Posts Tagged ‘Darwinismus’

Lacht Gott?

Juni 5, 2009

„Wenn ihr uns kitzelt, lachen wir nicht?“ So appellierte Shylock, ihn als Menschen anzuerkennen, es half ihm nichts, es war auch zu eng gesehen, das Lachen ist kein Privileg des Menschen: „Wenn junge Schimpansen gekitzelt werden – in den Achselhöhlen sind sie dafür sehr empfindlich, so wie unsere Kinder –, wird ein kichernder oder lachender Laut geäußert.“ So beschrieb es Darwin, der selbst im Londoner Zoo Affen kitzelte oder sich berichten ließ, wie sie auf den Reiz reagierten: Ein Schimpanse zog die Mundwinkel hoch, ein Gorilla bekam glänzende Augen, alle hatten Freude daran.

Quelle: DiePresse.com; Die Evolution des Lachens

Die Frage, ob Gott lacht, wird in dem Buch „Der Name der Rose“ von Umberto Eco aufgeworfen. Die Frage ist einfach zu beantworten, Humor ist ganz ohne Zweifel eine Gottesgabe und über manche Zeitgenossen wird sich selbst Gott laut und herzlich totlachen.

Der Darwinist glaubt weder an Gott, noch an seine Gaben und um der Sache auf Grund zu gehen, kitzelt er die Affen unterm Arm. Wenn der dann „unstrukturiert“ grunzt, ist der Ursprung des Lachens schon entdeckt und den Rest erklärt sowieso die Evolution. Diesmal die des Lachens. Das erklärt zwar die Herkunft des menschlichen Humors nicht, hört aber sich ziemlich wissenschaftlich an.

Wenn ein Mathematiker behaupten würde, das Quadrat hätte sich auch dem Kreis herausevolutioniert, wäre die Beweisführung ungefähr genauso schlüssig, besser dümmlich.  Aber das ist eben der Unterschied zwischen den exakten Wissenschaften und dem populären Darwinismus. Der besteht offenbar nur noch aus „Missings Links“ und pseudowissenschaftlichen Geschwafel im Unterhaltungsteil unserer „Qualitätsmedien“.

Gott lacht, ohne Zweifel.

Darwinismus

Juni 2, 2009

Der Darwinismus ist historisierende Variante der Evolutionstheorie, der die unsinnige Behauptung impliziert, das blinde, wie zufällige Naturkatastrophen „gesetzmäßige“ Entwicklungen befeuern, an deren Ende unvermeidlich zwangsläufig der vernunftbegabte Affe steht.

Irgendwann wird’s krabbeln

Februar 16, 2009

Dass der Darwinismus längst keine Wissenschaft mehr ist, sondern eine politische Theorie, die mit der gleichen Inbrunst vertreten wird, wie der Legende nach das geozentrische Weltbild durch die Heilige Inquisition, kann man hier anschaulich nachlesen: Die kruden Thesen deutscher Anti-Darwinisten.

Da wird von kruden Thesen, Pseudowissenschaft und Machwerken dort gesprochen, wo es um die Argumente der Evolutionsgegner geht. Das ist nicht die Sprache der Wissenschaft, sondern die jener, die als Antichristen auftreten und die moderne Biologie als Vehikel gegen die Kirche benutzen. Ganz im Sinne Haeckels, der, nachdem man ihm der Fälschung überführt hat, eine Welle antichristlicher Propaganda lostrat, um um seinen Verfehlungen abzulenken.

Wäre der sogenannte Darwinismus wahrlich eine Wissenschaft, dann müsste er sich zuallererst selber in Frage stellen, wären ihm die Argumente der Zweifler hochwillkommen und nicht verhasst. Gegen Darwins Evolutionstheorie lässt sich wissenschaftlich nicht allzu viel vorbringen, sie ist zumindest ein schlüssiger Versuch Beobachtungen zu interpretieren. Sie ist die beste Theorie über die Entwicklung des Lebens, die wir haben. Aber wie jede Theorie, so hat auch diese ein Verfallsdatum, wird sie eines Tages im Lichte neuer Erkenntnisse verworfen werden. Ansätze einer Neuinterpretation finden sich reichlich. Noch sind sie Stückwerk. Aber das kann sich ändern. Wohl gemerkt, ich rede von der reinen Wissenschaft, nicht von Religion oder deren Gegenteil. Jeder, halbwegs ernst zu nehmende, Wissenschaftler wird diese Aussagen teilen.

