Posts Tagged ‘Benedikt XVI.’

Der Rauch des Satans

Mai 12, 2010

Papst Benedikt XVI. besucht Portugal. Im Mittelpunkt der Reise steht die Erinnerung an die Marienerscheinung in Fátima. Doch die internationale Debatte um sexuellen Missbrauch durch Priester verfolgt den Papst auch hierher. Er beklagt die Vorfälle als „Angriff aus dem Innern“ und fordert „Sühne und Vergebung“.[1]

Wohl war, pädophile Priester vergehen sich nicht nur an Kindern sondern versündigen sich auch gegen die Kirche und den Glauben. Dass die Feinde der katholischen Kirche diese Steilvorlagen dankbar aufgreifen, kann man ihnen, trotz aller verschlagenen Unwahrheiten und übler Polemik, nicht vorwerfen. Sie tun, was Feinde eben tun: sie attackieren die offenen Flanken. Man kann einem Skorpion nicht seine Natur zum Vorwurf machen. [2]

Die Kirche hat ein Problem, nicht ihre Gegner, denn man muss sich schon fragen, wie Menschen mit derlei Neigungen es überhaupt schaffen, ins Priesteramt zu gelangen. [3]

Ich rieche den  „Rauch des Satans“ [4] allerdings auch anderer Stelle und meine damit jene dubiosen Vorgänge [5,6], die zum bedauerlichen Rücktritt von Mons. Mixa geführt haben. Sollte sich wirklich erweisen, dass der Bischof einer innerkirchlichen Intrige zum Opfer gefallen ist [7], so hätte der „Angriff von innen“ eine neue Qualität der Kollaboration mit den Antichristen [8] erreicht: Denn diese Menschen öffnen jenen Spalt, durch den der Schwefelgestank erst in die Kirche zu dringen vermag.

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[1] Missbrauchsskandale: Papst beklagt „Angriff von innen“ auf die Kirche; WELT ONLINE.
[2] Die Fabel vom Skorpion und dem Frosch.
[3] Wobei ich einen homosexuellen Priesters warte, der vor dem „Menschenrechtsgerichtshof“ die Kirche wegen „Diskriminierung“ verklagt, wenn er, aufgrund seiner sexuellen Neigungen, aus seinem Priesteramt entfernt wird. Was deshalb diabolisch wäre, weil gerade auch Homosexuelle zur Pädophilie neigen.
[4]“Wir haben das Gefühl, daß durch irgendeinen Spalt der Rauch des Satans in den Tempel Gottes eingedrungen ist… Es ist zum Eingriff einer feindlichen Macht gekommen, ihr Name ist ,Teufel‘ (diavolo)… Wir glauben, daß etwas Außernatürliches in die Welt gekommen ist, nur um zu stören, die Früchte des Konzils zu ersticken.“
Papst Paul VI.
[5] Ich beziehe mich auf den Vorwurf von pädophilen Handlungen an Schutzbefohlenen, nicht auf den der Kindesmisshandlung – das ist ein anderes Thema und wird an gesonderte Stelle zu behandeln sein.
[6] Bislang kein konkreter Straftatbestand; br-online
[7] Auf xxxxx.net wird ein solcher Verdacht geäußert, der, im Lichte der jüngsten Vergangenheit, solange nicht der Logik entbehrt, solange keine konkreten Personen benannt werden, an denen sich Mons. Mixa vergangen haben soll.
[8] Ich nutze den Begriff nicht im biblischen sondern im wörtlichen Sinne als Oberbegriff für alle, welche die katholische Kirche mit dem Ziel angreifen, dieselbe zu vernichten. Deshalb der Gebrauch des Plurals: „den“, nicht „dem“ Antichristen.

Leuchtturm der Hoffnung

April 19, 2010

Hier zeigte sich eine offene Flanke des Pontifikats, die schon bei der Regensburger Rede und aktuell erst recht in der Mißbrauchsdebatte offenkundig wurde: Der Umgang mit den Medien ist seit dem Ausscheiden des Medienprofis und Laien Navarro Valls, der als Chef des Pressesaals mehr als zwanzig Jahre Johannes Paul II. gedient hatte, ziemlich unterentwickelt.

