Archive for the ‘Religion’ Category

An die Zweifelnden

März 13, 2013

Ich habe geschluckt als der Neue sich zeigte und auch, wie er sich zeigte. Das war… Nun ja. Gewöhnungsbedürftig.

Ein inniges Gebet später war der Schock verflogen. Was wissen wir Kleingläubigen über den unerforschlichen Ratschluss des Herren? Nichts. Aber ich weiß, der Herr wird’s richten.

Das Pontifikat wird, so wie es begann, eine Prüfung für meinen Glauben. Aber ich will sie freudig annehmen und gelobe mein Kreuz ohne klagen zu tragen.

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Ein schlechter Tag für die Christenheit

Februar 12, 2011

Vor der amerikanischen Invasion haben im Irak 1,4 Millionen Christen gelebt. Knapp die Hälfte ist mittlerweile geflohen. Weitere werden folgen. In Ägypten leben zur Zeit 8 Millionen Kopten. Mal sehen wieviele in ein paar Jahren davon übrig sind, wenn die von den USA so bejubelte Demokratie tatsächlich am Nil Einzug hält.

Schon bemerkt Christen, dass es überall dort, wo die sogenannte Demokratie aus Sicht der USA Fortschritte macht, es zuerst unseren Glaubensbrüdern an den Kragen geht?

Das Kindlein als Strafe

Februar 9, 2011

Auch wenn Geier keine Priester, keine Kirche und keine Amish
mag, er ist trotzdem oder genau deswegen immer einen Seitenblick wert: Das Kind als Strafe.

Ich liebe seinen Blog.

Ein Argument gegen die Weiberordination

Februar 5, 2011

Dass Politiker Ehefrauen und Schwestern haben, ist normal. Dass diese Frauen sich nun öffentlich über die Macht des Ehemannes als „Aphrodisiakum“ und Enthaarungsmethoden äußern, erregt dagegen die Gemüter in England.

Bisher waren Sally Bercow und Rachel Johnson der britischen Öffentlichkeit durch Zusatzhinweise auf ihre männlichen Anverwandten bekannt: Sally ist die Frau des britischen Parlamentspräsidenten („Speaker“) John Bercow, Rachel hat den ebenso semmelblonden Londoner Bürgermeister Boris Johnson zum Bruder. Doch beide Frauen sind jetzt aus dem Schatten getreten und haben mit persönlichen Bekenntnissen Aufsehen erregt.[1]

Frauen können selbst intimste Geheimnisse nicht für sich behalten. Das ist kein Vorurteil, sondern eine traurige Lebenserfahrung. Hier, in diesem Beispiel in der Presse, dort wird mit der „engsten“ Freundin getratscht. Die natürlich das Geheimnis, welches Frau ihr unter dem Siegel strengster Verschwiegenheit anvertraute, nicht für sich behalten kann.

Wie die Mutter, so die Tochter.

Trau niemals einer Frau, selbst wenn sie dein eigen Fleisch und Blut ist.

Frauen können sich offensichtlich noch immer nur über eine männliche Bezugsperson definieren. Der Feminismus hat diese Tendenz nur verstärkt, denn er hat kein eigenständiges Frauenbild hervorgebracht, vielmehr äfft das Weib nur dem Manne nach. Wo das nicht reicht, wird über halt Männer getratscht, vermutlich um das eigene Selbstbewusstsein aufzuwerten.

Niemals und ich meine niemals, würde ich mir von einer Frau die Beichte abnehmen lassen, selbst wenn diese bei Strafe der ewigen Verdammnis an ein Beichtgeheimnis gebunden wäre.

Immerhin, ein Gutes hat die Tratscherei. Jede Frau ist ein offenes Buch, weil sie nicht einmal ihre eigenen Geheimnisse für sich behalten kann.

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[1] Londoner Enthüllungen: Big Ben und Brazilian; FAZ.NET.

Bürgerkrieg und Opus Dei

Januar 31, 2011

Im Frühjahr 2011 wird ein Film in die englisch- und spanischsprachigen Kinos kommen, der den hl. Josefmaria Escrivá, den Gründer des Opus Dei, zum Hauptdarsteller hat. Der Regisseur äußert sich über die Hintergrundsgeschichte des Films und die Höhepunkte, die auf den Zuschauer warten.[1]

Der Film läuft in 6. Mai 2011 in den USA an. Ob er den Weg in die deutschen Kinos finden wird, wage ich aufgrund hiesiger Friktionen zu bezweifeln.
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[1]Opus Dei – NACHRICHTEN – Der hl. Josefmaria Escrivá, Bürgerkrieg und Vergebung.

