Posts Tagged ‘Grüne’

Eine freudsche Vermutung

Februar 12, 2011

Wenn die Bremer am 22. Mai dieses Jahres ihre neue Bürgerschaft wählen, haben sie nicht nur erstmals fünf Stimmen zur Verfügung, die sie frei auf die verschiedenen Listen oder einzelnen Kandidaten verteilen können – zum ersten Mal bei einer Wahl zu einer deutschen Landesvertretung sind auch 16- und 17jährige wahlberechtigt.[1]

Wer würde einen 16jährigen zum Bürgermeister wählen?

Ich nicht. Nicht einmal einen 18jährigen.

Nicht weil es den Jungen in dem Alter an Vernunft mangelt, sondern weil ihm etwas fehlt, was Jugendliche und Jungerwachsene nicht haben können: Lebenserfahrung, Verstand und Weisheit.

Noch Aristoteles hielt einen 50jährigen gerade für alt genug um Vater zu werden, aber für viel zu jung um zu regieren. Bis heute ist ein fortgeschrittenes Alter Garant dafür, dass, wenn man von einigen entschuldbaren Senilitäten absieht, eine Regierung aus Greisen jeder Ehrgeiz fehlt ihr Lebenswerk leichtfertig aufs Spiel zu setzen. Die Alten sorgen sich um den Nachwuchs, um die Kinder und Enkel. Die wollen, dass die es leichter haben. (Was nicht immer gut sein muss.)

Was also zwingt uns Leute zur Wahl zu schicken, die selber noch gar nicht wählbar sind? Einzig das Kalkül politischer Parteien, die man nur mit Unbedarftheit, aus mangelnder Lebenserfahrung oder politischer Blindheit wählen kann. Infantile Greise, siehe „Stuttgart 21“, ausdrücklich eingeschlossen.

Das ist eine freudsche Vermutung: Möglicherweise kompensieren die ohne Kinder Altgewordenen ihre lebenslange Mangelerscheinung durch ausufernde Altersinfantilität. Das würde erklären, warum sie Jugendliche und Kinder für wählbar halten. Sie hatten nie welche, die sie großziehen mussten.

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[1] JUNGE FREIHEIT – Wochenzeitung aus Berlin: Die Jugend an die Urnen.

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Grüne Greise

September 16, 2010

Künast behauptete, den Grünen gelänge es immer stärker, ökonomische mit ökologischen Fragen zu verbinden. Das strahle aus auf konservativ denkende Menschen.[1]

Die Menschen die in Stuttgart gegen das Milliardenprojekt demonstrieren sind keine linken Revoluzzer sondern gut situierte, wenn auch schon etwas betagte Bürger. Das verweist auf den Charakter des Widerstandes: er ist weniger politisch motiviert, sondern ein typischer Fall eines sich brav artikulierenden Alterskonservatismus. Das Künast sich Chancen ausrechnet, in genau dieser Schicht zu punkten, liegt auch daran, dass die Altersstruktur der Grünen mittlerweile dort angekommen ist, wo die Demonstranten schon sind:

Eine durchschnittliche „Parteigruppe“ der Grünen in Berlin. Der eine Vorsitzende ist 70, die andere 71 Jahre alt. Viel jünger sehen die anderen Genossen auch nicht aus.

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[1] Kanzlerin kämpft für Stuttgart 21 – Merkel versteht jetzt Bahnhof ; sueddeutsche.de

Merkel schwanger?

Juni 1, 2010

Vielleicht steuert Merkel auf die Große Koalition zu und sie hat deshalb – wie hieß der letzte Bundespräsident gleich nochmal? – kielgeholt. [1] Nun will die Intrigantin [2] – scheinbar ohne Not – für einen Kandidaten werben, den auch die Opposition mittragen kann. Nur warum? Wenn ich das höre, fällt mir sofort Käßmann ein, die wunderbar auf die Merkel’sche Hühnerstange passt und für die sich auch die Sozis und die Grünen begeistern könnten.