Aber darum geht es den Darwinisten gar nicht. Für sie beweist die Evolutionstheorie die Nichtexistenz eines Schöpfergottes. Und eben das, tut sie nicht. Es ist nicht einmal ihr inhaltlicher Gegenstand. Dass die Schöpfung scheinbar ohne Gott auskommt, ist ein theologisches und eben kein wissenschaftliches Problem. Das die Antichristen beides absichtsvoll vermengen ist Darwins Briefen, nicht seinen Werken, zu verdanken. Der Weg zu seinem späten Atheismus ist mit abscheulichen Kommentaren zum Christentum gesprenkelt. Aus dieser fatalen persönlichen Entwicklung Darwins schöpfte der Antichrist wohl die Hoffnung, dass alle, welche diese Lehre anerkennen, automatisch zum Atheismus oder Satanismus*) konvertieren. Ich kann die Enttäuschung und die Wut dieser Menschen darüber verstehen, dass Christen die Evolutionstheorie wohlwollend zur Kenntnis nehmen, ohne ihren Glauben abzuschwören. Dass man von der darwinistischen Inquisition dann als Dummkopf beschimpft wird, der die Theorie nicht verstanden habe, ist noch die mildeste Reaktion **), die man erleben kann. Dabei haben wir die Evolutionstheorie besser verstanden als jeder eifernde Darwinist. Wir verstehen nämlich, dass diese Theorie die Entwicklung des Lebens interpretiert, nichts aber über den Entstehungsprozess desselben aussagt. Die lustige Ursuppentheorie hat zu nichts anderem geführt, als zu Haeckels unsterblich dämmlichen Satz, mit dem er die diesbezüglich erfolglosen Experimente deutscher Chemiker und Biologen kommentierte: „Lassens nur kräftig blitzen und krachen, irgendwann wird’s schon krabbeln.“

Die Entstehung des Lebens ist offenbar kein spontaner Prozess, noch nie jedenfalls wurde seine Entstehung beobachtet. Noch immer ist es dem Menschen nicht gelungen Leben aus toter Materie zu formen. Selbst wenn es gelänge, würde daran etwas beteiligt sein, was die Darwinisten hartnäckig leugnen: eine schöpferische, diesmal menschliche, Intelligenz hätte das „künstliche“ Leben gezeugt und nicht der blinde Zufall. Es wäre für um Christen keine Überraschung,  wenn es gelänge. Den Gott hat uns nach seinem Ebenbild gezeugt, also auch mit seiner schöpferischer Kraft versehen.

Der Darwinismus ist, um zum Ausgangspunkt zurückzukehren, keine Wissenschaft, sondern eine Weltanschauung, welche die Evolutionstheorie nur als Vehikel benutzt, um ihr politisches Wirken zu unterfüttern. Wenn man schon von Pseudowissenschaft redet, dann trifft dies zwar nicht auf Darwins Theorie zu, auf den Darwinismus und seinen üblen politischen Wucherungen***) hingegen mit einiger Sicherheit. Kreationismus ist pure Theologie und Intelligent Design keine wissenschaftliche Theorie, sondern eine Zusammenfassung wesentlicher Fragen an die Evolutionstheorie. Ersteres gehört demzufolge in den Religionsunterricht, die kritischen Fragen aber ohne Zweifel in die Biologie.

***

*) Bevor jetzt jemand hyperventiliert, sollte er sich mit der Definition des Satanismus auseinandersetzen. Er wird hoffentlich genauer so erstaunt sein wie ich, als ich begann, mich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Unter die klassische Definition des Satanismus fällt so ziemlich alles, was die Aufklärung propagiert. Was für ein weises Buch die Bibel doch ist.

**) Im verlinkten Artikel findet sich eine Textstelle, die tief in die krude Gedankenwelt des Autors blicken lässt: „In dieser Produktion behaupten die beiden Intelligent-Design-Kreationisten Wolf-Ekkehard Lönnig vom Kölner Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung und Siegfried Scherer von der TU München, die in ihren staatlich finanzierten Elite-Biodepartements gefilmt wurden, dass es bis heute keine Beweise für Darwins Theorien zum Artenwandel und die Makroevolution gäbe.“

Hinter der Formulierung „staatlich finanzierten Elite-Biodepartements“ steckt die verdeckte Empörung oder Drohung, dass die beiden Wissenschaftler staatlich finanziert werden. So als hätte der Staat darüber zu wachen, welche Theorien die Wissenschaftler vertreten dürfen und welche nicht.

