig. Was deshalb merkwürdig ist, weil besagter Hans Harmsen bis 1984 Ehrenpräsident von Pro Familiawar. Das schamhafte Verschweigen des „Pro Familia“ – Gründers hat indes gute Gründe.

„Harmsen wird 1925 Leiter der „Arbeitsgemeinschaft für Volksgesundung“ (bis 1940 Geschäftsführer) und wird ferner 1926 leitender Arzt des Gesundheitswesens der evangelischen „Inneren Mission“ (heute Diakonisches Werk). Die Innere Mission war der wichtigste protestantische Träger von Einrichtungen für körperlich und geistig behinderte sowie alte Menschen. In der Situation der Weltwirtschaftskrise, die auch die Innere Mission finanziell vor Probleme stellte, prägte Harmsen 1931 den Begriff der „differenzierten Fürsorge“. Damit war praktisch der Schritt von der „quantitativen“ zur „qualitativen“ Bevölkerungspolitik getan. Fürsorgerische Leistungen sollten reserviert sein für diejenigen Personen, die auch im Wirtschaftsprozeß leistungsfähig waren, woraus sich der Wert des Menschen ergab. Darüber ließe sich dann auch eine „Höherentwicklung des Volkes“ erreichen. „Aufartung“ staatstragender, erblich wertvoller Familien durch die Beseitigung der „schädlichen Erbmasse“.“

Wie die Mehrheit im Zentralausschuß stimmte Harmsen dem Gesetzentwurf, der die Grundlage für das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ legte, zu (Harmsen, „Mitteilungen der Auskunftsstelle des Central-Ausschusses für Innere Mission“,1933). Eine eugenische Sterilisation wurde akzeptiert, Maßnahmen zur „Artreinigung“ bei geistig und körperlich behinderten Menschen – so einer der Vertreter der Inneren Mission – sollten sein:

1. die Verwahrung in Anstalten
2. die Sterilisation
3. Ehegesundheitszeugnisse
4. Meldepflicht bei Geschlechtskrankheiten
5. die Stärkung des „Erbgesundheitsgewissens“ der Bevölkerung.

Harmsen schickte Belegexemplare seiner Ansichten u. a. an Benito Mussolini und Adolf Hitler. Sein Schreiben an Hitler sprach eine eindeutige Sprache, wenn es hieß:

„Mit großem Interesse und aufrichtiger Freude habe ich im `Völkischen Beobachter´ die Berichte über die Tagung nationalsozialistischer Ärzte in Leipzig gelesen, die ein starkes Bekenntnis zur Notwendigkeit planmässiger bevölkerungspolitischer Maßnahmen enthielt.“

Das hat nach 1945 weder seiner Karriere geschadet, noch führte es zu einer Stellungnahme von kirchlicher Seite.

Quelle: SIMONE BARICH; Wer ist Pro Familia?; Hausarbeit im Fach Politikwissenschaften/Sozialpolitik an der Evangelischen Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe Bochum.

Interessant, wessen Geistes Kind eine Organisation ist, die nach eigenen Bekunden 77 Prozent aller Abtreibungsscheine in der Bundesrepublik ausstellt.

Ein Trauermarsch und sein Nachspiel

September 29, 2009

Elsa hat sich entschlossen die „Amadeu Antonio Stiftung“ anzuschreiben, um Klarheit darüber zu erhalten, wie sich die Ziele der Stiftung mit den Aufrufen zur linken Gewalt gegen friedliche Lebensschützer vertragen, die am vergangenen Sonnabend in Berlin trauernd durch Berlin zogen. Ihre Worte wohlüberlegt, wie immer. Es kann ja kein Zweifel darüber bestehen, dass die Losung „1000 Kreuze in die Spree“ und ihre militante Steigerung „1000 Christen in die Spree“ ein Aufruf zur Gewalt gegen Andersdenkende war, der im übrigen keinen einzigen Staatsanwalt dazu veranlasste, wegen „Volksverhetzung“ Anklage zu erheben. Es sind ja nur Christen gemeint, keine …

Die Proteste gegen den Schweigemarsch waren friedlich, wenn auch streckenweise laut. Darüber, welche Rolle die Präsenz der Polizei für die Friedfertigkeit der Gegendemonstranten spielte, kann nur spekuliert werden. Die Tatsache aber, dass Polizeischutz für friedliche Demonstranten überhaupt notwendig ist, zeichnet ein düsteres Bild über den Zustand der bundesdeutschen Zivilgesellschaft und ihr Verhältnis zu Andersdenkenden. Die sogenannte „Mut gegen rechte Gewalt“ ist nichts anderes als eine Rechtfertigung latenter linker Gewalt, gegen alle Regungen, die es wagen, sich dem politischen Mainstream entgegenzustellen. Da dies in den Massenmedien unreflektiert als „Zivilcourage“ gefeiert wird, ist über die Absicht der Mehrheit nicht zu spekulieren: Man will keine Diskussion, sondern einschüchtern und unterdrücken. Der Staat schickt Polizei, um die Andersdenkenden vor den „Krawalos“ zu schützen, die er mit Steuergeldern an seinem Busen nährt und päppelt. Perfider könnte die Botschaft der „Demokraten“ nicht sein. Man soll sogar noch dankbar sein.

Insofern, und die erste Reaktion der „Guten“ via Twitter beweist es, halte ich von solchen Briefen nicht allzu viel. Mehr als höhnische Häme wird es nicht bringen.

