Posts Tagged ‘Familie’

Ein Hinweis

Januar 19, 2011

In jeder Gesellschaft müssen die drei Civilebenen Individuum, Familie und Staat ihre Kompetenzen gegeneinander abgrenzen und zu einem Gleichgewicht finden.[1]

Eigentlich wird immer eine Ebene vergessen, aber das hängt davon ab, wie man Familie definiert: die Gesellschaft. Familien im engeren Sinne sind Blutsverwandtschaften, im klassischen Sinne eher eine Gesellschaft. Aber das ein wirklich lesenswerter Artikel über die gewollte, böswillige Zerstörung einer Jahrtausende alten Lebensweise durch linke und liberale Ideologen.

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[1] Flaschenpost aus dem »Volksheim«; Geiernotizen.de.

Die große Scheinheiligkeit

Januar 7, 2011

Noch immer gibt Südkorea rund tausend Waisen pro Jahr zur Adoption ins Ausland frei. Wie kommt es, dass ein mittlerweile zu Wohlstand gekommenes Land dermassen viele Kinder «exportiert»? Paradoxerweise liegt der Grund in der zentralen Stellung, welche die eigene Familie im Weltbild der Koreaner einnimmt.[1]

Wie herzzerreißend in der NZZ wieder mal über die Familie gehetzt und gleichzeitig das Schicksal promisker Weiber bejammert wird. Er lehrreicher Artikel, der zeigt, wie man heutzutage Familie stickum dekonstruiert.

Niemand zwingt das Weib zu außerehelichen Geschlechtsverkehr.[2] Wenn sie ihn unbedingt begehrt, dann soll sie gefälligst auch die Folgen tragen.

Wer meint ich vertrete eine anachronistische Sexualmoral, der schaue in die Sozialhaushalte und vergegenwärtige sich die Kosten die „Alleinerziehende“, überwiegend Frauen, der Gesellschaft aufbürden, weil die ihre außerehelich gezeugten Bälger nicht aus eigener Kraft großziehen können. Die Kosten der promisken Lebensweise werden vergesellschaftet und die Kinder gehen vor die Hunde. Nicht alle, aber viele. Dazu braucht man nur in sogenannte „Patchwork-Familien“ zu schauen, wo Kinder nach Gusto der Mutter alle fünf Jahre oder öfter einen neuen „Papa“ vorgesetzt bekommen, ob sie das wollen oder nicht. Identitätskrise, siehe das Schicksal Adoptierter, inklusive.

Nie hat jemand behauptet, dass Familie eine perfekte Einrichtung ist, in der nur Friede und Freude herrscht und es jeden Tag Eierkuchen gibt. Die „heile Familie“ ist eine Figur ihrer Erzfeinde, um sie besser diffamieren zu können. Wenn es eine große Scheinheiligkeit gibt, dann es die bolschewisierte sogenannte „moderne“ Sexualmoral, die so tut, als hätte die „Natur“ den Sex ausschließlich zum Spaße des Menschen erfunden und die in dem verräterischen Satz eines Obama mündet, der nicht möchte, dass seine, wohlgemerkt immer noch minderjährigen (7 und 10 Jahre alt) Töchter für Sex mit Kindern „bestraft“ werden.

Mit der Geburt von Kindern, das wird heute böswillig aus dem Bewusstsein gerückt, beginnt der ernste Teil des Lebens, die Weitergabe dessen, was man selbst in der Kindheit empfangen hat. Dann ist Schluss mit Individualismus und Selbstverwirklichungsfantastereien. Dann zählt nur noch der Nachwuchs, bis zur Selbstaufopferung, falls nötig.

Aber nein, in der durchindividualisierten Gesellschaft ist niemand für Nichts verantwortlich, selbst für den eigenen Nachwuchs nicht. Die allgemeine, gleiche und brüderlicher Verantwortungslosigkeit feiert sich auf „Love-Parades“ selber und ist jedes Mal bass erstaunt, wenn es dann doch sichtbare Opfer gibt.

Nun ja. Solche Gesellschaft rottet sich, ob ihrer kinderfeindlichen Verantwortungslosigkeit, über kurz selber aus. Mathematisch gesehen ist das eine Sache von nur zwei, drei Generationen. Da hat man in 2000 Jahren wieder ein Rätsel mehr zu lösen, fragen sich die dann Urbanen aus welchen Grunde das klassische Europa so plötzlich den Löffel abgegeben hat.

