Posts Tagged ‘Götz Kubitschek’

Mainstream-Konservatismus

April 20, 2009

Beim Lesen von Kubitscheks „Wozu Chemnitz?“ stolperte ich über folgende Formulierung:

„Von Mannheim nach Chemnitz, denn der Gast stellte die Frage, wozu wir uns dies antäten: Von vornherein sei doch klar gewesen, daß wir die Übermalung des Bildes hätten nicht aufhalten können. Und sicher gefalle nicht jedem unserer Leser und Freunde die Vorstellung, daß man sich als Konservativer in Handschellen abführen lasse, also nicht für, sondern gegen die Staatsmacht und ihre Ordnung stehe.“
Quelle: Sezession im Netz; Wozu Chemnitz?

Was nur ist falsch an der Vorstellung, dass ein Konservativer nicht gegen die Staatsmacht agieren könne? Vielleicht gibt ein Satz, den ich heute in einem anderen Zusammenhang gelesen habe, eine Antwort:

Das Verschwinden der radikalen Linken ist ein Anzeichen dafür, daß sie im Grunde diejenigen ihrer Ziele, die erreichbar waren, erreicht hat. Was niemand zugibt, ist die Tatsache, daß das, was wir rund um uns sehen, der Sieg der Revolution ist.
Quelle: Counterdjiad; Die Tyrannei des Liberalismus

Denn wenn die Linke ihre Ziele weitgehend erreicht ist, dann sind ihre natürliche Antipoden, die Konservativen und die Reaktionäre, in der Opposition und folglich im logischen Widerspruch zur Staatsmacht. Hingegen:

Einfacher Mainstream-Konservatismus ist die Sichtweise vernünftiger Menschen, die dem Etablierten anhängen, aber willens sind, neuen Entwicklungen entgegenzukommen. Er hat viel gemeinsam mit Liberalismus und wäre gut geeignet, diesen zu mäßigen, wenn irgendetwas dazu in der Lage ist. Beide sind diesseitige Ansichten, die Absolutem mißtrauen und Vernunft und Erfahrung wertschätzen. Der grundlegende Unterschied ist, daß der einfache Konservatismus überkommene Gewohnheiten und Erwartungen als Anleitung hinnimmt, was vernünftig ist, während der Liberalismus zu etwas Abstrakterem neigt. Aus diesem Unterschied ergeben sich weitere. Der Konservatismus nimmt gesellschaftliche Gewohnheiten hin, die nichtliberale Auffassungen weitertragen; wenn dogmatische Religion und autoritäre Elemente familiären Lebens gesellschaftlich akzeptiert werden, neigt er dazu, sie zu unterstützen. Wie dem auch sei, als bloßer Konservatismus ist ihm die Wahrheit gleichgültig, und er behandelt die Religion und die moralische Tradition als verhandelbare Interessen.
Quelle: Counterdjiad; Die Tyrannei des Liberalismus

Der kalte Blick von rechts

September 8, 2008

Wer noch immer nicht weiß, was die KSA ist, kann sich in einem Artikel in der Süddeutschen darüber bestens informieren:

„Politikwissenschaftler bezeichnen Kubitschek und seine Leute als „Neue Rechte“. Alleine der wissenschaftliche Streit um den Begriff könnte diese Zeitung füllen. Nur so viel: Die „neuen“ unterscheidet von den „alten“ Rechten, also etwa der NPD, vor allem, dass Erstere jede Form von Nazi-Romantik ablehnen. Hitler war in ihren Augen kein verkanntes Genie, sondern ein Irrer; einer, den ihr großes Idol – Graf Stauffenberg – leider nicht in die Luft sprengen konnte. So weit, so zeitgemäß. Doch sobald es um Egalität oder die multikulturelle Gesellschaft geht, marschieren neue und alte Rechte in ihrem Ekel Hand in Hand. Und über das, was neuerdings alles als echt „konservativ“ gilt, also Kinderkriegen und Tischmanieren, können Leute wie Kubitschek nur müde lächeln.“

Quelle: Süddeutsche; Der kalte Blick von rechts

Na bitte, geht doch.

Das Hemd zur 3. KSA …

September 2, 2008

… gibt es ebay.
Quelle: ebay; Das Hemd zur Aktion

3. KSA steht bevor

August 27, 2008

Wie Götz Kubitschek auf seinem Blog beim IfS miteilt, steht die nächste Konservativ-Subversive Aktion unmittelbar bevor. Warum KSA? Klick mich.