Posts Tagged ‘Soldat’

Soldaten – ein Übel der Jetztzeit

Februar 6, 2011

Auf der Suche nach üblen Ritualen, die der Verteidigungsminister angeordnet hat, würde man bei der Politik schnell fündig werden. Seit Aufstellung der Bundeswehr wird jeder Verstoß gegen die Prinzipien der Inneren Führung als Staatsaffäre behandelt. In den ritualisierten Kampfspielen geht es dabei selten um grundlegende Probleme der Armee, sondern um die Fortsetzung der Parteipolitik mit anderen Mitteln.[1]

Das Übel der Neuzeit ist der „politische Soldat“. Ein Soldat also, dem durch eine „Innere Führung“, durch Führungsoffiziere oder Komissare ein politisches Bekenntnis abgezwungen wird, der für eine „Idee“ kämpfen soll, die ihm gelinde gesagt am Hintern vorbeigeht. Es spielt dabei keine Rolle ob er sein Leben für die „Demokratie“, den „Nationalsozialismus“ oder den „Kommunismus“ in die Waagschale werfen soll. Keine Idee ist den Einsatz des eigenen Lebens wert.

Ein Krieger ist ein Handwerker, ein Schlosser, den man ruft, wenn eine Wasserleitung leckt. Oder jemand, dessen Familie in Gefahr gerät. Ein wahrer Krieger hasst nichts mehr als Politiker.
_______________
[1] JUNGE FREIHEIT ; Der einsame Soldat

Der Soldat: geduldet, aber verachtet

Oktober 22, 2009

Eine Gesellschaft, die ihre Armee in den Einsatz schickt, manche ihrer Soldaten vielleicht in den Tod,  muß sich einfach ein Minimum an Respekt vor diesen Männern angewöhnen. Diese Soldaten sterben für die Republik, für uns. Und wenn nicht nur für uns, dann doch für „den Westen“.

Quelle: JUNGE FREIHEIT; Wochenzeitung aus Berlin: Zum Schießen

Ein Blick zurück in die Zeiten der Weimarer Republik reicht aus, um zu begreifen, dass dies für eine parlamentarische Demokratie eine unmöglich zu erfüllende Forderung ist. Der Soldat wird geduldet, weil gebraucht, aber abgrundtief verachtet.