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[1] Freigegeben zur Adoption; NZZ Online
[2] Das ich hier hauptsächlich den Vater in der Verantwortung sehe, muss ich nicht extra betonen. Ein Schwein, der eine Frau schwängert und hernach nicht den Anstand hat, seinem Nachwuchs Vater zu sein. Allerdings muss man nach dem „Frauenbefreiungsgeschwafel“ der Neuzeit auch sagen: Wenn sich ein Weib, aus welchen Gründen auch immer, außerehelich und verantwortungslos in die Schwangerschaft fickt, ja dann bitte, muss das von männlicher Vorherrschaft befreite Fräulein zusehen, wie es zurechtkommt. Das ist der Preis der „sexuellen Freiheit“, den das promiske Weib zu schultern hat. Denn die Behauptung das immer der Vater das Schwein ist, wird durch die Statistik nicht abgedeckt. Der originäre, also biologisch-triebhafte Kinderwunsch geht von der Mutter und nicht vom Vater aus. Das Weib weiß genau, wann es fruchtbar ist. Im Regelfall sogenannter ungewollter Schwangerschaften hat die Frau den Mann über die Löffel balbiert. Ob aus purer Dämlichkeit oder hinterhältiger Absicht sei dahingestellt. In beiden Fällen ist das nicht zu bejammern.

CDU: Abschied von der Familie

Juli 6, 2010

Die CDU will sich mehr denn je für Alleinerziehende einsetzen. Im Kampf gegen Kinderarmut setzt die Partei auf Erwerbsarbeit und Krippen.[1]

Ein neuerlicher Sargnagel mit dem die CDU ihren endgültigen Abschied von der traditionelle Familienpolitik besiegelt: Die sogenannte „Modernisierung“ der CDU entpuppt zunehmend als die einfache Übernahme feministischer und tief roter Konzepte, die vor allem ein Ziel verfolgen: die traditionelle Familie zu dekonstruieren, um sie irgendwann, in nicht mehr ferner Zukunft, zu delegitimieren. Die Steilvorlage schoss in der Diskussion um die Causa Eva Herman, Alice Schwarzer, als sie die traditionelle Ehe in die Nähe völkischer und nazistischer Ideologie rückte. [2] Nicht mehr lange und jeder Konservative, der die klassischen Familienwerte einklagt, wird von diesen Kreisen als Nazi beschimpft werden.

Als ob Alleinerziehung ein zu förderndes oder gar anzustrebendes gesellschaftliches Ideal wäre. Kinder brauchen intakte Familien und die Förderung Alleinerziehender ist die Belohnung für Lebensweisen, in denen nicht das Kindeswohl im Vordergrund steht, sondern krude linksliberale Selbstverwirklichungstheorien.
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[1] Kinderarmut: CDU rückt Alleinerziehende in den Mittelpunkt; WELT ONLINE.

[2] z. B. hier: Eva Herman: Die NPD hat eine neue Heldin

Straftatbestand Ehe

Juli 2, 2010

Die FDP-Bundestagsfraktion arbeitet an einem Gesetzentwurf, der Zwangsheirat zu einem eigenen Straftatbestand macht. Dann müssten Eltern, die ihre Töchter gegen deren Willen zu einer Ehe zwingen, mit deutlich höheren Haftstrafen rechnen.[1]

Was bei dem emotional besetzten Thema immer vergessen wird: Nicht nur Aische wird „zwangsverheiratet“, in der Regel hat auch Ali keine Qual der Wahl, weil er in archaischen Gesellschaften schon als Kleinkind verlobt wird. Warum wird dieser Tatbestand eigentlich nie thematisiert, wenn es um „Zwangsheirat“ geht? Sie vermuten richtig: weil das Thema auf der Agenda des Feminismus steht und die Figur des Mannes bei den Mädels höchstens als Täter, als Schwein oder als Verbrecher vorkommt. Deshalb ist es hierzulande auch nicht strafbar, wenn ein vierjähriger Junge mit einer Zweijährigen verlobt wird, während der Vater – nicht die Mutter – des Mädchens neuerdings mit Haftstrafen rechnen muss. Das ist zwar nicht logisch, aber ein Grund dafür, warum es so viele Feministinnen und so wenige Mathematikerinnen gibt.

