Posts Tagged ‘Gesellschaft’

Frau erschoss Schwein

Januar 24, 2011

Nicht nur mit einem, sondern mit mehreren Schüssen hat eine Frau in Baden-Württemberg ihren Mann erschossen – vor den Augen ihrer fünf Kinder. Ersten Ermittlungen zufolge fürchtete die Mutter, dass ihr Ehemann die Kinder verletzen könnte.[1]

Noch heute Morgen habe ich darauf gewettet, das man der Öffentlichkeit genau diese tränenreiche Geschichte auftischt: Natürlich ist Mann ist das Schwein.

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[1] Familiendrama: Frau erschoss Ehemann offenbar aus Angst um ihre Kinder; FOCUS Online.

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Gott oder Staat

Dezember 21, 2010

RTL-Bauer lässt schwangere Freundin sitzen[1]

 

Es ist mir eigentlich vollkommen wurscht, ob ein Bauer via RTL eine Frau sucht oder nicht. Ich habe keinen Fernseher, sondern wurde der Bild-Schlagzeile heut Morgen beim Bäcker ansichtig: „RTL-Bauer lässt schwangere Freundin sitzen.“

Das Schwein!

Wenn eine Frau ihren Mann sitzen lässt, feiert man das als Errungenschaft der „Emancipation“.

Ich habe im Bekanntenkreis erlebt, dass dieser Fall so unwahrscheinlich gar nicht ist. Er ist eher gesellschaftliche Normalität.

Die Frau liebt nicht den Mann, sondern das Kind im Manne. Sie will das Kind, nicht den Erzeuger.

Es gibt keinen Unterschied zwischen Liebe und Mutterliebe. Es gibt keine wirkliche Herzenswärme zwischen den Geschlechtern, weil Gott – vulgo Natur – nur an Fortpflanzung interessiert ist und nicht an zwischenmenschlichen Beziehungskisten. Alles was wir am Leben – egal wie es sich manifestiert – beobachten, ist der absolute Vorrang der Fortpflanzung.

Der Mann ist vom Weibe als Beiwerk gelitten, solange er notwendig ist. Das war er seit Xanthippe, aber er hat in der „Moderne“ sukzessive das Alleinstellungsmerkmal als „Ernährer“ verloren.

In Zeiten, in denen der Staat in die Rolle des Vaters schlüpft – niemand redet von „Mutter Staat“ -, also für die Versorgung der Kinder geradesteht, die „Unabhängigkeit“ des Weibes garantiert, wird die Ehe und mit ihr der Mann als Person entbehrlich.

Der Staat ehelicht die Frau, so wie Jesus die Nonnen. Der Staat maßt sich, wie die Kaiser zu Rom, die Rolle Gottes an.

Der „moderne“ Mann kann nicht zwei Herren dienen. Er muss sich entscheiden zwischen Gott oder Staat.

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[1] „Bauer sucht Frau“: RTL-Bauer lässt schwangere Freundin sitzen; Bild.de.

Das totalitäre Patriarchat

Dezember 22, 2009

Ein US-Kommandeur im Irak will Schwangerschaften in seiner Truppe einem Medienbericht zufolge zu einer Sache für das Kriegsgericht machen. Generalmajor Anthony Cucolo habe am 4. November eine Order erlassen, nach der nicht nur Soldatinnen bestraft werden sollen, die schwanger wurden, sondern auch Soldaten, die das Kind zeugten.[1]

In Sparta, so die Legende, wurde kein Mann in die Schlacht geschickt, der nicht mindestens einem Kind das Leben schenkte. Der Krieger musste Vater sein und die Mutter verlangte den Schild zurück, nicht den unbedingt den Mann. Die Frau beherrschte in Sparta das Wirtschaftsleben, weil es dem Manne verboten war, denn die waren unter strengster Disziplin kaserniert. Die spartanische Verfassung kannte nur Bestimmungen für Männer, Frauen blieben von Regeln, als auch von Vorschriften weitgehend verschont. Es war Aristoteles der die spartanische Verfassung genau deshalb verächtlich und sehr treffend eine Weiberherrschaft nannte.

Wenn nun Frauen nicht nur in den Krieg ziehen sollen, sondern auch ihre Schwangerschaften kriminalisiert werden; was wird ein künftiger Historiker wohl über unsere Zeit vermuten? Ich ahne es: das totalitäre Patriarchat. Ironischerweise erfolgt der Rückbau weiblicher Privilegien – Frauen und Kinder zuerst – unter der Flagge ihrer „Befreiung“.

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[1] WELT ONLINE; US-Truppen im Irak: US-Kommandeur will Schwangerschaften bestrafen

[2] Xenophon; Die Verfassung der Spartaner