Posts Tagged ‘Wahlkampf’

Krampf statt Kampf

September 22, 2009

Gibt’s in diesem Wahlkampf eigentlich auch Themen, über die es sich zu bloggen lohnt? Kann jemand helfen? Suche krampfhaft – finde nichts. Nur Krampf statt Kampf.

Mit Merkel wird das nix

September 18, 2009

Rückenwind für die SPD nach dem TV-Duell: Frank-Walter Steinmeier hat die Wähler offenbar beeindruckt. Er holt im direkten Vergleich mit Angela Merkel ein gutes Stück auf. Auch seine Partei steigert sich im „Deutschlandtrend“ der ARD – doch Schwarz-Gelb behält die Regierungsmehrheit.

Quelle: SPIEGEL ONLINE; Schluss-Spurt vor der Wahl: SPD legt in Umfragen deutlich zu

Ich orakele mal: Unter Merkel wird es keine bürgerliche Regierung geben. Beim letzten Male hat man der Union bis kurz vor Schluss auch den Sieg vorhergesagt, am Wahlabend reichte es gerade mal zur Großen Koalition. Die Merkel ist ein Bürgerschreck. Zumindest verschreckt sie die Konservativen.

Piraten in fremden Gewässern

September 18, 2009

Die FDP hat angekündigt, im Falle einer Regierungsbeteiligung nach der Bundestagswahl das Gesetz zur Sperrung von Internetseiten zurückzunehmen.

Quelle: JUNGE FREIHEIT; FDP will Zensurgesetz wieder zurücknehmen.

Bisher bin ich davon ausgegangen, dass dies für eine liberale Partei eine platte Selbstverständlichkeit wäre. Die Ankündigung, dass sie es auch wirklich tun wollen, macht stutzig. Ich nehme mal an, da kreuzen „Piraten“ in fremden Gewässern und versuchen Teile der FDP-Wählerschaft zu kapern.

Rote Wohlstandsbettler

September 11, 2009

„Reichtum für alle“, unter der Phrase grinst Anwalt Gysi von Wahlplakaten der Linken auf die Wähler herunter. Ausgerechnet die Linke, die den „Kapitalismus“ abschaffen möchte, kokettiert mit dem Resultat der vermeintlichen Ausbeutung, dem „Reichtum“. Denn wenn man die Ausbeutung als vorgebliche Ursache privaten Reichtums „abschafft“, dann kann es in der verqueren Logik der Klassenkämpfer natürlich auch keinen privaten „Reichtum“ mehr geben und schon gar nicht für alle. Denn dieser „Reichtum“ definiert sich ausschließlich über die Armut der „Ausgebeuteten“. Also nicht mehr „Krieg den Palästen“, sondern jedem seinen eigenen Palast scheint das Ziel der fett gewordenen Ex-Revoluzzer zu sein. Das zeigt, wie bürgerlich diese roten Phrasendrescher mittlerweile geworden sind. Wohlstandslinke, die nur noch danach trachten, einen größeren Teil vom Kuchen zu erbetteln.

gysi

Wo ist der Sex?

August 11, 2009

In Berlin bekamen heute viele Bürger auf dem Weg zur Arbeit Besonderes geboten: Von einem Wahlplakat lächelte die CDU-Direktkandidatin Vera Lengsfeld mit tiefem Ausschnitt – neben der ebenfalls tief dekolletierten Kanzlerin.

Quelle: WELT ONLINE; Sex sells: CDU-Politikerin setzt Oberweiten im Wahlkampf ein

Eigentlich mag ich die Vera politisch, aber das Plakat ist weder sexistisch – wo ist der Sex? – , ergo auch nicht genial. Es ist peinlich. Ich jedenfalls möchte ganz bestimmt nicht wissen, was die beiden Damen sonst noch so zu bieten haben.

Gysi kafkaesk

September 13, 2008

„Ganz am Ende lässt sich Gysi zu einem Vergleich hinreißen. Wenn Herrschende entscheiden würden, wen sie bespitzeln und so, käme ihm das bekannt vor: Das sind alles so Strukturen, ich sage Ihnen, ich kenn das aus der DDR zur Genüge – wenn auch in anderer Form.“
Quelle: Welt; Gregor Gysi vergleicht die CSU mit der SED

Sagt ausgerechnet einer, der in der SED Karriere gemacht hat und verdächtigt wird, selber Stasi-Spitzel gewesen zu sein. Nach der Nazikeule, nun also der SED-Knüppel. Geschwungen, ausgerechnet von Parteigenossen. Kafka hätte die Groteske nicht besser ersinnen können.

CSU auf Kreuzzug

September 6, 2008

Beckstein: „Es steht nicht in der bayerischen Verfassung, dass die CSU 50 Prozent bekommt.“
Quelle: Welt; Beckstein will Linke als Brandstifter entlarven

Wie jetzt?! Habt’s geschlampert?

Beckstein interviewt durch Friedman in der Welt. Eigentlich nichts, was man unbedingt lesen müsste. Aber das Interview ist, abgesehen von der Bilderauswahl der Springer-Welt, deshalb lesenswert, weil die meisten Fragen, Friedman typisch, länger sind als die Antworten:

Friedman: Herr Beckstein, es ist klar, dass Sie nicht zurückwatschen wollen, weil Sie ja ein kultivierter Mann sind. Nichtsdestotrotz, ganz Deutschland redet davon, und Sie sind da ganz entspannt und souverän?
Beckstein: Ja.

Was soll er auch anderes antworten? Womit die These widerlegt wäre, die behauptet, es gäbe keine dämlichen Fragen.