Es würde daher wenig wundern, wenn die Kanzlerin in Bälde den Leichtmatrosen Westerwelle über die Planke des Staatsschiffs stößt und dafür die Sozis an Bord hievt: In dem Fall hätte sie für ihre „Notverordnungspolitik“[3] eine breite Mehrheit im Parlament und müsste sich nicht mit einer FDP herumärgern, die beständig gegen Steuer- und Abgabenerhöhungen annörgeln würde. Schäuble hat die „Liberalinskis“ in jüngster Vergangenheit mit seinen diesbezüglichen fiskalischen Fieberfantasien schon mehrfach auf die Palme gebracht. [4]

Den jetzt plötzlich in Steuerfragen handzahmen Liberalen schwant wohl schon, dass man im Politbüro der CDU zum Schluss gelangt sein könnte, dass es mit der FDP, vor allen in Krisenzeiten und mit dem jämmerlichen Deckspersonal dieser Partei, nimmer geht. Geht Merkel mit der Großen Koalition schwanger? Überraschen würde das nicht.

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[1] Die Begründung Köhlers ist mir immer noch zu läppisch und sie passt ganz und gar nicht zu der Tränenrede, in der Köhler einen persönlich verletzten Eindruck machte.
[2] Vielleicht traf es Merkel gar nicht so überraschend, wie sie tat. Vielleicht hat sie die „Staatskrise“ auch – wohlkalkuliert – selber losgetreten. In einer solchen ließe sich auch ein politischer Wechsel problemlos verkaufen. Zutrauen tue ich ihr mittlerweile alles. Bei ihr scheint das intrigante Gen, dass alle Weiber in sich tragen, im besonderen Maße ausgeprägt zu sein.
[3] siehe Junge Freiheit
[4] FDP-Politiker Hahn nennt Schäuble «Belastung für Bundesregierung»

Schwarz-Grünes Chaos

Oktober 27, 2009

Wie Reformfreude konkret aussieht, wissen Hamburgs Schüler ziemlich genau. Leonie Boettcher (Name geändert) geht in die zwölfte Klasse des Gymnasiums Christianeum, schüttelt die blonde Mähne und nimmt die Finger zu Hilfe, um aufzuzählen, was sie alles erlebt hat. „Als ich in die fünfte Klasse kam, wurde gerade G8 eingeführt, also das Abitur in Klasse 12, und mein Gymnasium wurde achtstufig. In der sechsten Klasse waren wir plötzlich Ganztagsschule, in der achten aber nicht mehr. Weil ich eine Klasse übersprungen habe, saß ich auf einmal wieder in einem neunstufigen Zug.“ Es folgte die Vergleichsarbeit für die Klassen sechs und acht, dann wurde die Profiloberstufe eingeführt – „ja, und jetzt kommt die ganz große Reform“. Begeisterung klingt anders.

Quelle: FAZ.NET; Schulreform in Hamburg: Alarm im Lernbezirk

Dieses unglaubliche Schwarz-Grüne Bildungschaos in Hamburg war ein wesentlicher Grund meiner Stadtflucht.

Stasi-Spitzel Partei „ausspioniert“

Oktober 16, 2009

Die Linkspartei erhebt schwere Vorwürfe gegen die Grünen und fühlt sich von diesen ausspioniert. „Das ist ein Skandal“, sagte Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch am Donnerstag über einen in der grünen Bundestagsfraktion erstellten Fragebogen. Dieser war von einem Mitarbeiter der parlamentarischen Geschäftsführung der Bundestagsgrünen an die grünen Landtagsfraktionen verschickt worden.

In dem Fragebogen wird um Auskunft gebeten über die Linken in den Landesparlamenten. So sollen unter anderem „politische Schwachpunkte“, „interne Streitigkeiten über die politische Richtung der Fraktion“ sowie die „Stasi-Vergangenheit von Fraktionsmitgliedern“ dargelegt werden.

Quelle: sueddeutsche.de; Das ist ein Skandal

Das sich ausgerechnet die Linkspartei, Hort aller Stasi-Spitzel, über das „ausspionieren“ ihrer Abgeordneten aufregt, in ein schlechter Treppenwitz der deutschen Geschichte.

Weicheier

August 15, 2009

Die Grünen sind eben doch noch anders als die anderen Parteien. Bestes Beispiel ist ihr Sonderparteitag in Neumünster. Alles schien nach Plan zu laufen. Doch dann verwiesen die Frauen des Landesverbandes Schleswig-Holstein die männlichen Delegierten für 15 Minuten des Saales und berieten allein weiter.

