Archive for the ‘Wissenschaft’ Category

Eiszeit oder Wärmetod?

Januar 19, 2011

Für die einen war es ein Schneechaos, als zu Jahresbeginn in weiten Teilen der nördlichen Hemisphäre die Temperaturen auf Tiefstwerte sanken. Andere sahen darin nur die Rückkehr des früher gewohnten Winters. Einige Forscher aber messen den Kältewellen eine ganz andere Bedeutung bei: Sie fürchten, diese könnten Vorboten einer neuen „Kleinen Eiszeit“ sein. Dann würde die Erde nicht, wie von den Klimatologen vorhergesagt, in einem heißen Treibhausklima geröstet. Vielmehr sänken die Temperaturen weit unter das derzeitige Niveau.[1]

Jetzt wissen endlich, warum niemand mehr von der „Erderwärmung“, all nur noch vom „Klimawandel“ sprechen: denn entweder wird es fürchterlich kalt oder so warm, das wir alle verhungern müssen. Am besten wir stimmen darüber ab, ob wir lieber erfrieren oder verhungern wollen:

Schon in zehn Jahren wird die Klimaerwärmung zur Verknappung von Lebensmitteln führen, wenn die Treibhausgase weiter wie bisher in die Atmosphäre sprudeln. Diesen Schluss zieht ein Bericht der Welt-Ökologie-Stiftung (Fundación Ecólogica Universal). Steigt der CO2-Eintrag in die Atmosphäre im bisherigen Maße weiter, so werde die mittlere Temperatur im Jahr 2020 um 2,4 Grad Celsius höher sein als zur vorindustriellen Zeit. Dies werde etwa bei Weizen dazu führen, dass 14 Prozent des Bedarfs nicht mehr gedeckt werden könnten, teilte die US-Sektion der Stiftung in Washington mit.[2]

Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Klima oder es bleibt wie es ist. (Klimatologenregel)

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[1] Kommt eine neue Kaltzeit? : Textarchiv : Berliner Zeitung Archiv
[2] Focus; 2020 werden die Lebensmittel knapp

Begrabene Ideen

Januar 12, 2011

Das Weltraumteleskop Kepler ist im Weltall auf der Suche nach erdähnlichen Planeten. Der erste Felsplanet, den es erspähte, ist zugleich der bisher kleinste bekannte Exoplanet – und unglaublich heiß.[1]

Das erinnert mich an die ironische Aussage des russischen Astronomen Ambarusian(?), das die Astronomie viel mehr über entfernte Sonnen aussagen kann, als über die Eigenschaften der Eigenen. Je weiter weg das Objekt, desto sicherer werden die Aussagen der Astronomen über dasselbe, so Ambarusian(?) ironisch. Ironie verträgt die astronomische Gemeinde nicht.

Ich weiß nicht mehr genau, wie der Russe hieß. Er hatte seine starken fünfzig Minuten Ruhm auf einer Konferenz, weil er Sonnen nicht für Kondensate, sondern für Bruchteile von Protomaterie hielt, die vom Big Bang übriggeblieben waren. Er hatte gute Argumente und ein interessantes mathematisches Modell, das einige Defizite behob, die das heutige Standardmodell hat. Zum Beispiel eine Erklärung für den Drehimpuls aller astronomischen Objekte. (Warum rotiert alles was wir kennen um die eigene Achse? Der Mond eingeschlossen, obwohl der einen erheblichen Teil seines Drehimpulses bereits an die Erde abgegeben hat.)

Aber gut. Ein russischer Außenseiter. Ein Querdenker. Nicht ernst zu nehmen, weil der unvermeidliche Pausenclown, den jede wissenschaftliche Konferenz irgendwie zu bieten hat. Vergessen ja, aber ich würde ihn sofort wiedererkennen, wenn er aus der Tiefe des russischen Territoriums wieder auftauchen würde. Aber ich denke, er ist mittlerweile tot und begraben. Irgendwo in der russischen Steppe. Mit ihm seine Ideen. Schade drum.

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[1] Astronomie: Kepler entdeckt kleinsten Exoplaneten – Astronomie – FOCUS Online.

