Archive for the ‘Reaktionäres’ Category

Nichts gelernt und alles vergessen

Februar 12, 2011

Es ist dem nicht viel hinzuzufügen:

They Have Learned Nothing, and Forgotten Everything

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Gruß nach Bozen

Februar 11, 2011

Die Südtiroler Landesregierung wird offiziell nicht an den geplanten Feierlichkeiten zur 150jährigen Einheit Italiens teilnehmen. Das teilte  Landeshauptmann Luis Durnwalder (SVP) nach einer Sitzung der Landesregierung mit. Sollte ein italienisches Regierungsmitglied dennoch teilnehmen wollen, tue er dies als Privatperson, sagte der SVP-Politiker.

Niemand könne von den Südtirolern verlangen, die italienische Einheit und damit Südtirols Loslösung von Österreich nach 1918 zu feiern. „150 Jahre Italien bedeuten für uns die Trennung vom Vaterland, die Angliederung an Italien, Faschismus sowie die Nachkriegszeit mit der Verweigerung der Selbstbestimmung oder die bewußt falsche Auslegung des Ersten Autonomiestatuts“, stellte Durnwalder klar.[1]

Immer standhaft, immer treu.

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[1] JUNGE FREIHEIT; Südtirol boykottiert Einheitsfeiern in Italien.

Ein Argument gegen die Weiberordination

Februar 5, 2011

Dass Politiker Ehefrauen und Schwestern haben, ist normal. Dass diese Frauen sich nun öffentlich über die Macht des Ehemannes als „Aphrodisiakum“ und Enthaarungsmethoden äußern, erregt dagegen die Gemüter in England.

Bisher waren Sally Bercow und Rachel Johnson der britischen Öffentlichkeit durch Zusatzhinweise auf ihre männlichen Anverwandten bekannt: Sally ist die Frau des britischen Parlamentspräsidenten („Speaker“) John Bercow, Rachel hat den ebenso semmelblonden Londoner Bürgermeister Boris Johnson zum Bruder. Doch beide Frauen sind jetzt aus dem Schatten getreten und haben mit persönlichen Bekenntnissen Aufsehen erregt.[1]

Frauen können selbst intimste Geheimnisse nicht für sich behalten. Das ist kein Vorurteil, sondern eine traurige Lebenserfahrung. Hier, in diesem Beispiel in der Presse, dort wird mit der „engsten“ Freundin getratscht. Die natürlich das Geheimnis, welches Frau ihr unter dem Siegel strengster Verschwiegenheit anvertraute, nicht für sich behalten kann.

Wie die Mutter, so die Tochter.

Trau niemals einer Frau, selbst wenn sie dein eigen Fleisch und Blut ist.

Frauen können sich offensichtlich noch immer nur über eine männliche Bezugsperson definieren. Der Feminismus hat diese Tendenz nur verstärkt, denn er hat kein eigenständiges Frauenbild hervorgebracht, vielmehr äfft das Weib nur dem Manne nach. Wo das nicht reicht, wird über halt Männer getratscht, vermutlich um das eigene Selbstbewusstsein aufzuwerten.

Niemals und ich meine niemals, würde ich mir von einer Frau die Beichte abnehmen lassen, selbst wenn diese bei Strafe der ewigen Verdammnis an ein Beichtgeheimnis gebunden wäre.

Immerhin, ein Gutes hat die Tratscherei. Jede Frau ist ein offenes Buch, weil sie nicht einmal ihre eigenen Geheimnisse für sich behalten kann.

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[1] Londoner Enthüllungen: Big Ben und Brazilian; FAZ.NET.

Provokationen I

Januar 25, 2011

Das Kreiswehrersatzamt der Frau ist der Kreißsaal.

Versäumte Entsozifizierung

Januar 6, 2011

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde Thälmann verhaftet und nach mehrjähriger Inhaftierung 1944 im Konzentrationslager Buchenwald ermordet. [1]

Erschossen, nicht ermordet. Die JF huldigt wieder mal kommunistischen Paradigmen. Zum Mord gehört hierzulande der ‚niedere Beweggrund’.

