Posts Tagged ‘Frauenquote’

Februar 7, 2011

Frauen in Unternehmensvorständen machen die Gremien „farbiger“ und „schöner“. Mit dieser Äußerung hat Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann für Kopfschütteln innerhalb und außerhalb seines Instituts gesorgt.[1]

Ackermann hat unrecht, denn die Frauen, die es in Vorstände schaffen, sind mindestens genauso alt, verschrumpelt und grau wie die Männer, die dort sitzen. In dem Alter ist das Geschlecht entweder nicht mehr unterscheidbar oder vollkommen belanglos.

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[1] Weibliche Führungskräfte: Ackermann erntet Kopfschütteln für Frauenbemerkung; FOCUS Online.

Quote: Merkels ‚Machtwort‘

Februar 2, 2011

Die Bundeskanzlerin hat ihre Quoten-Ministerinnen unsanft zurückpfeifen lassen. Eine gesetzliche Frauenquote werde es nicht geben, sagt der Regierungssprecher. Angela Merkel hat sich damit vorerst auf die Seite der Wirtschaft geschlagen, in dieser Koalition keine Selbstverständlichkeit.[1]

Allein das die Frauenquote in der CDU ernsthaft diskutiert werden kann und es eines ‚Machtwortes‘ brauchte, um diesen linken Unsinn zu beenden, zeigt, wie weit die diese Partei nach links gerutscht ist. Solange von der Leyen nach Quote greint und Schröder Jungen in Frauenberufe zwingen will, ist die Partei für Konservative schlicht nicht wählbar.

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[1] Frauenquote: Merkels Machtwort; FAZ.NET

Die Bolschewisierung der CSU

Oktober 30, 2010

Die neue „Mitmachpartei“ wird in der Frage gleich einem Praxistest unterzogen, den die CSU besteht. In 46 Wortmeldungen stemmen sich vor allem die jungen Frauen gegen jede Quote, die sie als Bevormundung, ja als „Unrecht“ verstehen. Die etablierten Politikerinnen, Ilse Aigner, Barbara Stamm, Christine Haderthauer und viele Männer verteidigen sie als wichtiges Zeichen für die CSU. „Wir bilden die Lebensentwürfe junger Frauen nicht mehr ab“, sagte Haderthauer. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel gibt den Delegierten einen schwesterlichen Rat: „Mut zum Neuen“. Nach fast vierstündiger hitziger Diskussion erbringt eine geheime Abstimmung das Ergebnis: 445 stimmen dafür, 350 dagegen. Ein Zittersieg, aber ein Sieg für Seehofer.[1]

Dazu fällt mir nichts anderes mehr ein, als die resignierende Feststellung, das die Bolschewisierung christlicher Parteien Riesenfortschritte macht. Daran ist nichts mehr konservativ oder gar christlich, das ist tiefrote Politik in Reinkultur.

Als ob es in der Politik darum ginge, Lebensentwürfe abzubilden, sondern vielmehr darum traditionelle Lebensweisen durch eine aktive, auf konservativen Prinzipien ruhende, Politik wieder attraktiv zu machen. Die hoch seltsame Politikauffassung von Seehofer & Konsorten rührt daher, dass sie zur einer prinzipienlosen und durch und durch opportunistischen Politikergeneration gehören, die den Zeitgeist hinterherhechelt, statt ihn zu reiten und seine Richtung zu bestimmen.

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[1]CSU-Parteitag: Mit Merkels Hilfe setzt Seehofer Frauenquote durch – Nachrichten Politik – Deutschland – WELT ONLINE.

Quotenquark

Oktober 17, 2008

Christine Marek macht sich Sorgen um die sich abzeichnende „desaströse Frauenquote“ im österreichischen Nationalrat. Nur noch 27 Prozent der Abgeordneten sind weiblichen Geschlechtes. Satte 4,4 Prozent weniger als in der vergangenen Legislatur. Das sei deshalb dramatisch, weil das Parlament den Querschnitt der österreichischen Bevölkerung abbilden müsse.

Dieses Nonsens-Argument wird schon durch die soziale und berufliche Zusammensetzung des Nationalrates ad absurdum geführt. Wollte man die Sozialstruktur der Gesellschaft in den politischen Institutionen getreulich abbilden, wäre dies das Ende jeder Demokratie. Denn mit demselben Argument wurden im Ostblock die berüchtigten Einheitslisten begründet. Schon die Frauenquote auf den Parteilisten verstößt gegen das Recht auf freie und von dritter Seite unbeeinflusste Wahl und offenbart ein ziemlich merkwürdiges Verständnis von Demokratie.
Quelle: Kleine Zeitung; Marek kritisiert Frauenquote im Nationalrat