Mars Märchen

Januar 3, 2011

Der Mars befindet sich noch in der habitablen Zone um die Sonne. Zwar gefriert im eisigen Marswinter Kohlendioxid, doch mit sommerlichen Tageshöchsttemperaturen über dem Nullpunkt ist der Mars fast eine zweite Erde. Für die Pionierzeit bieten die Marshöhlen Schutz. Alle notwendigen Ausgangsstoffe für eine Atmosphäre finden wir im Marsboden. Mikroorganismen könnten die Umwandlungsarbeit für uns erledigen. Ein wenig Treibhauseffekt könnte dabei wohl auch nicht schaden.[1]

Der Grund für die dünne Atmosphäre des Mars ist sein fehlendes Magnetfeld. Während das irdische Kraftfeld dafür sorgt, das die Sonnenwinde um die Atmosphäre herumgeleitet werden, treffen die Strahlungspartikel direkt auf die Marsatmosphäre und blasen ein Teil davon in den Weltraum. Kommt vom Mars nichts nach, zum Beispiel von den Polkappen, verliert er langfristig seine gesamte Atmosphäre. Die heutige „Luftdichte“ ist ein Gleichgewicht zwischen dem, was der Mars an Gasen verdampft und dem, was er an den Weltraum verliert.

Man könnte durchaus das CO2 an den Polkappen „thermonuklear“ verdampfen – **glucks** -und so eine dichtere Atmosphäre schaffen, dauerhaft wäre der Effekt aber nicht. Eher würde mittelfristig das Gegenteil eintreten, weil der Mars so einen großen Teil seiner Gasvorräte quasi auf einen Schlag verlöre, die heute für die kontinuierliche Ergänzung seiner dünnen Atmosphäre sorgen. Man kann ein Gleichgewicht dramatisch stören, aber sich selbst regulierende Systeme suchen sich spontan neue Stabiltätsinseln und ich sehe nicht, wie man die Dichte der Marsatmosphäre (Treibhauseffekt) dauerhaft erhöhen kann. Denn auch der „Treibhauseffekt“ ist kein Perpetuum mobile.

Zudem besteht die Lufthülle des rostenden Planeten aus 95 Prozent „Treibhausgas“, nämlich dem „berüchtigten“ CO2, welches auf der Erde nur in Spuren vorkommt. Woher man da noch mehr „Treibhauseffekt“, außer über die Dichte, nehmen will, bleibt das Rätsel der „Terraformer“ und „Klimatologen“. Von den dazu benötigten Energiemengen und Ressourcen ganz zu schweigen.

Das Ganze ist eher schlechte Science-Fiction, denn seriöse Wissenschaft. Moderne Märchen, die sich überzählige Akademiker auf gut dotierten Pöstchen ausspinnen und die man abends den Kindern zum einschlafen erzählt.

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[1] Mars: Der zauberhafte Angstplanet; Wissenschaft.

Den Teufel mit dem Beelzebub

Januar 3, 2011

Nobelpreisträger Paul Crutzen will die Erderwärmung mit der Freisetzung von Millionen Tonnen Schwefel stoppen. Das hätte dramatische Folgen für die Ozonschicht.[1]

Klimatologie heute ist offenbar das, was die Astrologie gestern war.

Allerdings ist die moderne Variante um einiges gefährlicher als ihr eher folgenloser wahrsagerischer Vorläufer.

Denn während die einen die Weltmeere mit Eisenverbindungen „düngen“ wollen, wollen andere offenbar die Atmosphäre mit Schwefel verpesten.

Dass Ganze nur, um Auswirkungen zu bekämpfen, die eine unter Wissenschaftlern hoch umstrittene Theorie über den langfristigen Anstieg der Jahresmitteltemperaturen und deren Ursachen macht.

Jetzt wird Dreck mit Dreck bekämpft, jetzt wird geklotzt und nicht gekleckert, wir vergiften unseren Planeten aus „wissenschaftlichen“ Gründen. Man will die Emissionen nicht mehr senken, nein man treibt den Wahnsinn auf die „globale“ Spitze. Ohne Rücksicht auf Nebenwirkungen oder Risiken, die solch globale Großprojekte in der Vergangenheit immer karikierten. Man schaue auf den sowjetischen Gigantismus und die traurigen, irreversiblen Reste des kommunistischen Größenwahns.

Man greift in hochkomplexe Systeme ein, obwohl man nur rudimentäres Wissen über sie besitzt, von einem umfassenden Verständnis ganz zu schweigen. Man will den Teufel mit dem Beelzebub austreiben, da ist der Schwefel sogar passend.

Der Rang einer Wissenschaft, schreibt Thomas von Aquin in der Summa, hänge von der „Sicherheit“ ihrer „Ursätze“ ab. So gesehen ist der Vergleich zwischen Astrologie und Klimatologie so absurd nicht.