Dabei werden die Kinder nicht „Opfer“ patriarchalischer Strukturen, wie man uns gerne einreden will, sondern meistens geht die Initiative zur frühkindlichen Kuppelei – gerade bei Mädchen – von der Mutter aus. In islamischen oder archaischen Gesellschaften [2] herrscht auch in der Familie strikte Geschlechtertrennung und im abgetrennten Weiberhaushalt endet die Macht des Hausherren – oft- an der Türschwelle zu den Frauengemächern.

Noch in der Generation meines Großvaters war es auch hierzulande üblich, das die Familie ein Wort bei der Partnerwahl der Söhne und Töchter mitzureden hatte, wurden ungeliebte Kandidaten rigoros gemobbt oder es wurde schamlos verkuppelt. Das taten die Eltern nicht, weil sie ihren Kindern Böses antun wollten, dass taten sie aus dem entgegengesetzten Grunde. Es wird bei der „Diskussion“ – sofern man diese überhaupt als solche bezeichnen kann – immer wieder vergessen, das der Sozialstaat mit seinen üppigen Wucherungen ein Produkt der Nachkriegszeit ist und das die Familie, der Clan, die Gens über die Jahrhunderte hinweg die Rolle spielte, die man heute als soziales Netz bezeichnet. Menschen ohne Familienbande fielen der Armut anheim. Die Heirat war ein viel zu wichtiges Instrument zur Sicherung der sozialen Stellung, als das man es „der Liebe“, vulgo den Hormonen, überlassen konnte. Bei der Partnerwahl regierte die Vernunft, nicht der animalische Trieb.

Damals war für Sentimentalitäten kein Platz, derlei kam nur in billigen Dreigroschenheften vor. Heute besingen Hollywoodschnulzen das Loblied auf die „Liebesheirat“, sofern heuer überhaupt noch geheiratet wird. Die aus solcherlei „Liebesbeziehungen“ entstanden Kinder, werden, wenn nicht gleich abgetrieben, doch ganztags an Vater Staat entsorgt, damit sie der eigenen Karriere möglichst nicht in die Quere kommen. Man hat die Familie als lebenslange Schicksalsgemeinschaft zerstört, ihr den Sinn geraubt und nennt die nunmehrige Abhängigkeit von den Almosen eines omnipotenten Staates euphemistisch „Befreiung“, obwohl schon – oder noch – die antiken Römer wussten, dass derlei Fron nicht anderes als Knechtschaft ist.

Und, selbstverständlich werde ich versuchen Einfluss darauf zu nehmen, welchen Lebenspartner sich meine Kinder wählen. Selbstverständlich werde ich mir genehme Kandidaten fördern und Hallodris und Schlampen mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln mobben. Für das Wohl meiner Kinder nehme ich gerne auch Gefängnis in Kauf. Vielleicht wird die Ehe als solche in Bälde überhaupt strafbewehrt.
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[1] Klarer Straftatbestand: FDP geht gegen Zwangsheirat vor – n-tv.de

[2] Im Grunde haben derartige Familienstrukturen deshalb nichts mit der Religion zu tun, weil sie praktisch, in leicht abgewandelten Formen, in allen Kulturkreisen vorkommen und das ein starker Hinweis darauf ist, dass vorhandene Schichtungen von der Religion erst im nachhinein geheiligt werden. Die Familie und ihre Struktur ist älter als Christentum oder Islam.

‚Mißverstandene Emancipation‘

Mai 4, 2010

Von selber verfällt eine deutsche Frau noch nicht auf den Gedanken der »Emancipation der Frauen.« Die wenigsten Frauen verstehen den Sinn dieser Theorie: die ganz wenigen aber, welche selbige verstehen, haben sie mißverstanden.
Wilhelm Heinrich von Riehl; Die Familie; 1852

Heuchelei

April 27, 2010

Frankreichs Präsident Sarkozy lässt im Umfragetief die Debatte über das geplante Burka-Verbot eskalieren. Die Kontroverse hatte als simples Bußgeldverfahren begonnen. Nun wird sie zu einer Generalabrechnung mit der lange geduldeten Polygamie.[1]