Thälmann hätte einen Prozess verdient und es spricht Bände, dass sich die Nazis nie dazu durchringen konnten, ihn rechtmäßig zu Tode zu bringen. Er war ein bolschewistischer Aufrührer, der den roten Terror huldigte, der Menschen auf dem Gewissen hatte (Hamburger Aufstand) und der noch mehr auf sein Gewissen geladen hätte, wäre er zur Macht gekommen. Der rote Terror Thälmanns hätte sich wenig vom nazistischen Toben unterschieden. Das ihm die Nazis den Prozess verwehrten hängt wohl damit zusammen, dass sie und ihre Methoden wohl selbst auf der Anklagebank gelandet wären. Die Ähnlichkeit zwischen Nazismus und Kommunismus ist schon frappierend.

In der sächsischen Provinz wimmelt es von Thälmann Denkmälern an Orten, die der Kommunistenführer vermutlich nicht einmal dem Namen nach kannte. Dass der Thälmannkult hierzulande ungebrochen ist, hängt mit der Kontinuität des politischen Personals zusammen. Auf der kommunalen Ebene regierten die Genossen munter weiter. Das tun sie bis heute. Im Osten gab es nach der Wende keine durchgreifende Entsozifizierung. Dank Kohl und Konsorten.

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[1] JUNGE FREIHEIT – Wochenzeitung aus Berlin: Ort in Sachsen-Anhalt will Thälmann-Denkmal wieder aufstellen.

Die Menschwerdung des Satans

Dezember 1, 2010

Der neuere Humanismus hat die leibliche, zuweilen grausame Hinrichtung eines Delinquenten, durch den sozialen Tod ersetzt, der manchmal sogar über das natürliche Hinscheiden hinausreicht, weil man Toten systematisch die Würde raubt.

Humaner wäre es, dem Verurteilen die freie Wahl zwischen einem Leben ohne Freiheit und Würde oder einem kurzen, schellen Tod zu lassen. Lieber Tod als Sklave sein: Der gewaltsame Tod kann auch ein Akt der Befreiung und der Vergebung zugleich sein, einer Vergebung, zu der sich der moderne Humanismus offenbar nicht mehr durchringen kann. Er redet auch über Tote schlecht.

Mich täuscht, das ist eine Bestialisierung des Strafgedankens, man tötet nicht mehr, man quält. Nicht körperlich, sondern seelisch und man versteckt die lebenslange Folter hinter dem Dogma der Resozialisierung, wohl wissend das die Gesellschaft den einmal Stigmatisierten nie mehr zur Ruhe kommen lässt.

Im Mittelalter war der Teufel kein Mensch, sondern ein Abstraktum, konnte das Schlechte den Menschen zwar verführen, war der Mensch selbst aber ein Geschöpf Gottes, gehörte er zum Guten, konnte ihm jederzeit Gnade erwiesen und Vergebung gewährt werden. Man fand nichts dabei, für eine Seele zu beten, auch wenn sie in der Hölle schmorte.

Der Humanismus verneint nicht nur Gott, er hat den Beelzebub vermenschlicht. Der Mensch ist nicht mehr nur aus „krummen Holz geschnitzt“ und Sünder allzumal, er ist vielmehr zur Ursache allen Übels, zum Zentrum des Bösen geworden. Zur „Bevölkerungsbombe“, zum „Menschenmüll“, zum „Zellklumpen“, zur „anthropogenen Ursache“ aller ultimativen Weltuntergänge, die uns Hollywood oder der „Club of Rom“ regelmäßig „offenbaren“.

Der moderne Humanismus hasst den Menschen, er will den „Neuen“. Er ist die Umkehrung der christlichen Botschaft, in der Gott Mensch wurde, um „den Menschen“ vom Bösen zu erlösen. Der neue, der gottlose Humanismus hat, metaphorisch, die Pforten zur Hölle gewaltsam aufgebrochen und Satan ist heraufgestiegen, um Mensch zu werden. Die christliche Welt abstrahiert das Böse und konkretisiert das Gute, die Aufklärung tut das genaue Gegenteil.

Dem biblischen Teufel ist Vergebung fremd. Das erklärt, warum man in säkularen, gottlosen Kulturen die subtile, lebenslange seelische Folter, dem kurzen Prozess vorzieht, letzteren sprichwörtlich „verteufelt“.