Es fehlt das Gespür für die Mechanismen und Abläufe in den Medien, auch für die feindselige Stimmung und das Mißtrauen in den liberalistisch und nihilistisch geprägten Redaktionen gegenüber allem, was den Anspruch auf Wahrheit erhebt. Ohne dieses Gespür ist man ständig in der Defensive.[1]

In den Redaktionen der Medien sitzen überwiegend Leute, die sich durch keine noch so gute Pressearbeit des Vatikans beeindrucken ließen. Ihr Geschäft ist nicht die Wahrheit, die sachliche oder objektive Berichterstattung, sondern die Verbreitung ihrer privaten Ansichten.[2] In fast allen großen Medien, von den Kleineren ganz zu schweigen, verwischen die Unterschiede von Bericht und Meinung in dem gleichen Maße, wie die Differenzen von Parteipolitik und Journalismus verschwinden. Moralischer Imperativ, statt beschreibenden Indikativ oder abwägenden Konjunktiv: Der hiesigen Presse scheint ihrer Informationspflicht überdrüssig, sie will nicht nur Beobachter sein, sie gefällt sich in der Rolle eines überkandidelten Oberlehrers mit erhobenen Zeigefinger, der die politische Agenda der Parteien, statt sie zu hinterfragen oder bloß zu beschreiben, selbst bestimmen will. Die Medien sind selbst Partei geworden [3] und eine bessere „Pressearbeit“ bedeutet nichts anderes, als den Kotau vor der herrschenden Sprachreglung, zwingend einhergehend mit der Verleugnung originär christlicher Positionen.

Je entschiedener die Vertreter der katholischen Kirche ihren Glauben vertreten, desto heftiger wird das Medienecho werden – aber, desto mehr Menschen, darunter viele Ungläubige, werden den Blick voller Hoffnung gen Rom heben, weil die einzig wahre Kirche Christi auch der einzige verbliebene Fels des Abendlandes ist, der den wütenden Wellen des Relativismus, Nihilismus und Konsumismus trotzt. Als Benedikt XVI. vor fünf Jahren den Thron bestieg, war noch nicht auszumachen, wohin das schwankende Kirchenschiff steuert. [4] Heute ist wissen wir, das in Rom ein Mann regiert, der für viele zum einsamen Leuchtturm der Hoffnung in den finsteren Nächten des Zweifels geworden ist. Ein guter Hirte, der verlorene Schafe sammelt und der seine kleine Herde mit festem Glauben in einen neuen Morgen führt.

Die katholische Kirche hatte ihre besten Momente immer dann, wenn sie den Zumutungen der Staatsmacht trotzte. So war es im Kulturkampf gegen Bismarck, als Bischöfe und Gläubige ihre Treue zu Rom mit Festungshaft und politischer Verfolgung büßen mussten, so war es in den finstern Zeiten des Kommunismus, als die Kirche ihre Pforten für die Verzweifelten und Suchenden öffnete, ohne zu fragen, ob sie an Gott glauben oder nicht.

Immer wenn der Druck der Verleumdung und öffentlichen Ächtung wächst, fallen einige Schwache vom Glauben ab. Aber seit Saulus weiß die Christenheit, dass immer ein Stärkerer an die Stelle einer gefallenen Seele tritt. Die Kirche Jesu gewann im Kampf immer mehr, als ihr die Feinde zu nehmen vermochten. Sofern und solange sie kämpft und gewillt ist zu kämpfen. Kein Mann dient einem Hasen.

Gott schütze Benedikt XVI.
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[1] JUNGE FREIHEIT – Wochenzeitung aus Berlin: Der Glutkern des Glaubens.
[2] Sofern sie noch Anstand haben und sich nicht bloß als billige, im Voraus gehorsame Lohnschreiber des „common sens“ verdingen: wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing. Die Widerlichste, wohl aber die verbreitetste Variante veröffentlichter Meinung, wenn von den „Edelfedern“ des Establishments zu den Niederungen des journalistischen Hungerberufes hinabsteigt. Ein Cent pro Zeile ist da schon exorbitante Überzahlung für das täglich stupide aneinanderreihen industriell vorgefertigter Textbausteine. Der moderne Journalismus gleicht dem Einstellen eines Fertiggerichtes in die Mikrowelle: Man wärmt auf, was andere vorgefertigt haben – mehr gibt der Beruf nicht mehr her.
[3] Wobei nicht auszumachen ist, wer wen beherrscht: Die Medien die Parteien oder umgekehrt die Parteien die Medien. Vielleicht ist dies aber auch bloß eine falsch gestellte Frage und sie leben in sich gegenseitig Vorteile verschaffender Symbiose. Zum Nachteil ihres Wirts. Wobei nicht das Volk gemeint ist.
[4] Johannes Paul II. war der Papst des Kalten Krieges. Mit seinem Tod endete der Burgfrieden den die westlich-atheistischen Eliten mit der katholischen Kirche in Anbetracht der tödlichen Gefahr, vom Kommunismus überwältigt zu werden, geschlossen hatten.

