Posts Tagged ‘Eva Herman’

Schade Eva

Juni 3, 2010

Via Karl Eduard: Eva Herman wieder auf Sendung. Im KOPP-Verlag!

Nun ist Eva angekommen, wo sie nach Meinung ihrer Gegner sowieso schon hingehört: in einer Nische. Sie stellt damit die traditionelle Familienpolitik, die sie wie keine andere Frau in diesem Lande repräsentiert, in eine Reihe mit Ufologen und Leuten, die hinter jedem falschen Furz eine ganz gemeine Weltverschwörung vermuten. Sicher, jede Nische hat ihre Daseinsberechtigung, nur gehört eben Eva mit ihrem Anliegen ganz bestimmt nicht dorthin.

Schade Eva. Ich werde mir Deine Sendung nicht anschauen. Ich will Dich so in Erinnerung behalten, wie du einmal warst.

Für ein gewöhnliches Leben

Mai 15, 2010

Viermal verheiratet. Ihr Leben ist nicht so verlaufen, wie sie dachte. „Ich hab doch alles falsch gemacht! Ich hätte doch zu Hause bleiben sollen und hätte Kinder hervorbringen müssen und das Haus zur geborgenen Stätte des im fremden Leben tätigen Mannes machen müssen! Das wäre doch das Glück gewesen! Und nun habe ich das, verführt durch den emanzipatorischen Feminismus, verspielt.“ Und aus ihrer Sympathie heraus, meine Damen und Herren, mit den vielen Müttern, die im Hause, in den deutschen Häusern, sitzen, tritt sie [1] nun in die Arena und verkündet ihre neue Botschaft, die natürlich banal ist. Aber die elementaren Lebensinhalte sind alle banal!

Sie können als Philosoph nur irren, lieber Herr Seubert, ich meine nicht Sie, sondern rundum, wenn Sie nicht den Mut zur Banalität haben. Sie müssen den Mut haben, auch Banales aussprechen zu können. Ich habe viele Jahre gebraucht, bis ich das gelernt habe. Inzwischen klappt das schon ganz gut.

Das heißt also, der Konservativismus wäre eine hoffnungslose Angelegenheit, wenn man ihn als Postulat dem herrschenden Trend, dem vermeintlichen, entgegensetzen würde. Er wäre hoffnungslos, wenn er sich gar nostalgisch daran orientieren würde, Verlassenes, Traditionelles wieder herzustellen, sondern das, was Weikersheim von der neuen Rechten unterscheiden muß – und, Herr Seubert, Sie haben schon darauf hingewiesen – daß es zwei verschiedene Dinge sind: Entweder das Rechte als Gegenentwurf gegen eine angeblich der Linksliberalität und Verführung verfallenden Gesellschaft entgegenzusetzen und dann mit Herrn Weißmann [2] eine Revolution von rechts mit linken Mitteln zu fordern. Das ist Scheiße![3]

In diesem Punkte hat Rohrmoser recht. Ich will die Welt nicht verändern, sondern einfach nur leben dürfen: Eine Familie gründen, Kinder zeugen, ein Haus bauen, einen Baum pflanzen. Meinen Gott anbeten. Nichts anderes verlange ich, als ein gewöhnliches Leben. Das ist banal, aber eine Tragödie, wenn man darum betrogen wird. Eva Hermann hat den Betrug erkannt und sich öffentlich darüber empört. Sie steht stellvertretend für eine ganze Generation, die um ihre Lebenschancen betrogen wurde, weil sie sich den Einflüsterungen des Zeitgeistes ergab. [4]

Wenn der zeitgenössische Konservatismus einen Sinn haben will, so muss er die Stimme des Klageweibes zum Chor erheben, zu einem anschellenden Bocksgesang, der den kommenden Generationen die Tragödie der heute Lebenden als warnendes Beispiel vor Augen führt. Streitet für euer Recht, so die Botschaft, auf ein einfaches Leben und jagt alle Weltverbesserer, Ohrenbläser und Revolutionäre genau dorthin zurück, woher diese Ratten hervorgekrochen sind: in Dantes Hölle und zum Teufel.
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[1] Gemeint ist Eva Herman
[2] Gemeint ist Karlheinz Weißmann und sein Umfeld
[3] Die Wiederkehr der Geschichte; Prof. Dr. Günter Rohrmoser; Rede im Weikersheim; 2006
[4] Wohl auch deshalb, weil die vorangehenden Generationen durch das Feuer zweier Weltkriege ihrer moralischen Kompetenz scheinbar verlustig gingen. So hatte es der Zeitgeist leicht, die Tradition zu überwältigen.

Grüner Gruselkatalog

Mai 10, 2009

Zum Auftakt des Parteitags der Grünen watscht deren Chef Cem Özdemir CDU, SPD und FDP ab. Die Grünen geben sich im Bundestagswahlkampf zugleich umwelt-, wirtschafts- und familienfreundlich. Doch die Finanzkonzepte für einen Aufschwung nach der Krise klingen wie die Pläne der Linken.

Quelle: WELT ONLINE Parteitag in Berlin: Das Rezept der Grünen klingt nach Linkspartei

Unter „Familienpolitik“, das sei hier angemerkt, versteht die Partei das, was die Union vor Jahren noch sprachgewaltig als „familienfeindlich“ gebrandmarkt hätte. Hinter der „Formenvielfalt“ versteckt sich die Homo-Ehe, hinter „Geschlechtergerechtigkeit“ „Gender Mainstreaming“ und hinter „familienfreundlichen Strukturen“ die Kindergrippe. Ursula von Leyen ist es zu „danken“, dass sich die Grünen plötzlich „familienfreundlich“ generieren können. Dieselben Spießer also, die bei der Causa Eva Herman nicht müde worden, die traditionelle Familie in die Nähe des Nationalsozialismus zu rücken. Parteien erfolgreich gleichgeschaltet.

In den grünen Gruselkatalog kann man hier Einsicht nehmen: Grüne Familienpolitik für Familien von heute und morgen (PDF)