Das Licht der Welt

November 23, 2010

Ich freue mich für jedes Kindlein, dass es durch Kondome hindurch, wider jeglicher Abtreibungschemie oder jedem instrumentativen Wollen, zum ersten Schrei gebracht hat.

Es ist heute nicht ganz einfach, von einer Mutter geboren zu werden. Das ist nicht Schuld des Vaters, sondern alleinige Entscheidung der Frau. Kein Mann hat heute keine – juristische – Möglichkeit die Geburt seines Nachwuchses zu erzwingen.

Kinder sind und bleiben für mich das Licht der Welt, das einzige Versprechen auf irdische Zukunft, was überhaupt greifbar ist. Wer soll die „Enterprise“ bevölkern, wenn sich die „Nerds“ zwar an der Zukunft berauschen, aber nicht für sie sorgen?

Wenn das Licht der Welt verlischt, so trägt das Weib – in der „modernen“ Welt – eine originäre, untilgbare Schuld am Aufkommen der Finsternis. Sie erliegt erneut der Versuchung; den Einflüsterungen der Schlange unter dem Baum der Erkenntnis und Adam lässt sich erneut versuchen. Die Erbsünde ist weiblich, sie mündet dort – wo das Weib schon verführt ist, die Äpfel vom Baum des Lebens abzutreiben – in der demografischen Katastrophe, im Vielvölkersterben.

Das ist kein biblischer Aberglaube, sondern pure, höchst „moderne“ Mathematik.

Die Dreifaltigkeit des Konservativen

November 11, 2010

Demokratie, schreibt Aristoteles unter Bezugnahme auf den Stadtstaat Athen, ist die Herrschaft der Tagediebe und Banausen, die im Gegensatz zum ehrlichen und hart arbeitenden Landmann, genug Zeit und Gelegenheit findet, sich auf Straßen und Plätzen deshalb zusammenzurotten, um angebliche Ungerechtigkeiten zu beklagen und ihre Abschaffung zu fordern.

Demokratie ist die Herrschaftsform der urbanen Unterschichten, auch deshalb, weil die oberen Stände immer eine verschwindende Minderheit sind und bleiben werden. Die latente Forderung nach „mehr Demokratie“ ist nicht anderes, als das drängen der Massen nach einer Verschärfung des quantitativen Terrors von unten.

Betrachtet man unter diesem Gesichtspunkt den Begriff des Konservativen, so wird vollkommen klar, wo das Interesse nach steter Neuverteilung, vulgo Fortschritt, liegt und wo nicht. Das ist ein Aspekt, warum linke Methoden auf Konservative nicht anwendbar sind. Die NPD mag eine rechte Partei sein, aber auch sie blökt im Chor der linken Umverteilter munter mit. Klar, weil sie um „Mehrheiten“, also Quantitäten ringt, ihr Qualität also vollkommen egal ist. Nationalismus mag veraltet sein, konservativ ist er deshalb noch lange nicht. Der hart arbeitende Familienvater, der sich steten Abgabenerhöhungen aus „Gerechtigkeitsgründen“ gegenübersieht, ist sicherlich keiner, der sich im blinden Politisieren übt.

Wie lächerlich und folgenlos konservative Proteste mit „modernen“ Mitteln sind und wirken, mag dieses Bild verdeutlichen:

Eine kleine Gruppe artikuliert ihren Protest gegen die gewaltsame Bodenreform während der sowjetischen Besatzung Ostdeutschlands. Nicht die Menschen oder ihr Anliegen sind lächerlich, die Form des Protests schon. Man kann ihr Unbehagen aus ihren Gesichtszügen lesen. Wer den Mob nicht mobilisieren kann, der sollte auf den „Straßenkampf“ von vornherein meiden.

Ein uniques Attribut des Konservativen ist die bedingungslose Verteidigung des Eigentums gegen die Begehrlichkeiten roter Enteigner genauso, wie gegen die staatliche Einschränkung seiner Nutzung durch den Besitzer.

