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Gender-Irrsinn erreicht Arbeitsamt

November 21, 2009

Mehr als bloße Zahlen: Die Agentur für Arbeit Bonn/Rhein-Sieg differenziert ihre monatlichen Statistik von sofort an nach Frauen und Männern. Hintergrund ist die im Grundgesetz verankerte Gleichstellung der Geschlechter in allen gesellschaftlichen Feldern. Außerdem erhebt der Amsterdamer Vertrag das sogenannte Gender Mainstreaming zum Ziel der Gleichstellungspolitik der Europäischen Union.

Quelle: General-Anzeiger; Zahlenwerk soll Gleichstellung im Job voranbringen

Während man in anderen Statistiken die Herkunft bestimmter Personengruppen bewusst verschleiert, wird hier das Geschlecht plötzlich wichtig. Ich ahne auch schon, welche Teile der Statistik publiziert und welche uns verschweigen werden: Überall dort, wo man Frauen benachteiligt wähnt, wird ein großes mediales Palaver entfachen und bestimmte Förderungen beschließen. Die umgekehrten Fälle, wie das Zurückbleiben der Knaben in der Schule, sind dann nicht so schlimm, weniger wichtig oder gleich ganz normal.

Arbeitslosigkeit „sinkt“

Juli 1, 2008

In diesem Monat seien 3,687 Millionen Arbeitslose registriert gewesen, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) heute in Nürnberg mit. Dies seien 125.000 weniger als im Mai und 711.500 weniger als vor einem Jahr. Unter Herausrechnung jahreszeitlicher Einflüsse sei die Arbeitslosigkeit im Monatsvergleich saisonbereinigt um 37.000 gesunken.
Quelle: Spiegel; Arbeitslosenquote sinkt deutlicher als erwartet

Was Arbeitsagentur und Spiegel verschweigen, findet sich in einer Kleinen Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion vom 10. 03. 2008: Anzahl der in der Arbeitslosenstatistik nicht erfassten Arbeitslosen und Leistungen für diesen Personenkreis.

Demnach werden mehr als 49 Prozent der Leistungsempfänger, also fast die Hälfte aller Anspruchsberechtigten, nicht in der Arbeitslosenstatistik erfasst. Die Anzahl der Leistungsempfänger beträgt somit über 6,4 Millionen.