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[1] Forscher warnen vor Eingriff in Atmosphäre: Mit Schwefel gegen Klimawandel; taz.de.

[2] Focus; Müllkippe Ozean?

Nietzsche lässt grüßen

Dezember 30, 2010

Der Grünen-Politiker Volker Beck nannte hingegen Heinens Kritik „unverständlich“. PID ziele auf Selektion und Tötung von Embryonen. Da könne man sich nicht über die Überbringung der schlechten Nachricht beschweren, sondern müsse vielmehr seine eigene Position noch einmal überprüfen.[1]

Ist es wirklich „der Volker Beck“? Der Berufsschwule? An der Seite von Kardinal Meisner?

Höh, höh. Ob der beim nächsten Marsch für das Leben mit demonstriert?

PID ist nichts anderes als der Einstieg in die Erbguthygiene. Hier maßen sich ein paar Idioten an, darüber zu entscheiden zu wollen, welches Leben in ihren Augen lebenswert ist und welches nicht.

Das ist der erste Schritt auf dem Weg zur Menschenzucht. Nietzsche lässt grüßen.

Liebe Eltern, welches Baby hätten’s denn gern? Darf es blond, blauäugig und schwul sein?

Ah! Ich ahne, warum sich der Beck wegen der PID in Hosen macht. Er fürchtet um seine Art.

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[1] PID-Kontroverse: Kritiker wirft Meisner theologische Demenz vor; WELT ONLINE.

PID: Gipfel des Zynismus

Dezember 21, 2010

Abgeordnete aller Fraktionen stellen heute einen Gesetzentwurf für eine bedingte Erlaubnis der Präimplantationsdiagnostik vor. Zum Beispiel, wenn wegen genetischer Vorbelastungen eine schwerwiegende Erbkrankheit hoch wahrscheinlich sei.[1]

Salamitaktik der Erbguthygieniker [2]. Die CDU‘ ler verstoßen damit gegen ihren Parteitagsbeschluss. Sie werden sich bei der Abstimmung im Parlament auf ihr „Gewissen“ berufen und gemeinsam mit den Linken, den Roten, den Grünen und den Liberalen die bürgerliche Mehrheit aushebeln.

Der Gipfel der Zynismus ist es, das ganze Vorhaben unter den Titel „Embryonenschutz“ zu stellen. So als wollten sie Embryonen „schützen“ und nicht den Mann an der Rampe spielen.

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[1] Embryonenschutz: Befürworter der PID stellen Gesetzentwurf vor – Inland; FAZ.NET.

[2]Erbguthygiene und düstere Aussichten

Physikalische Absurditäten

Dezember 20, 2010

Erneuerbare Energien [1]

Physikalische Analphabeten: Man kann Energien – unter Verlust – umwandeln oder verbrauchen, aber garantiert nicht ‚erneuern‘. Die Sonne ist sowenig erneuerbar wie der Wind, wobei der Wind, wie das Wasser, nichts anderes als schon gewandelte Lichtenergie ist.

Es gibt auch keine ‚nachwachsenden’ Energien, sondern nur durch Fotosynthese, mithin erneut durch die Kraft der Sonne, erzeugte pflanzliche Kohlenwasserstoffe, die technisch aufwendig zurückgewonnen werden müssen, um Biodiesel daraus zu gewinnen. In diesem Gesamtprozess verbraucht man mehr Energie als man „zurückgewinnt“. Er gibt kein ‚Perpetuum mobile’. Nirgendwo.

Denn es gibt, neben den fossilen Brennstoffen oder der Atomkraft nur genau drei Energieformen, die man außerdem sammeln kann: Die eine kommt von der Sonne, die Zweite ist die Gravitation (Gezeiten), die Dritte ist die Erdwärme. In allen drei Fällen ist die Energiedichte allerdings so jämmerlich, dass sich auch beim theoretisch möglichen Wirkungsgrad der Aufwand kaum lohnt. Diese  Energie wächst auch nicht, sondern sie ist begrenzt durch kosmologische Konstanten. Man kann nicht mehr „Bioraps“ anbauen, als die dafür erforderliche Lichtenergie auf eine bebaute  Fläche fällt.