Er gibt noch eine weitere Stelle, die zeigt, wessen Geistes Kind der Autor ist:
„Zwar sind Lönnig und Scherer, Poppenbergs Kronzeugen des ID-Kreationismus, infolge einer kontinuierlichen Aufklärungsarbeit der Arbeitsgemeinschaft Evolutionsbiologie im Deutschen Biologenverband in den letzten Jahren nicht mehr in Kreationisten-Filmen aufgetreten. “
Hinter diesem harmlosen Satz verbirgt sich in Wahrheit eine unglaubliche Rufmordkampagne der Darwinistenlobby. Nachzulesen war dies auf den Seiten von Lönnig. Kritische Anmerkungen zum Darwinismus sind mittlerweile offensichtlich existenzbedrohend.

*** ) Mit den üblen Wucherungen meine ich den latenten Sozialdarwinismus der, mehr oder weniger, in allen politischen Richtungen der Neuzeit durchschimmert.

Plädoyer für Schöpfungslehre

November 12, 2008

Immerhin 29 Prozent der britischen Biologielehrer wollen kreatonistische Lehren gelichberechtigt neben der Evolutionstheorie im Biologieunterricht behandelt sehen. 88 Prozent plädieren dafür, dass man im Zuge der Evolutionstheorie auch über Schöpfungslehren diskutiert, wenn eine Mehrheit der Schüler das wünscht. Allerdings ist die knappe Mehrheit 1.200 durch den Fernsehsenders „Teachers’ TV“ gegen die Unterrichtung der Schöpfungslehre innerhalb naturwissenschaftlicher Fächer.

Die Debatte um Evolution und Kreationismus war durch einen Vorstoß des früheren Bildungsdirektors an der Akademie der Wissenschaften (Royal Society), Michael Reiss (London), neu entfacht worden. Er hatte sich Anfang September dafür ausgesprochen, an Schulen nicht nur Evolution zu lehren, sondern auch die Schöpfungslehre als eine „Weltanschauung“ zu diskutieren. Reiss – anglikanischer Theologe und Biologe – trat von seinem Amt zurück, nachdem er von Naturwissenschaftlern heftig angegriffen worden war.

Ausgelöst wurde der neuerliche Streit um die Schöpfungslehre durch den ehemaligen Bildungsdirektor der Royal Society Michael Reiss. Der hatte sich dafür ausgesprochen, nicht nur die Evolutionstheorie zu lehren, sondern auch die Schöpfungsgeschichte zu diskutieren, was zu heftigen Protesten von Naturwissenschaftlern führte, die ihm unterstellten, er wolle den Kreationismus in den Biologieunterricht wiedereinführen. Reiss trat zurück, nachdem die Royal Society ihre anfängliche Unterstützung für den anglikanischen Theologen und Biologen zurückzog, obwohl seine in der Rede geäußerten Positionen, von über 80 Prozent der britischen Biologielehrer geteilt wird.

Quelle:
Times; The Royal Society has treated Michael Reiss badly
Micheal Reiss; Should creationism be a part of the science curriculum?

Sieg der Bildungsfreiheit

November 2, 2008

Im schwäbischen Stattgart darf ab sofort eine Privatschule betrieben werden, an der auch die kreationistische Schöpfungslehre unterrichtet wird. Den Weg dafür hat das Verwaltungsgericht des Landes freigemacht, nachdem sich die Schulbetreiber auf grundsätzliche Standards mit dem zuständigen Regierungspräsidium geeinigt hatten.

Nun wird neben der biblischen Schöpfungsgeschichte auch der Darwinismus als eine Möglichkeit der Menschheitsentstehung gelehrt. Das ist mehr, als Kinder an staatlichen Schulen lernen. 

Man kann vom Kreatonismus oder dem Intelligent Design halten was man will, aber letztlich ist auch der Darwinismus nur eine banale wissenschaftliche Theorie, die jederzeit durch eine andere ersetzt werden kann, sofern neue Fakten auftauchen oder Entdeckungen gemacht werden. Nichts, aber auch gar nicht spricht dafür, dass ausgerechnet Darwin sich nicht geirrt haben könnte. Die Militanz mit der die vermeintlichen Vertreter dieser Theorie über Andersdenkende herfallen, lässt, hinsichtlich ihrer wahren Absichten, andere Motive vermuten als lauthals akklamiert.