Rotkäppchen und der Wolf

Januar 25, 2011

Jesuitenpater verlangt neue Sexualmoral der Kirche:

Der Pater unterstrich, er verstehe sein Tun als einen wichtigen Dienst an der Kirche. Im vergangenen Jahr sei ihm klar geworden, dass es jenseits der Lagerdebatten in der Kirche zwischen konservativ und progressiv eine Opferperspektive auf die katholische Kirche gebe, die auch eine Chance auf Erneuerung beinhalte.[1]

Im Märchen vom Rotkäppchen und der Wolf schlüpft Lupus auch in die Rolle seines Opfers und nimmt eine „Opferperspektive“ ein.
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[1] Klaus Mertes: Jesuitenpater verlangt neue Sexualmoral der Kirche; WELT ONLINE.

Trutzburgen des Glaubens

Januar 20, 2011

Okay, ich gebe zu: Diese mittelalterlichen Gothik-Wolkenkratzer jagen mir auch Schauer über Schauer über den Rücken. Und – ganz ehrlich – von außen sind sie auch bei weitem beeindruckender und mitreißender als die meisten Barockkirchen.[1]

Ich bevorzuge das Schlichte, das Einfache und das Arme. Deshalb fühle ich magisch von Wehrkirchen angezogen, den kleinen Trutzburgen des Glaubens, deren dicke Mauern aus groben Feldsteinen davon Zeugnis legen, wie gefährlich es damals war, den christlichen Glauben in heidnischer Umgebung zu leben. Wer in steter Gefahr lebt, bezeugt die Stärke des Glaubens.



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[1] Klosterneuburger Marginalien: Das darf nicht einfach so hingenommen werden….

Der tiefe Staat

Januar 16, 2011

Noch immer läuft in der Türkei das Verfahren gegen die Männer, die im April 2007 drei Christen in Malatya brutal ermordeten. Anfänglich hieß es, die Täter seien „irrgeleitete Fanatiker“. Doch der Prozess offenbart, dass sie wohl gut vernetzt waren mit einer unheilvollen Parallelwelt: Dem „tiefen Staat“.[1]

 

Wer ganz genau wissen will, warum die Türkei nicht zu Europa passt, der lese diesen Artikel.

Nein, es nicht der „tiefe Staat“, der nicht zu Europa passt, es ist das umgekehrte Argument.

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[1] Christenmorde in der Türkei: Der Tod in Anatolien ;FAZ.NET.

Gnade vor Recht

Januar 11, 2011

Benedikt XVI. hatte am Montag in Rom bei seinem traditionellen Neujahrsempfang für die Diplomaten am Heiligen Stuhl die pakistanische Regierung dazu aufgerufen, das Gesetz aufzuheben – „umso mehr, als es offensichtlich als Vorwand dient, um Ungerechtigkeit und Gewalt gegen die religiösen Minderheiten zu provozieren“. [1]

Ich habe damit ein grundlegendes Problem, denn natürlich hat Macht die Legitimation Minderheiten zu drangsalieren. Solchem Handeln mag – vielleicht – die Legitimität fehlen, aber das ändert nichts an den konkreten Machtverhältnissen.

Der Papst, selbst weitgehend machtlos, sollte die Legitimation nicht in Zweifel zu ziehen, sondern demütig das Haupt vor der derselben, die ihn selbst rechtfertigt, beugen und um Gnade für seine Glaubensbrüder bitten, sie aber mitnichten fordern.

Die Bitte um Gnade hat sich in der christlichen Geschichte immer als viel mächtiger erwiesen, als die hochmütige Forderung nach irgendwelchen imaginären Rechten: Gnade vor Recht ist Teil christlicher Offenbarung.

Unsere Feinde sind nicht minderwertig, wir stehen als Menschen auf absolut gleicher Augenhöhe. Unabhängig davon, was unsere Gegner glauben, sie bleiben Menschen, sie sind nicht als Menschen mit minderwertigen Überzeugungen herabzuwürdigen und dies ist ein unveräußerlicher Teil der christlichen Botschaft, genauso wie der Teil, dass wir selber keinen Deut von unserem Glauben nachzugeben haben.

Daher haben die Pakistaner jedes Recht ein Blasphemiegesetz zu erlassen, genau deshalb ist der Behuf auf die Gnade vor Recht die einzig christliche Position, die zulässig und vermutlich auch erfolgreich ist.

Eine Berufung auf die Legitimität, statt auf die Legitimation stärkt lediglich den westlichen Menschenrechtsimperialismus, als dessen Teil sich die Christenheit nicht generieren sollte.

Wir sind keine „Westler“, sondern Christen.

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[1] Blasphemiegesetz: Pakistan weist Kritik des Papstes zurück ; FAZ.NET.

Christus und Optimismus

Januar 11, 2011

Christen glauben doch an die Erlösung. Oder?

Vielleicht müssen wir zu Lebzeiten noch Zeugnis für unseren Glauben ablegen.

Aber am Ende wird doch alles gut.

Nicht hier, aber anderswo.

Christen sind Optimisten.

Wir glauben nicht das Auschwitz einen ultimativen Endpunkt markiert.