Moderne Heuchelei: Ausgerechnet die Propagandisten der Promiskuität und Pornografie erregen sich über polygame Lebensweisen der Einwanderer. Als ob es vor dem Hintergrund linksliberaler „Sexualethik“ einem Unterschied macht, ob ein Mann mit vier Frauen oder eine Frau mit vier Männern schläft.[2] Er ist doch gerade die lebenslange Monogamie zum Zwecke der Kinderzeugung und ihrer Erziehung, die Linke und Bürgerliche gemeinsam, unter das Fallbeil ihrer kruden Weltsichten gelegt haben. Der Mann ist nicht staatlich verheiratet und nach moderner Moral darf er zusammenleben und Kinderzeugen, mit wem immer er will. Auch in Deutschland ist der staatliche Trauschein längst überflüssig und höchstens das Finanzamt interessiert es noch, wer mit wem zusammenlebt. Genau das haben die 68iger in ihren Kommunen vorgelebt und komme mir niemand mit dem Islam: Rudi Dutschke oder Alice Schwarzer waren oder sind mindestens genauso fundamentalistisch, wie ein islamischer Imam der Selbstmordattentäter indoktriniert.

Im übrigen zahlt der Sozialstaat für die zwölf Kinder des Mannes in jedem denkbaren Falle, auch dann, wenn sie von nur einer Frau stammen würden.[3]

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[1] Burka-Verbot in Frankreich; FAZ.NET
[2] Wobei der erstere Fall im feministischen Sprachgebrauch unter das verhasste Patriarchat fällt, während der zweite Fall wohl eine erstrebenswerte Variante der „sexuellen Befreiung der Frau“ darstellt, weshalb auch regelmäßig der „Burka-Alarm“ ausgelöst wird. Dummerweise scheint die autofahrende Konvertitin emanzipiert genug, um sich freiwillig in einen Ganzkörperschleier zu hüllen und den Polizisten zu verklagen, der ihr das Bußgeld aufgebrummt hat.
[3] Verdeckt taucht hier eine Eigentumsfrage auf: Niemand würde sich aufregen, wenn die Frauen die Sozialhilfe für „ihre“ Kinder kassierten. Nein, dass der Mann es tut, ist ursächlicher Gegenstand moralisierender Heuchelei. Kinder, ein nie ausgesprochener kategorischer Imperativ des Feminismus‚ „gehören“ der Frau.

Moral, Justiz und Jungfernhaut

November 10, 2009

In der Türkei hat das oberste Berufungsgericht die Unberührtheit einer Frau als Vorraussetzung für die Ehe bestätigt. Ein Mann hatte nach der Hochzeitsnacht die Scheidung eingereicht, weil seine Auserwählte seinen Angaben zufolge nicht mehr jungfräulich war. Sie bestreitet dies mit einem Gutachten.

Quelle: WELT ONLINE; Gerichtsbeschluss: In der Türkei hat die Braut jungfräulich zu sein

Ich kenne die Details des Verfahrens nicht. Aber für die „WELT“ scheint es ein grundsätzliches Problem zu sein, zumindest lässt dies die „Schlagzeile“ erahnen, dass eine Frau jungfräulich in die Ehe geht oder das der Zustand der Jungfernhaut überhaupt Gegenstand rechtlicher Erwägungen sein kann.

Nun gibt es auch hierzulande Normen, auf deren stillschweigender Voraussetzung jede bürgerliche Ehe ruht und deren Bruch von jedem Scheidungsrichter als sofortiger Trennungsgrund anerkannt wird. Die eheliche Treue ist eine solche Norm. Der rationale Kern dieser Sitte ist biologischer Natur, denn nur die Frau wusste in früheren Zeiten, wer wirklich der Vater ihrer Kinder war. Eheliche Treue ist Ausdruck vergangener Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern. Der Mann, der für den Unterhalt verantwortlich war, hatte und hat ein berechtigtes Interesse daran, nur für die Kinder sorgen zu müssen, die auch wirklich sein eigen Fleisch und Blut sind. Noch heute kreist fast das gesamte Unterhaltsrecht um die leibliche Vaterschaft. Es ist eben kein Kavaliersdelikt, wenn ein Vater nach zwanzig Jahren feststellen muss, dass er keinen eignen Nachwuchs großgezogen hat. Dann ist die biologische Uhr – um nachzuholen, um was man ihn betrogen hat – meistens abgelaufen.

