Posts Tagged ‘Familienpolitik’

Linke Lebenslügen

Mai 27, 2010

Durch den Geburtenabsturz droht der Kollaps der Sozialsysteme. Doch ist dieser Zusammenbruch überhaupt noch aufzuhalten? Konservative Politiker wollen mit einer „demografischen Offensive“ gegenhalten. Sie fordern eine Mütterquote, also eine Bevorzugung im Arbeitsleben. Ihre Devise: Neue Eltern braucht das Land.[1]

Bevorzugung von Müttern im Arbeitsleben: Abgesehen von der Tatsache, dass solche Forderungen Väter diskriminieren – zum Kinder zeugen und erziehen gehören immer zwei, ist das doch genau die Politik, die uns die demografische Katastrophe erst eingebrockt hat. Es sind doch gerade die gut Ausgebildeten und im Berufsleben stehenden Frauen, die aus Karrieregründen als Mütter meistens ausfallen oder eine Einkindfamilie, mit anschließender Scheidung präferieren. Die brauchen keinen Extrabonus, der macht sie nur noch karrieregeiler, um im Berufsleben zu bestehen, sondern eine andere Einstellung zu Beruf, Karriere, Familie und Kindern.

Das ist keine fiskalische, sondern eine Frage von Lebens- und Leitbildern, von Einstellungen und Überzeugungen, kurz dem, was Hegel den Zeitgeist nannte: siehe die „taffe“ Karrierefrau.

Wenn sich hier nichts ändert, wird sich auch an der demografischen Entwicklung nichts ändern. Die größte Lebenslüge der Linksliberalen ist die, von der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Neunzig Prozent der Ehen gegen wegen des Berufes kaputt, weil sich Kinder und Eheleute auseinanderleben, weil nicht mehr „die Familie“ sondern „die Arbeit“ im Zentrum des neugeistigen Denkens steht.

Kurzfristig lässt sich das nicht berichtigen, weil der linksliberale Mainstream, der sich seit 1968 hier überall breitgemacht hat, sich längst entschieden hat, wie er das demografische Problem zu lösen gedenkt: Nicht durch mehr Kinder, sondern durch Forcierung der Massenzuwanderung auf Kosten der autochthonen Bevölkerung.[3]

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[1] Demografie: Politiker fordern Mütterquote für mehr Kinder – Nachrichten Politik – Deutschland – WELT ONLINE.
[2] Warum sich eine Frau eine moderne Karriere „gönnen sollte, erschließt mir genau so wenig wie die exakt gleiche Fragestellung für einen Mann. Um was genau zu tun? Um einen acht- oder mehrstündigen Tagestag lang nicht ihren eigenen Interessen zu frönen, sondern sich für fremde Profitinteressen zu prostituieren. Denn genau das haben die 68iger fertiggebracht: Die Frau muss sich neuerdings nicht nur sexuell prostituieren, sondern in der Arbeitswelt auch so tun, als wäre sie ein perfekter Mann.
[3] Wobei ironischerweise die jährliche Auswanderungsquote, die der Einwanderung übersteigt. Zudem wandern gut Ausgebildete ab und Ungebildete in Massen ein. Wie lange das noch gut geht, kann sich jeder Idiot an zehn Fingern abzählen. „Die Heraufkunft des Weibes“, schreibt Evola sinngemäß in seiner „Revolte gegen die moderne Welt“, „leitet den Niedergang einer Hochkultur ein“. Heute muss man nicht mehr in Lehrbüchern blättern, sondern kann diese historischen Prozess „live“ beobachten.