Allerdings, eine Botschaft enthält dieser Brief, die allerdings nicht in Worte gefasst ist: Ich lasse mich weder einschüchtern, noch lasse ich mir drohen. Ich fürchte mich nicht. Aus diesem Grunde werde ich es Tiberius gleichtun und mich dieser Aktion anschließen.

Mit Mafia-Paragraf gegen Lebensschützer

September 28, 2009

Der Wiener Anwalt und Rechtsvertreter des Gynmed-Ambulatoriums für Schwangerschaftsabbruch und Familienplanung in Wien-Rudolfsheim, Georg Bürstmayr, wird in den kommenden Monaten ein Auge auf das Landesgericht Wiener Neustadt haben. Dort startet bald der Prozess gegen Tierschützer wegen Bildung einer kriminellen Organisation laut Paragraf 278a StGB – und dieser Prozess ist laut dem Anwalt für den Umgang mit militanten Abtreibungsgegnern interessant.

„Sollten die Tierschützer tatsächlich wegen Paragraf 278a verurteilt werden, stellt sich die Frage, warum nicht auch längst gegen die militanten Abtreibungsgegner nach dieser Bestimmung ermittelt wird“ , sagt Bürstmayr. Eine allfällige Anzeige behält er sich vor: Denn das Vorgehen der „Lebensschützer“ entspreche den Tatmerkmalen des Antimafiaparagrafen in allen Punkten: „Sofern derParagraf nicht gegen die Mafia oder Menschenhändler, sondern gegen politische Gruppen verwendet wird, was prinzipiell zu hinterfragen ist.“
Quelle: dieStandard.at; Lebensschützer als „Mafia“

Wenn die Argumente ausgehen, verlegt man sich auf repressive Mittel und absurde Behauptungen, um den Widerstand zu brechen.

Man darf gespannt sein, wie die Sache weitergeht.

Heute: 1000 Kreuze für das Leben

September 26, 2009
Auf nach Berlin

Auf nach Berlin!

13.00 Uhr: Kundgebung am Neptunbrunnen
mit Albert von Thurn und Taxis, Paralympics-Siegerin Michaela Fuchs, Liedermacher Wolfgang Tost, Dr. med. Claudia Kaminski u.a.

14.00 Uhr: Marsch für das Leben
Demonstrationszug durch die Metropole zur St. Hedwigs-Kathedrale

15.00 Uhr: Ökumenischer Gottesdienst

Dunkle Kleidung erwünscht!
Für alle, die nicht kommen können: In dieser Zeit rufen wir zum deutschlandweiten Gebet auf!

Dominikanische Republik: Abtreibung verboten

September 23, 2009

In der Dominikanischen Republik wurde der Schutz des ungeborenen Lebens jetzt verfassungsrechtlich geschützt. Die von der Nationalversammlung zur Überprüfung der Verfassung der Dominikanischen Republik eingesetzte Kommission entschied sich am 17. September dafür, den Grundsatz, dass das Recht auf Leben von der Empfängnis bis zum Tod unantastbar ist, als Prinzip in der Verfassung zu verankern.

Quelle: ZENIT;  Dominikanische Republik bekräftigt Gegnerschaft zur Abtreibung

Ich bin mal gespannt, wie lange das Lebensrecht in der Verfassung bleibt. Diverse „Nichtregierungsorganisationen“ – wie Amnesty International – und einschlägig bekannte UN-Organisationen haben schon Gift und Galle verspritzt. Die Dominikanische Republik ist eines der ärmsten Länder der Welt und gegen „Budgeting“, wie die neuimperialistsche Einflussnahme auf nationale Souveränität neuerdings genannt wird, sicherlich nicht unempfindlich.

Gift und Galle

September 21, 2009

Pro Arbeitstag werden in Deutschland rund 1000 Kinder abgetrieben. Für ihr Recht auf Leben gehen Menschen mit weißen Kreuzen auf die Straße. Störaktionen sind angekündigt.

Quelle: KATH.NET; Marsch für das Leben’ am 26. September in Berlin

Die linke Presse spuckt schon Gift und Galle. Die „taz“ schreibt von einer Demonstration, die mittelalterlicher Büßerprozessionen erinnere und „Jungle Welt“ verbreitet die üblichen Lügen über die Ziele der hiesigen Lebensschützer. Natürlich darf auch der Hinweis auf die „militante Lebensrechtsszene“ in den USA nicht fehlen.
Dass sich auch „Pro Familia“ den „Gegendemonstranten“ aus der linksradikalen Ecke anschließen will, ist ein Skandal. Eine Organisation die eine ergebnisoffene Beratung von Schwangeren gewährleisten soll, ergreift Partei für die Abtreibung.

Das ist Mord, Jennifer!

Juni 29, 2009

Mit 16 schwanger:

Ihre Mutter reagiert wie erwartet. Du ein Kind, in deinem Alter? Das war für die Tochter nicht der Plan. Ihren Freund trifft Jennifer erst am nächsten Tag. Ihre Mutter ist dabei, als die drei sich zusammensetzen. Was wollt ihr jetzt machen? Jennifer will abtreiben, die Mutter lehnt ab. „Das ist Mord, Jennifer.“ Ihr Freund: Sagt nichts. Er ist mit der Situation völlig überfordert.

Unbedingt weiterlesen: Märkische Allgemeine; Wenn die Welt plötzlich zusammenbricht

Endlich mal keine Abtreibungspropaganda.