Eigentum ist immer auch Erbe. Erbe ist Ausdruck der Kontinuität, der Generationenfolge. Natürlich möchte ich das, was ich geerbt und dem Erbe hinzugefügt habe, an meine Kinder weitergeben. Das ist der Sinn meiner Existenz.

Erben, vermehren, vererben. Das ist die heilige Dreifaltigkeit eines Konservativen. Aus dem Geist der Vergangenheit vererbt der Vater an seinen Sohn. So steht es geschrieben, so soll es sein.

Hirn und Gebärmutter

Oktober 31, 2010

Frauen haben deshalb ein kleineres Hirn, weil Gott die Gebärmutter irgendwo unterbringen musste.

Bis zur nächsten Bildungsreise

Oktober 24, 2010

Mitglieder der Jungen Union gelten gemeinhin als strebsam und brav. Nun soll eine Bildungsreise von CDU-Nachwuchspolitikern aus Duisburg ausgeartet sein. Es geht um viel Alkohol, demolierte Hotelzimmer und zwei junge Frauen.[1]

Da schafft es eine aus dem Ruder gelaufene JU Bildungsreise bis in Spiegel. Die „Enthüllungsgeschichte“ sagt nichts über die Qualität von CDU-Bildungsreisen, aber viel darüber, auf welch erbärmlichen Niveau der Spiegel mittlerweile angekommen ist.

Ach was sage ich, nicht mal aus dem Ruder gelaufen, sondern völlig normal. Das Pflichtprogramm wird eher lustlos absolviert und KZ-Besuche habe ich früher auch geschwänzt. Ideologieresistenz ist nicht die schlechteste Eigenschaft für den Nachwuchs.

Im Vordergrund solcher „Bildungsreisen“ steht der Spaß – im Gegensatz zum Alltagstrott –, Gruppenerfahrung, Kameradschaft und Loyalität. Da werden Freundschaften geschmiedet, die oft genug ein ganzes Leben lang halten, deren Blut sogar dicker sein kann, als das der Familie. Im urbanen Umfeld sowieso. Im Übrigen, auch über künstlich errichtete politische Grenzen hinaus. Man kennt, man hilft sich. Das beruht auf Gegenseitigkeit. Auf Menschlichkeit, nicht auf Politik.

Natürlich, die mitreisenden Fräuleins echauffieren sich, das haben sie immer getan. Wahrscheinlich deshalb, weil sie bei solchen Anlässen nicht im Mittelpunkt stehen, sondern die Jungmänner ihre Männlichkeit feiern,  der Sexus dabei stört, nicht der Sex. Das werden sie wohl noch dürfen, ohne dass die linke Journaille das zum Skandal stilisiert.

Und bitte: Für materielle Schäden kommt die Haftpflicht, der Papa, zur Not auch „die Partei“ auf. Wir haben früher auch die Sau rausgelassen und der alte Herr hat uns immer gedeckt. Für unsere Söhne, sofern sie noch unsere leiblichen Kinder sind, tun wir haargenau das Gleiche. Pech für die, die bloß eine Mutti haben.

Früher waren wir allerdings schlauer: Wenn schon Fräuleinwunder in der Bagage, dann sollen sie auch ihren eigenem Spaß haben. Unter sich. In manchen Kaffeekränzchen möchte ich nicht Mäuschen spielen. Ein Fräuleinprogramm muss man allerdings planen und straff organisieren. Geschlechtertrennung ist so schlecht nicht. Wenn die Hormone auf den Höhepunkt zutanzen, dann kommen beide Geschlechter auf ihre Kosten, um sich hernach, beidseits befriedigt, wieder zu separieren.

Die Weibchen brauchen am Morgen danach mehr Zeit um zu tratschen; daher ist das Frühstück um eine Stunde nach hinten legen und nur die Hälfte von dem Essen zu bestellen, was sonst üblich ist.

Entsprechend ist der Seminarplan zu straffen. Der Fototermin am Ehrenmal für sowjetische Vergewaltiger in Berlin Treptow muss leider ausfallen.

Bis zur nächsten Bildungsreise.

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[1] CDU-Nachwuchs in Duisburg: Jung, wild, betrunken – SPIEGEL ONLINE