Der heilige Nichtwähler

September 20, 2009

Den deutschen Staatsbürger Joseph Ratzinger, geboren in Marktl am Inn gibt es nicht mehr. So sieht es jedenfalls der Vatikan.

Deswegen wird Benedikt XVI. auch nicht an der Bundestagswahl teilnehmen und wählen. Dabei besitzt der Heilige Vater neben dem vatikanischen auch den deutschen Pass – und somit das volle Wahlrecht.

Quelle: Bild.de; Bundestagswahl: Der deutsche Papst Benedikt XVI geht nicht wählen

Wen sollte er auch wählen, nach dem er von Merkel grob unfair behandelt wurde? Katholiken sollten seinem Beispiel folgen und Zuhause bleiben. Schließlich ist er unfehlbar.

Eine gute Nachricht

September 17, 2009

Die US-amerikanische Stiftung „Pave the Way“ will Papst Pius XII. (1939-58) von der Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem als „Gerechten der Völker“ anerkennen lassen. Der jüdische Präsident der Stiftung, der New Yorker Unternehmer Gary Krupp, habe Benedikt XVI. eine entsprechende Initiative am Rande der Generalaudienz am Mittwoch, 16. September, vorgestellt, berichtet die Vatikanzeitung „Osservatore Romano“.

Quelle: kipa/apic.

Wenn das gelingt, dann müssten die Verleumder endlich schweigen.

Der Stellvertreter und sein Denunziant

Juni 10, 2009

Denn bekannt ist im Vatikan ja auch jene Szene, wo Rabbi Lau bei einer Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht vom November 1938 vorwurfsvoll ausrief: „Pius XII, wo warst du damals!?“ Die Antwort ist einfach: nirgendwo! – 1938 gab es Pius XII. nicht.

Quelle: WELT ONLINE; „Benedikt XVI. wird in nächster Zeit darüber entscheiden“

Seit Hochhuths „Der Stellvertreter“ ist Pius XII. umstritten. Hochhuths Thesen sind längst widerlegt. Merkwürdigerweise bleibt das öffentliche Urteil davon unberührt. Selbst der begründete Verdacht, das sich der KGB des Dramatikers bedient hat, kann daran nichts ändern. Ein Beweis dafür, dass die seit Aufklärung geherzte „öffentliche Meinung“ nicht der Weisheit letzter Schluss ist, sondern sich oft genug in bigotten, wie hartleibigen Vorurteilen suhlt.

Pius XII. mag hier oder da einen Fehler begangen haben, ihm aber zu unterstellen er trüge eine schweigende Mitschuld am Holocaust ist schlichtweg infam, nicht nur weil es von den wahren Verantwortlichen für dieses Verbrechen ablenkt, sondern weil es auch den historischen Tatsachen widerspricht. Nachweislich hat Pius XII. Tausenden von Juden das Leben gerettet, weshalb man ihn von jüdischer Seite noch unmittelbar nach dem Kriege als Gerechten bezeichnet hat.

Das der Vatikan nun offensichtlich den Mut findet in deutlicher Form gegen diese Vorurteile anzukämpfen, gibt Hoffnung, dass die Seligsprechung des denunzierten „Stellvertreters“ noch in diesem Pontifikat gelingen wird. Der Debatte danach kann man mit einiger Freude entgegenblicken. Vielleicht bringt sie in neue Erkenntnisse zu Hochhuths Geheimdienstverwicklungen. Es wird hohe Zeit den moralischen Fundamentalismus der Spätgeborenen an Hand ihrer eigenen Lebensleistungen etwas genauer zu hinterfragen. Da wird, neben Grass, noch manche Ikone ihres Heiligenscheins verlustig gehen.

