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98.000 durchgeknallte Weiber

Oktober 22, 2009

Mit ihrem öffentlichen Protest gegen das Macho-Gehabe von Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi hat die Oppositionspolitikerin Rosy Bindi einen unerwarteten Erfolg erzielt: Mehr als 98.000 Frauen unterzeichneten eine Petition, die zur Festnahme Berlusconis aufruft. „Dieser Mann beleidigt uns“, heißt es in der vor etwa zehn Tagen von der linken Zeitung „La Repubblica“ initiierten Petition. Anlass war eine Fernsehdiskussion, in der Berlusconi die 58-jährige, rundliche Abgeordnete Bindi als „eher schön denn intelligent“ titulierte.

Quelle: AFP; 98.000 Unterschriften gegen Berlusconis Macho-Gehabe

Berlusconi hat ein paar körperliche Merkmale einer bestimmten Frau benutzt, um ihren IQ bildlich zu charakterisieren. Unerzogen sicher, aber kein Verbrechen.

Die Antwort der Dame (Ja, eine Frau, die ihnen nicht zur Verfügung steht) ließ darauf schließen, dass sie den Witz zu diesem Zeitpunkt gar nicht verstanden hat, was Rückschüsse auf ihren IQ und ihre Eitelkeit zulässt.

Statt nun an ihrer mangelnden Schlagfertigkeit zu feilen, treibt sie groteske Peinlichkeit auf die Spitze und wendet sich per Petition an ihre Geschlechtsgenossinnen, um Berlusconis Verhaftung zu fordern.

Das nun sage und schreibe fast 100.000 Frauen diesem Ansinnen Folge leisteten, lässt mich an einen Ausbruch von weiblichem Massenwahnsinn glauben. Vermutlich verblödet der Feminismus die Weiber so sehr, wie jede andere Ideologie auch.

Falls jetzt jemand das Bedürfnis verspüren sollte, mich des Sexismus zu bezichtigen, der soll wissen, dass ich gegen solche Anwürfe so immun bin, wie Heesters gegen die Schweingrippe. Ich jedenfalls käme mit bescheuert vor, wenn ich eine Petition gegen das Lied „Alle Männer sind Schweine“ auflegen würde. Wie sagte Freud: Der Verlust von Scham ist das erste Anzeichen von Schwachsinn.

Berlusconi könnte ein besserer Frauenkenner sein, als man vermutet. Vielleicht war der Witz eine todernste Bemerkung.

50.000 gegen Internet-Sperren

Mai 8, 2009

Mehr als 50.000 Menschen haben innerhalb weniger Tage eine öffentliche Petition an den Bundestag unterzeichnet, die das von der Bundesregierung geplante Gesetz zur Sperrung von Kinderporno-Websites verhindern will. Damit hat die Petition die notwendige Unterstützerzahl erreicht, ab der sich der Petitionsausschuss des Bundestags laut seinen eigenen Regeln in einer öffentlichen Sitzung mit dem Antrag beschäftigen wird.

Quelle: tagesschau.de; 50.000 Unterschriften bei Petition gegen Internet-Sperrung.

Na bitte, geht doch. Obwohl ich mir wenig davon verspreche. Aber vielleicht geschehen noch Zeichen und Wunder. Hoffnung ist ein Prinzip des Glaubens. Die Lobby allerdings, die auf diese Technik drängt, ist zu mächtig als das sie sich stoppen ließe: Internet-Sperren für Urheberrechtsverletzer bleiben auf der EU-Agenda.

Petition: Keine Sperrung von Internetseiten

Mai 5, 2009

An den Bundestag wurde am 22.04 eine Petition eingereicht, die sich gegen die von Ursula von der Leyen geplanen Sperrmassnahmen richtet. Sollten bis zum 16.6.09 50 000 Mitzeichner gefunden werden, wird die Petition im Petitionsausschuss beraten. Einen Versuch ist es wert:

Text der Petition

Wir fordern, daß der Deutsche Bundestag die Änderung des Telemediengesetzes nach dem Gesetzentwurf des Bundeskabinetts vom 22.4.09 ablehnt. Wir halten das geplante Vorgehen, Internetseiten vom BKA indizieren & von den Providern sperren zu lassen, für undurchsichtig & unkontrollierbar, da die „Sperrlisten“ weder einsehbar sind noch genau festgelegt ist, nach welchen Kriterien Webseiten auf die Liste gesetzt werden. Wir sehen darin eine Gefährdung des Grundrechtes auf Informationsfreiheit.

Begründung

Das vornehmliche Ziel – Kinder zu schützen und sowohl ihren Mißbrauch, als auch die Verbreitung von Kinderpornografie, zu verhindern stellen wir dabei absolut nicht in Frage – im Gegenteil, es ist in unser aller Interesse. Dass die im Vorhaben vorgesehenen Maßnahmen dafür denkbar ungeeignet sind, wurde an vielen Stellen offengelegt und von Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen mehrfach bestätigt. Eine Sperrung von Internetseiten hat so gut wie keinen nachweisbaren Einfluß auf die körperliche und seelische Unversehrtheit mißbrauchter Kinder.

Unterzeichnen kann man die Petition hier: Internet – Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten vom 22.04.2009.