Merkels „moderne“ Mitte

Juni 15, 2009

Es ist nicht Merkel, die sich vor die Kirchen des Landes postiert und Unionsmitglieder am Betreten hindert. Kein CSU-Vorsitzender hat von ihr die Weisung erhalten, sich nicht mehr gegen die Abtreibung zu äußern. Der Erosionsprozess kommt von innen, nicht von außen, auch wenn viele das nicht wahrhaben wollen. Quelle: Deutschlandradio Kultur; Merkels Mitte

Es hat in dieser Partei auch niemand gegen den Rauswurf von Martin Hohmann und Henry Nitzsche protestiert. So kann der Linksruck auch als notwendige Modernisierung umgedeutet werden:

Mariam Laus These lautet, dass die CDU erfolgreich ist, weil sie sich von alten, überholten Positionen getrennt und sich neuen Themen geöffnet habe. Lau nennt das die „Modernisierung der CDU“ und lobt in diesem Zusammenhang die Familienpolitik von Ursula von der Leyen und die Islamkonferenz Wolfgang Schäubles. Umgekehrt hält Lau den Ausschluss des konservativen CDU-Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann oder auch Merkels Kritik am Papst in der Affäre um den Holocaust-Leugner Williamson für notwendige Schritte im Sinne dieser Modernisierung. Für Lau ist diese moderne CDU die Partei der Integrationspolitiker, der berufstätigen Mütter und der Klimaschützer, es ist eine CDU, die auf Distanz zu Kirche und Konservativen geht.

Bleibt eigentlich nur die Frage: Wer bestimmt eigentlich das, was gerade „modern“ ist? Laut Verfassung sind es die Parteien und deren Entscheidungsträger. Aber offensichtlich hecheln die auch nur jemanden hinterher, der sowohl das Tempo als auch die Richtung gesellschaftlicher Transformationen vorgibt.

Wie sonst könnte es passieren, dass der einsame Beschluss einer radikalfeministischen „UN-Weltfrauenkonferenz“ zum „Gender Mainstreaming“ im Jahre 1995 in China nur wenige Monate später offizielle Politik der Bundesregierung wird, die mittels „Gender Budgeting“ diese „moderne“ Politik bis in die letzte Verästelung der politischen Bürokratie durchgeboxt. Das alles, ohne das je eine öffentliche Debatte um Sinn oder Unsinn einer solchen Politik stattgefunden hätte. Noch nicht einmal eine innerparteiliche Diskussion hat darüber gegeben.

Die Rätsel, das im Raume steht heißt: Wer regiert uns eigentlich? Merkel ist es mit Sicherheit nicht. Die Kanzlerin so heißt es, ist skeptisch gegenüber „großen Entwürfen“. Früher nannte man so etwas noch Prinzipienlosigkeit. Genau die Eigenschaft, die ein Erfüllungsgehilfe am dringendsten braucht.

Umgekehrt hält Lau den Ausschluss des konservativen CDU-Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann oder auch Merkels Kritik am Papst in der Affäre um den Holocaust-Leugner Williamson für notwendige Schritte im Sinne dieser Modernisierung. Für Lau ist diese moderne CDU die Partei der Integrationspolitiker, der berufstätigen Mütter und der Klimaschützer, es ist eine CDU, die auf Distanz zu Kirche und Konservativen geht.

Bleibt für mich eigentlich nur die Frage: Wer bestimmt eigentlich das, was gerade „modern“ ist. Bisher dachte ich es wären die politischen Parteien und ihre Entscheidungsträger. Aber offensichtlich hecheln sie auch jemanden hinterher, der so sowohl das Tempoab Richtung gesellschaftlicher Toninformationen bestimmt.

Homo-Ehe soll ins Grundgesetz

Mai 22, 2009

Das Grundgesetz wird 60. Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) nahm dies zum Anlass, mehrere Änderungen zu fordern. Sie will neben der traditionellen Familie auch Homo-Ehen unter den Schutz des Grundgesetzes stellen.