Heikle Verhältnisse?

Mai 11, 2009

Nach dem Holocaust kann es normale Beziehungen zwischen Juden und Christen kaum geben – und schon gar keine »Mission«

Quelle: ZEIT ONLINE; Mission: Über das heikle Verhältnis von Christen und Juden

Ich bin Christ. Ich pflege ein völlig entspanntes Verhältnis zu den Juden. Sie sind in Gänze weder meine Freunde, noch meine Feinde. Sondern ganz normale Individuen, von denen ich einige kenne, die Überzahl nicht. Mein Urteil orientiert sich am Einzelfall. Ich verallgemeinere nicht. Induktion ist eine unzulässige Beweismethode. Meistens jedenfalls.

Ältere Brüder habe ich zwar, aber die sind ganz sicher keine Juden. Und selbst wenn sie es wären, na und? Ich kann nur meinen Nächsten beurteilen und bei denen sind, abgesehen von meiner Familie, Religion, Hautfarbe, Herkunft oder Überzeugung eher zufällig verteilt. Ich bete auch mit Kommunisten. Ja, es gibt sogar anständige Genossen. Uff.

Selbstverständlich würde ich mich freuen, wenn ich einen Juden, einen Moslem oder einen Hindu von meinem Glauben überzeugen könnte. Warum denn nicht?

Kann jemand erklären, wo genau das Problem liegt, welches die „Zeit Online“ hier zu thematisieren meint? Ich finde diese Hetze zum kotzen. Ich habe kein „heikles Verhältnis“ zu irgendwelchen abstrakten Menschengruppen. Heikel sind höchstens die Beziehungen zu meiner Frau. Zumindest manchmal.

Die Hassprediger tragen den Hass aus der Vergangenheit in die Gegenwart. Sie wollen die Konflikte unserer Großväter, die ihre Enkel längst begraben haben, neu entflammen. Ihre Absicht ist nicht der Frieden.

Ein Jahr Tridentinischen Messe

Oktober 29, 2008

Scipio ist mir um ein paar Minuten zuvor gekommen: Zum einjährigen Jubiläum der Wiedereinführung der Tridentinischen Messe durch Benedikt XVI. hat die FAZ heute einen Artikel zur Lage in England veröffentlicht: Mehr dazu auf Scipios Blog.

Gott in Frankreich

September 14, 2008

Naja, immerhin sein Stellvertreter. Benedikt XVI. bei den Galliern. Trotzdem schönes Video.




Benedikt, ich liebe dich.

Der gekreuzigte Frosch

August 28, 2008
Corpus Delicti

Corpus Delicti

Seit Wochen sorgte ein sogenanntes „Kunstwerk“ im neu eröffneten Museum zu Bozen für Ärger mit Politik und Kirche. Es ging um die Darstellung eines ans Kreuz genagelten Frosches mit heraushängender Zunge und Bierkrug in der Hand. Die 1990 entstandene Arbeit des „Künstlers“ Martin Kippenberger (1953-1997) habe seinen damaligen Gemütszustand dargestellt, sagt er. Selbst Benedikt XVI. übte, laut ANSA, harsche Kritik an der Verunglimpfung religiöser Gefühle. Die Museumsleitung hingegen stellte sich quer und drohte mit personellen Konsequenzen, wenn der Frosch entfernt werden würde.

Man kann dies für einen Fall künstlerischer Freiheit halten. Man sogar darüber streiten, aber Fakt ist, dass hierzulande jede andere Menschengruppe, ähnlich verunglimpft, ein Sturm der Entrüstung ausgelöst hätte, der ganz ohne Zweifel in erheblichen gesellschaftlichen Sanktionen gemündet wäre. Weder Schwule, noch Lesben, weder Frauen, noch Moslems hätten sich diese Art „künstlerischer Freiheit“ widerstandslos gefallen lassen. Christen sind hierzulande die einzige Menschengruppe, die nicht unter dem Schutz der Political Correctness Polizei steht. Sie kann man straflos beschimpfen, verleumden und herabsetzen. Keiner dieser „mutigen“ Hühnerbrüste hätte öffentlich gleiches mit Allah gewagt.
Quelle: Kath.net; Die religiösen Gefühle vieler Menschen verletzt

Wie die BZ heute meldet: Kippenbergers Frosch am Kreuz aus Museum entfernt