Quelle: WELT ONLINE; Parteien: Grünen-Frauen schicken die Männer vor die Tür

Marginale Diskrepanzen

Juli 22, 2009

Eine öko-konservative Mehrheit stellt keine politische Exotik mehr dar. Anhänger der Grünen bevorzugen es zu sagenhaften 87 Prozent, lieber mit Angela Merkel die Macht zu teilen, als gegen eine Regierung Merkel-Westerwelle Opposition machen zu müssen. Schwarz-Grün könnte die neue große Gesellschaftskoalition werden.

Quelle: WELT ONLINE; Kommentar: Schwarz-Grün ist die Koalition der Zukunft

Unter Merkel hat die CDU die SPD links überholt. Wenn jetzt schon die Grünen mit einer Koalition im Bund liebäugeln, dürfte es nicht mehr lange dauern, bis auch die Linkspartei Ansprüche auf die CDU anmeldet. Inhaltlich gibt es, wenn man von Guttenberg absieht, sowieso nur noch marginale Diskrepanzen.

Grüner Gruselkatalog

Mai 10, 2009

Zum Auftakt des Parteitags der Grünen watscht deren Chef Cem Özdemir CDU, SPD und FDP ab. Die Grünen geben sich im Bundestagswahlkampf zugleich umwelt-, wirtschafts- und familienfreundlich. Doch die Finanzkonzepte für einen Aufschwung nach der Krise klingen wie die Pläne der Linken.

Quelle: WELT ONLINE Parteitag in Berlin: Das Rezept der Grünen klingt nach Linkspartei

Unter „Familienpolitik“, das sei hier angemerkt, versteht die Partei das, was die Union vor Jahren noch sprachgewaltig als „familienfeindlich“ gebrandmarkt hätte. Hinter der „Formenvielfalt“ versteckt sich die Homo-Ehe, hinter „Geschlechtergerechtigkeit“ „Gender Mainstreaming“ und hinter „familienfreundlichen Strukturen“ die Kindergrippe. Ursula von Leyen ist es zu „danken“, dass sich die Grünen plötzlich „familienfreundlich“ generieren können. Dieselben Spießer also, die bei der Causa Eva Herman nicht müde worden, die traditionelle Familie in die Nähe des Nationalsozialismus zu rücken. Parteien erfolgreich gleichgeschaltet.

In den grünen Gruselkatalog kann man hier Einsicht nehmen: Grüne Familienpolitik für Familien von heute und morgen (PDF)

Dogmatischer Linksprotestantismus!?

Mai 3, 2009

Nach dem Streit über den Religionsunterricht in Berlin sollte die SPD langsam in die Gänge kommen, will sie ihre einst unangefochtene Dominanz im kirchlichen Protestantismus nicht in Gänze einbüßen. Zuletzt hat die SPD nicht selten selbstgewiss auf die Zustimmung der Kirchen in sozialen Fragen gebaut – sich aber im Gegenzug kaum um deren Interessen geschert.

Quelle: FAZ; EKD: Protestantisches Tremolo.

Aufschlussreich, der Kommentar über den „dogmatischen Linksprotestantismus“. Was immer man darunter versteht. Bisher dachte ich es geht um Gott. Jetzt wissen wir das um Parteien und Politik geht.

Grüne unwählbar

August 26, 2008

„Gegen Auslassungen der Grünen gegen die katholische Kirche wendet sich das Forum Deutscher Katholiken. Der Beschluss der Grünen von Augsburg – „Raus mit den Kreuzen aus den öffentlichen Schulen“ – sei kein Ausrutscher gewesen und habe auch nichts mit Wahlkampfhysterie zu tun.“

„Der Kölner Kardinal Höffner hatte schon in den 80er Jahren den Mut und die Weitsicht, die Grünen als eine für Katholiken nicht wählbare Partei zu bezeichnen. Diese Feststellung muß heute ergänzt werden: Die Grünen sind eine für Christen nicht wählbare Partei“, schließt Forums-Vorsitzender Hubert Gindert.“
Quelle: Kath.net; Die Grünen und die Christen

Ich ergänze weiter: Die Grünen sind für Konservative, Libertäre und Liberale unwählbar.