Quelle: Stuttgarter Zeitung; Kreationisten dürfen Schule betreiben

Ach so. Speziellen Dank an die Feinde unserer Freiheit: Dodo des Monats

Die gefälschten Embryonen

August 5, 2008
Ernst Haeckel

Ernst Haeckel

Ernst Haeckel gilt noch heute als ein herausragender Naturforscher, der sich unsterbliche Verdienste um die Verbreitung des Darwinismus gemacht hat. Eine seiner Hauptthesen, die bis heute durch die populäre oder pseudodarwinistische Literatur geistert, war die Behauptung, dass ein Embryo fast die komplette Stammesentwicklung (Phylogenese) im Schnelldurchgang als Ontogenese durchläuft. Als Beweis für diese These legte Haeckel Abbildungen vor, die seine Theorie stützen sollten.

„Die Ontogenesis ist eine kurze und schnelle Rekapitulation der Phylogenesis, bedingt durch die physiologischen Funktionen der Vererbung (Fortpflanzung) und Anpassung (Ernährung). “
Quelle: Wikipedia; Biogenetische Grundregel

Allerdings wird diese, als „Biogenetische Grundregel“ bekannte These, heute von den meisten Forschen abgelehnt, zumindest in der Form, in der sie Haeckel vorgebracht hat.

Dass Wissenschaftler sich irren können und falsche Theorien aufstellen gehört zum Berufsrisiko und ist nicht weiter tragisch. Dass allerdings die aufgestellten Theorien mit gefälschten oder manipulierten Beweisen untermauert werden, nicht. Denn genau das ist die Ernst Haeckel ganz offensichtlich der Fall.

„Nüsslein-Volhard: Ich glaube nicht, dass heute mehr gefälscht wird als vor hundert Jahren. Es gibt in allen Berufen Menschen, die sich in den Vordergrund drängen wollen, in allen Bereichen Betrug und Fälschung. Die Wissenschaft ist davon nicht ausgeschlossen. Ernst Haeckel hat gefälscht. Viele seiner Bilder von Organismen sind schlicht erfunden, um seine Theorie zu bestätigen …“
Quelle: Die Zeit; Wir Deutschen sind nicht moralisch höher stehend

Schon Wikipedia geht in einem Absatz auf jüngere Fälschungsvorwürfe, die Michael Richardson von der St. George’s Hospital Medical School ein, im Jahre 1997 erhoben hatte, doch werden hier sehr frühe Vorwürfe überhaupt nicht erwähnt.

Die von Hackel verwendeten Abbildungen

Von Haeckel verwendete Abbildungen

Schon 1874 wurde Haeckel durch den Anatom und Gewebeforscher Wilhelm His beschuldigt Beweismaterial gefälscht zu haben. Dieser Vorwurf war jedoch so leise vorgebracht, dass er kaum zur Kenntnis genommen wurde.

Ganz anders dagegen verhielt es sich mit einer Broschüre die 1908 unter dem Titel „Der Affenkrieg“ in Leipzig erschien und in der ein gewisser Arnold Brass Ernst Haeckel des Betruges bezichtigte und konkrete Beweise für seine These vorlegte. Das Bändchen fand reißenden Absatz und löste eine heftige und kontroverse Diskussion aus, in der es Haeckel allerdings gelang, den Angriff dadurch zu parieren, dass er ihn nicht als Fälschungsvorwurf behandelte, sondern als Angriff auf den Darwinismus darstellte. Er räumte zwar später die Manipulation von Fotografien ein, jedoch nur zum Zwecke der Untermauerung einer mittlerweile angeblich „bewiesenen“ These.

Haeckel selbst sagt zu den Vorwürfen:

„Um ein für allemal diesem liederlichen Streit ein Ende zu machen, bekenne ich reuig, dass ein kleiner Teil meiner vielen Abbildungen von Embryonen (vielleicht sechs oder acht Prozent) wirklich in dem von Brass gemeinten Sinn gefälscht sind, nämlich all jene, bei denen das vorhandene Beobachtungsmaterial so unvollständig und ungenügend ist, dass man bei der Aufstellung einer vollständigen Evolutionskette gezwungen ist, die Lücken mit Hypothesen zu füllen und die Glieder durch vergleichende Synthesen darzustellen.“
Quelle: Federico Di Trocchio; Der große Schwindel; Betrug und Fälschung in der Wissenschaft; IV. Falsche Fossilien und fehlende Glieder;1. Der Krieg der Affen; ISBN 3 499 60809