Quelle: WELT ONLINE; Verfassung : Zypries will Homo-Ehe im Grundgesetz verankern

Die Ehe war eine Institution, die nichts mit dem heute völlig verkitschten Hollywoodbild zu tun hatte. Bis Goethes „Werther“ war die Ehe keine Liebesbeziehung, sondern politisches, ökonomisches, soziales und gesellschaftliches Kalkül. Es war in jener Zeit nicht ungewöhnlich, wenn sich die Ehepaare siezten und sich ihre sexuellen Kontakte auf die reine Nachwuchszeugung beschränkten. Die Großfamilie und die in ihr eingebettete Ehe war für die Menschen bis Bismark, die einzige soziale Sicherheit auf die sie bauen konnten. Die Ehe stand aus diesem und nur aus diesem Grunde unter dem besonderen Schutz nahezu aller Verfassungen. Sie war viel zu wichtig, um sie auf unzuverlässige Gefühle wie „Liebe“ oder gar „Leidenschaft“ zu gründen. Kinder wurden deshalb immer gezeugt, weil die Dreigenerationenfamilie auf Kontinuität angewiesen war und schon das ausbleiben nur einer Generation einen unmittelbaren sozialen Abstieg nach sich zog.

Vor allem der nach dem Krieg ausufernde Sozialstaat hat die ökonomische und soziale Bindekraft der Ehe nachhaltig zerstört. War in früheren Zeiten der Staat von einem funktionierenden Netz familiärer Beziehungen abhängig, so hängt heute umgekehrt die Ehe am Tropf des Staates. Sie sieht sich heute auf eine „Liebesbeziehung“ reduziert und ist nicht einmal mehr das geistige Zentrum der nachwachsenden Generation. Die moderne „Familienpolitik“ hat nur dazu beigetragen diesen Prozess zu beschleunigen und setzt mit der Anerkennung der „Homo-Ehe“ nur einen parodistischen Schlusspunkt.

Grüner Gruselkatalog

Mai 10, 2009

Zum Auftakt des Parteitags der Grünen watscht deren Chef Cem Özdemir CDU, SPD und FDP ab. Die Grünen geben sich im Bundestagswahlkampf zugleich umwelt-, wirtschafts- und familienfreundlich. Doch die Finanzkonzepte für einen Aufschwung nach der Krise klingen wie die Pläne der Linken.

Quelle: WELT ONLINE Parteitag in Berlin: Das Rezept der Grünen klingt nach Linkspartei

Unter „Familienpolitik“, das sei hier angemerkt, versteht die Partei das, was die Union vor Jahren noch sprachgewaltig als „familienfeindlich“ gebrandmarkt hätte. Hinter der „Formenvielfalt“ versteckt sich die Homo-Ehe, hinter „Geschlechtergerechtigkeit“ „Gender Mainstreaming“ und hinter „familienfreundlichen Strukturen“ die Kindergrippe. Ursula von Leyen ist es zu „danken“, dass sich die Grünen plötzlich „familienfreundlich“ generieren können. Dieselben Spießer also, die bei der Causa Eva Herman nicht müde worden, die traditionelle Familie in die Nähe des Nationalsozialismus zu rücken. Parteien erfolgreich gleichgeschaltet.

In den grünen Gruselkatalog kann man hier Einsicht nehmen: Grüne Familienpolitik für Familien von heute und morgen (PDF)

Nicht verraten, aber verkauft

Oktober 31, 2008

Wer Familienpolitik sagt, meint Geld. Transferleistungen, die es den Familien leichter machen sollen. Nur, warum haben die es eigentlich so schwer?

Rückblende. Januar 1945. Meine Großmutter hochschwanger. Auf der Flucht vor den Russen gebiert sie ihr erstes Kind. Mitten hinein in die deutschen Trümmerwüsten. Haus und Hof verloren, wird auch der kleine Restbesitz in der SBZ enteignet. Wieder Flucht bei Nacht und Nebel. Wieder Hochschwanger. Jetzt haben sie nichts mehr, nur die Kleider auf ihren Leibern. Wieder Neuanfang. Unter Tränen. Und noch ein Kind. Gewollt und geliebt. Da war noch kein Staat gegründet und nirgendwo Sicherheit. Hungerjahre und drei Kinder durchgefüttert. So wurden sie große und kräftige Burschen. Aus dem Nichts.