Dass männliches Misstrauen nicht unberechtigt ist, zeigt die hohe Zahl sogenannter „Kuckuckskinder“. War es früher schwer die Vaterschaft eindeutig nachzuvollziehen, werden heute künstliche Hürden aufgerichtet, um den Mann diese Sicherheit zu verwehren. Die Argumente, die gegen einen obligatorischen Vaterschaftstest während der Schwangerschaft oder nach der Geburt des Kindes vorgebracht werden, liefern den Mann weiblicher Scheinheiligkeit aus. Umsomehr, als der Treuebruch heute nicht mehr mit gesellschaftlichen Sanktionen bestraft wird.

Die Jungfräulichkeit als Ehevoraussetzung war bis tief in die Neuzeit hinein auch im christlichen Europa eine anerkannte Norm[1]. Auch hierfür gab es triftige Gründe, die über die moralische Dimension dieser Sitte hinausreichten und die aus jenen Zeiten stammten, in denen die Familie das einzige soziale Netz in einer Gesellschaft bot, in der an einen „Sozialstaat“ heutiger Prägung nicht zu denken war. Alleinerziehende Mütter waren aus ökonomischen Gründen undenkbar, uneheliche Kinder fielen immer einer Gemeinschaft zur Last, die über keine Ressourcen verfügte, um aufwendige Sozialleistungen zu ermöglichen. Deshalb galt vorehelicher Sex als moralisch anstößig. Das hat sich geändert, aber wir bezahlen es mit der Auflösung der Ehe und der Entfremdung der Geschlechter.

Gesellschaftliche Normen entstehen nie willkürlich, sie folgen vielmehr jenen Zwängen, denen die jeweiligen Gesellschaften ausgesetzt sind. In der Türkei ist die Großfamilie nicht Ausnahme, sondern Regel, halten sich die staatlichen Sozialleistungen in engen Grenzen. In einer solchen Gesellschaft macht die Jungfräulichkeit als gesellschaftliche Norm natürlich Sinn und es zeigt sich hier wieder einmal, mit welcher blasierten Arroganz westliche Kommentatoren zu urteilen pflegen.

Es sei noch auf einen anderen Aspekt verwiesen.

In jedem Ehevertrag werden die Bedingungen formuliert, unter denen eine Ehe zur Gültigkeit gelangt. Jeder Bruch des Vertrages ist ein Scheidungsgrund. Natürlich kann der Mann auf der Jungfräulichkeit seiner Braut bestehen. Das mag zwar reaktionär klingen, das Recht dazu bleibt davon unberührt. Inwieweit es in einer promiskuitiven Gesellschaft durchsetzbar wäre, steht auf einem ganz anderen Blatt. Sollte sich nun die Frau unter Vorspiegelung falscher Tatsachen die Ehe mit einer Lüge über Zustand ihres Jungfernhäutchens erschleichen, dann erfüllt das schlicht und ergreifend den Tatbestand des Betruges und ist selbstverständlich ein Scheidungsgrund.

Dass die Frau im vorliegenden Fall kein Recht bekam, kommt vor. Richter fällen, wie Schiedsrichter auf dem Fußballfeld, Tatsachenentscheidungen und Fehlentscheidungen leisten sich nicht nur türkische Richter. Der Artikel und mehr noch die Kommentare zeigen, wie verinnerlicht feministisches Gedankengut in dieser Gesellschaft ist, denn genau das ist der unausgesprochene Hintergrund dafür, warum eine solch banale Angelegenheit aus dem fernen Anatolien ihren Weg in den deutschen Blätterwald findet. Hätte der Mann verloren, hätte man sich die Druckerschwärze mit Sicherheit gespart.

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[1] Das ist ein Grund dafür, warum dieses Urteil nicht zum Islam-Bashing taugt. Man findet die Tugend der Jungfräulichkeit sowie die der Treue in allen Gesellschaften und nahezu jeder Epoche. Es gibt viele Gründe, warum der Islam und Europa inkompatibel sind, die Jungfräulichkeit der Bräute gehört allerdings nicht dazu.