Und auch die Kernfusion, sollte sie denn wirklich gelingen, löst das Energieproblem nicht. Dummerweise muss man nämlich, in nicht kritische Massen, wesentlich mehr Energie hineinstecken, als man herausbekommt. Die Kernfusion der Sonne speist sich aus der Gravitationskraft. Daran kann man ermessen, welche Energiedichte und -menge nötig ist, um den Prozess überhaupt zu zünden. Die Energieausbeute ist um so jämmerlicher, desto kleiner die gezündeten Systeme sind und sie wird um so größer, je größer die Massen werden. Auch hier bleibt die Energiebilanz in jedem Fall negativ. Sonst würde das Universum und der der ganze Rest nicht dem Kältetod entgegensteuern.

Aber vielleicht kommt ja ein neuer Einstein, der aus der Thermodynamik, für ein paar Jahrzehnte, eine neue Unterhaltungsshow macht.

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[1] Erneuerbare Energien: Macht Ökostrom das Essen teurer?; FOCUS Online.

Erfolgreich sterben

November 5, 2010

Eine Studie in der Amish-Gemeinschaft in den USA zeigt: Ob jemand im Alter gesund und fit ist, hängt möglicherweise von seinen Genen ab.[1]

Die mit den „guten“ Genen sterben gesünder. Das erinnert an einen Witz über Sportler. Nur ist das hier offenbar nicht als Scherz gemeint.

Oder leben die Amisch, ob ihrer strotzenden Gesundheit, länger? Darüber sagt die Studie nichts. Vermutlich deshalb, weil es nichts zu sagen gibt oder die Leute sogar früher sterben. Natürlich wären sie dann auch gesünder. Aber das hängt natürlich vom Grad der medizinischen Versorgung ab. Auch darüber sagt der Artikel nichts.

Kurzum, der Text erinnert an mittelalterliche Quacksalberei.

Nur eines ist sicher, und das ist der evolutionäre Vorteil der Religion, die Amisch sind kindereich: Amisch-Familien haben im Schnitt fünf bis sieben Kinder.[2]

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[1] Genetik: Warum die Amish People im Alter so topfit sind; WELT ONLINE.
[2] Die Amischen – in 16 Jahren verdoppelt

Das Allerletzte

November 2, 2010

Auswertungen wie diese untermauern die Bedeutung eines erst beginnenden Trendes, nämlich Gesetzgebung von dem Befund vorhandener wissenschaftlicher Daten und deren Deutung abhängig zu machen.[1]

Das ist das Allerletzte, was wir brauchen. Die „Klimawissenschaft“ ist Unheil genug. Von Pseudowissenschaften wie „Gender Mainstreaming“ ganz zu schweigen. Vor Pseudostudien und Pseudoexperten, den modernen Quacksalbern die alles und nichts erklären, kann man sich sowieso kaum noch retten.

Politik ist, wenn schon, eine Frage des gesunden Menschenverstandes und eben keine, über die Wahrscheinlichkeiten zu entscheiden haben. Wünscht euch lieber nicht, dass ein Mathematiker Kanzler wird. Eine Physikerin ist schon schlimm genug.

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Postscriptum: Platon hat im „Staat“ gefordert, dass Wissenschaftler die politische Macht ausüben sollten. Die Forderung ist also älter. Die Widerlegung der These folgte allerdings auf den Fuße. Als man Platon in Syrakus die Macht andiente und er sie ausübte‚ war das Ergebnis so katastrophal, dass der Philosoph sein Leben nur durch wilde Flucht in Nacht und Nebel zu retten wusste.

Aristoteles war schlauer: Seine ideale Regierung war die Aristokratie. Wobei er unter Aristokraten nicht die zu Guttenbergs verstand, sondern die besten Söhne der Polis meinte.

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[1] Aktuelle Nachricht – Statistik: Lebensrisiko Terrorismus? – Redaktion eigentümlich frei – eigentümlich frei.

Voller Stopp

Oktober 25, 2010

Merkwürdig ist, dass es laut „wikipedia“ eine „negative Beschleunigung“ gibt, eine negative Geschwindigkeit aber nicht. Allerdings wäre ich sehr gespannt zu erfahren, ob ein Pathologe die Todesursache unterscheiden könnte, wenn ein nackter Physiker wie eine Fliege an der Wand zerquetscht wird, je nachdem, ob Käptn Picard seine Enterprise auf „Warp“ beschleunigt oder „vollen Stopp“ befiehlt. Vorangesetzt natürlich, die „Trägheitsdämpfer“ versagen.

Doktor Flox übernehmen sie.