Gegenwart, Familienpolitik: Kindergeld! Erziehungsgeld! Muttergeld! Vatergeld! Nochmehrgeld! Je mehr man hineinsteckt, desto schlimmer scheint es zu werden. Noch weniger Kinder. Noch mehr Hilfen? Vergeblich! Er wird immer zu wenig sein. Weil Geld das Problem nicht löst, sondern das Problem ist. Das ist das Gift, was Familien zersetzt. Ihre Substanz aushöhlt. Sie nutzlos macht.

Vielleicht wird man, wenn über Hollywood die Geier kreisen, wieder einmal begreifen, welchen Sinn Familie, jenseits verkitschter Ideale, eigentlich wirklich hat. Und was sie zu leisten im Stande ist, wenn man ihr nicht hilft, sondern sie lässt. Sie hat alle Zeiten, Staaten und Krisen überlebt. Nur den Wohlstand nicht. Der lässt sie verächtlich links liegen. Er braucht sie nicht mehr.

Familie ist der kleinste Sozialstaat der Welt und ihr Netz ist, wenn einer fällt, mindest so fest, wie das einer Seidenspinne. Verraten, Herr Liminski aus Bonn, wurden die Familien nicht, aber verkauft. An die Börse. Um des Wohlstands willen.

Inspiriert durch: idea; Wie die Familie „verraten“ wird

Kinderkäfighaltung wird ausgeweitet

September 26, 2008

„Nur neun Prozent der unter dreijährigen Kinder in Deutschland werden in einer Kindertagesstätte (Kita) oder durch eine Tagesmutter betreut. Damit liegt Deutschland weit unter dem europäischen Schnitt. Das neue Kinderförderungsgesetz soll das ändern. Tagesschau.de hat Fragen und Antworten zum neuen Gesetz zusammengestellt.“
Quelle: Tagesschau; Milliarden für die Kleinsten

Kinder stören, wenn Mutti einer Pseudokarriere in der „freien“ Wirtschaft nachjagt oder das Geld deshalb fehlt, weil kein „Ernährer“ für Ein- und Auskommen der Familie sorgt. Da solche Fälle mittlerweile Regel, denn Ausnahme sind, muss man natürlich dafür sorgen, dass man die „lieben Kleinen“ tagsüber, wenn Mutti dem Chef sein Luxusauto verdient oder mit dem Kollegen im Kopierraum vögelt, irgendwo verwahrt werden. ‚Kinderkrippen‘, eine „Errungenschaft“ des „real“ untergegangenen Sozialismus bieten sich hierbei als der Ausweg, den die gründliche missratene Tochter des bürgerlichen Ex-Ministerpräsidenten Albrecht, Gott hab ihn selig, der „Gesellschaft“ als Ausweg aus der selbstverschuldeten Misere anzubieten gedenkt. Flächendeckende Kinderkäfighaltung statt traditioneller Familienpolitik. Und, oh Schreck, Deutschland hat in der industriellen Kinderhaltung Nachholbedarf. Andere Europäer sind bei der Verstaatlichung des familiären Nachwuches schon wesentlich weiter.

Dass kommt freilich der allgemeinen Umerziehungsabsicht der Geschlechter im Rahmen des milliardenschweren Gender Mainstreaming Programms entgegen. Familien können das nämlich nicht. Deshalb sollte sie die Erziehung ihrer „Lieblinge“ doch lieber gleich dem Staat überlassen. Dort lauern die kinderlosen Expertinnen schon.

Ursula von der Leyen ist nur deshalb nicht in der Linkspartei, weil sie, im Gegensatz zu den Emanzen dort, eigene Kinder hat. Das passt nicht unbedingt ins linke Profil, was aber deshalb nichts macht, weil sich die dort propagierte Politik mittlerweile vollkommen ungestraft, sogar als „modern“ umjubelt, in der Union austoben darf.

Wenn man das Kind schon nicht Abgetrieben hat, so kann man es Bälde wenigsten abschieben und hat sogar noch ein gutes Gefühl dabei. Wie sagte Obama, heiß geliebter Kandidat des europäischen Mainstreams, doch kürzlich so verräterisch: „Ich möchte nicht, dass meine Tochter mit einem Kind bestraft wird.“