Homo-Ehe soll ins Grundgesetz

Mai 22, 2009

Das Grundgesetz wird 60. Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) nahm dies zum Anlass, mehrere Änderungen zu fordern. Sie will neben der traditionellen Familie auch Homo-Ehen unter den Schutz des Grundgesetzes stellen.

Quelle: WELT ONLINE; Verfassung : Zypries will Homo-Ehe im Grundgesetz verankern

Die Ehe war eine Institution, die nichts mit dem heute völlig verkitschten Hollywoodbild zu tun hatte. Bis Goethes „Werther“ war die Ehe keine Liebesbeziehung, sondern politisches, ökonomisches, soziales und gesellschaftliches Kalkül. Es war in jener Zeit nicht ungewöhnlich, wenn sich die Ehepaare siezten und sich ihre sexuellen Kontakte auf die reine Nachwuchszeugung beschränkten. Die Großfamilie und die in ihr eingebettete Ehe war für die Menschen bis Bismark, die einzige soziale Sicherheit auf die sie bauen konnten. Die Ehe stand aus diesem und nur aus diesem Grunde unter dem besonderen Schutz nahezu aller Verfassungen. Sie war viel zu wichtig, um sie auf unzuverlässige Gefühle wie „Liebe“ oder gar „Leidenschaft“ zu gründen. Kinder wurden deshalb immer gezeugt, weil die Dreigenerationenfamilie auf Kontinuität angewiesen war und schon das ausbleiben nur einer Generation einen unmittelbaren sozialen Abstieg nach sich zog.

Vor allem der nach dem Krieg ausufernde Sozialstaat hat die ökonomische und soziale Bindekraft der Ehe nachhaltig zerstört. War in früheren Zeiten der Staat von einem funktionierenden Netz familiärer Beziehungen abhängig, so hängt heute umgekehrt die Ehe am Tropf des Staates. Sie sieht sich heute auf eine „Liebesbeziehung“ reduziert und ist nicht einmal mehr das geistige Zentrum der nachwachsenden Generation. Die moderne „Familienpolitik“ hat nur dazu beigetragen diesen Prozess zu beschleunigen und setzt mit der Anerkennung der „Homo-Ehe“ nur einen parodistischen Schlusspunkt.

Grüner Gruselkatalog

Mai 10, 2009

Zum Auftakt des Parteitags der Grünen watscht deren Chef Cem Özdemir CDU, SPD und FDP ab. Die Grünen geben sich im Bundestagswahlkampf zugleich umwelt-, wirtschafts- und familienfreundlich. Doch die Finanzkonzepte für einen Aufschwung nach der Krise klingen wie die Pläne der Linken.

Quelle: WELT ONLINE Parteitag in Berlin: Das Rezept der Grünen klingt nach Linkspartei

Unter „Familienpolitik“, das sei hier angemerkt, versteht die Partei das, was die Union vor Jahren noch sprachgewaltig als „familienfeindlich“ gebrandmarkt hätte. Hinter der „Formenvielfalt“ versteckt sich die Homo-Ehe, hinter „Geschlechtergerechtigkeit“ „Gender Mainstreaming“ und hinter „familienfreundlichen Strukturen“ die Kindergrippe. Ursula von Leyen ist es zu „danken“, dass sich die Grünen plötzlich „familienfreundlich“ generieren können. Dieselben Spießer also, die bei der Causa Eva Herman nicht müde worden, die traditionelle Familie in die Nähe des Nationalsozialismus zu rücken. Parteien erfolgreich gleichgeschaltet.

In den grünen Gruselkatalog kann man hier Einsicht nehmen: Grüne Familienpolitik für Familien von heute und morgen (PDF)

Familie in der Antike II

November 20, 2008

Die Organisation der römischen „familia“

Die römische Ehe und Familie sollte vorwiegend dem Wohl des Staates – der res publica – dienen. Die Hauptaufgabe bestand folglich darin, das Individuum in den Staat einzugliedern. Da die Macht im Staat keine unklaren Verhältnisse duldete, mussten folgerichtig auch die Herrschaftsverhältnisse in der „familia“ eindeutig sein. Wie kein anderes Familienmodell der Antike waren die römischen Verhältnisse auf die Vaterherrschaft ausgerichtet. Das „patria potestas“ unterwarf alle zu Gemeinschaft gehörenden Personen der väterlichen Gewalt, selbst dann, wenn sie Kraft des Rechtes und nicht des Blutes zum Personenverbund gehörten.

Die „patria potestas“ beschränkte sich also nicht nur auf Sachen und Rechtsgüter, sondern schloss ausdrücklich auch Personen, gleichgültig ob diese unverheiratet oder vermählt waren, ein. So unterstand der Sohn der Rechtsgewalt des Vaters selbst dann, wenn zum Tribun, Konsul oder Kaiser erhoben wurde. Dieses Verhältnis endete erst mit dem Tod des Vaters.

Die Machtfülle war umfassend, so konnte das Familienoberhaupt Kinder aussetzen oder verkaufen, durch „mancipatio“ die Gewalt von Angehörigen anderen „pater familias“ übertragen und es besaß die volle Straf- und Züchtigungsgewalt, die sogar die „ius vitae necisque“, das Tötungsrecht einschloss, wenn ein Hausgericht zuvor die Strafe diese Strafe beschlossen hatte. Dieses Recht war nicht nur auf Familienangelegenheiten beschränkt, sondern konnte auch bei Verbrechen gegen Staat ausgeübt werden. Erst mit dem Übergang zum Kaiserreich entzog man dem „pater familias“ das Tötungsrecht, welches nunmehr in die Befugnis der öffentlichen Strafgewalt überging.

Eherecht

In Rom galt das Prinzip der Einehe. Liebesehen waren die Ausnahme, die Zeugung einer angemessenen Nachkommenschaft war Ehezweck. Ehen unter Verwandten waren nicht gestattet. Voraussetzung für die Ehe war die Mündigkeit beider Partner. In Rom kannte man zwei unterschiedliche Rechtordnungen der Ehe. Die Manus-Ehe und die manusfreie-Ehe. Bei der Manus-Ehe unterstand die Frau der Gewalt des Ehemanns, im freien Verhältnis weiter unter der ihres leiblichen Vaters. Es ist nachgewiesen, dass die anfangs vorherrschende Manus-Ehe von der manusfreien-Ehe verdrängt wurde. Allerdings war auch in den Frühzeiten Roms die Zustimmung beider Ehepartner erforderlich, um den Bund rechtskräftig werden zu lassen. Bei der manusfreien-Ehe konnte der Ehegatte den Wechsel der Rechtsgewalt dadurch „ersitzen“ (usus), dass die Frau ohne Unterbrechung in gültiger Ehe gelebt hatte. Die Frau konnte den Wechsel dadurch verhindern, dass sie alljährlich drei Tage und Nächte hintereinander abwesend blieb. Die manusfreie-Ehe hatte den eigentümlichen Effekt, dass die Kinder der Frau zu Fremden wurden, da diese unter der Hausgewalt des Ehegatten standen und die Ehen immer öfter eine Verbindung auf Zeit wurden.

Scheidung

Diese Entwicklung spiegelte sich auch im Scheidungsrecht wieder. War die Auflösung einer in der römischen Frühzeit nur bei Unfruchtbarkeit gestattet, so wurde die Scheidung auf Begehren nur eines Partners ohne staatliches Verfahren möglich. Ausdrücklich war dieses Begehren auch für Frauen (repudium) möglich. Die Mitgift, sofern die Frau eine eingebracht hat, nahm sie im Falle der Scheidung wieder mit, da dieses Vermögen ausschließlich zu Versorgung der Frau gedacht und der Gewalt des Hausherren entzogen war. Allerdings gab es Sonderreglungen für den Fall, dass einer der Partner schuld (etwa Untreue) an der Auflösung des Ehebundes hatte.

Sklaven und Freigelassene

Zur römischen „familia“ gehörten ausdrücklich auch alle Sklaven. Der Hausherr konnte sie freilassen, aber Freigelassenen unterstanden auch danach seiner Hausgewalt die auch eine Fürsorgepflicht – zum Beispiel bei Prozessen oder finanziellen Notlagen – einschloss. Sie ordneten sich nahtlos in das Heer der „clientas“ ein, die jeder „patronus“ unterhielt. Der Freigelassene unterschied sich vom Sklaven nur dadurch, das er nun ein eigenes Haus mit Familie gründen konnte.

Familie in der Antike I

[wirf fortgesetzt]