Metaphysische Begründung des Rassegedankens

Hat man die zahlreichen Einwendungen widerlegt, die von einem intellektualisierenden Standpunkt aus gegen den Rassegedanken erhoben werden, so pflegt zumeist eine übrigzubleiben, die ebenso hartnäckig vorgebracht wird, wie ihre Klärung entscheidend für dieses Problem ist. Es kann nämlich gefragt werden: Gut, alles, was Sie behaupten, ist richtig -welche Schuld trägt aber letzten Endes ein Mensch daran, daß er in eine bestimmte Rasse statt in eine andere hineingeboren wurde? Ist vielleicht er dafür verantwortlich, daß seine Elten und Ahnen Arier, Juden, Neger oder Rothäute sind? Hat er das etwa gewollt? Mit Ihren, Rassegedanken verharren Sie auf einem bloß naturalistischen Standpunkt. Sie machen aus einer lediglich natürlichen Gegebenheit ein Schicksal, bauen darauf ein System und übersehen darüber jene Werte, bei denen die menschliche Verantwortung wirklich ins Spiel kommen kann.

Dies ist gewissermaßen die ultima ratio der Gegner des Rassegedankens. Wir geben gerne zu, daß es sich hier nicht um einen erklügelten, sondern um einen ernsten Einwurf handelt. Ihn ins Auge fassen, heißt das Problem der Geburt aufwerfen. Von einem höheren, geistigen Standpunkt aus betrachtet ist die Rechtfertigung des Rassegedankens vom Problem der Geburt und seiner Lösung nicht zu trennen. Es kann in unserer Systematik nicht umgangen werden.

Klarheit und Orientierung in dieser Frage zu gewinnen, ist jedoch sehr schwer, solange wir von den nach der Heraufkunft des Christentums im Abendlande vorherrschenden Anschauungen ausgehen. Es ist dies auch nur folgerichtig: Rasse und Überrasse, Ariertum und Ahnenerbe usw. sind Begriffe, die ihrem Wesen nach der Gedankenwelt vorchristlicher indogermanischer Traditionen zugehören. In ihrem Bereich muß daher die Lösung der Fragen gesucht werden, die die heutige Wiederaufnahme jener Begriffe mit sich bringt. Jede auf späteren Welt- und Lebensauffassungen fußende Betrachtung kann uns nur mangelhafte und oft unangemessene Gesichtspunkte liefern.

Kein Wunder also, daß im Rahmen des christlichen Weltbildes die Erörterung etwa des Problems der Geburt nicht weiterkommt. Aus Gründen, die nicht willkürlich sind, hier indes nicht dargelegt werden können, mußte die Kirche den von den vorhergegangenen Überlieferungen anerkannten Präexistenzgedanken ablehnen: die Lehre nämlich, daß die menschliche Seele schon vor der Geburt als selbständiges Wesen bestehe. In der christlichen Theologie liegen die Dinge gewiß nicht so einfach, wie diese glatte Ablehnung es vermuten lassen könnte. Nichtsdestoweniger ist es eine grundlegende christliche Auffassung, daß jede Menschenseele als eine einmalige Seele von Gott aus dem Nichts in dem Augenblick erschaffen sei, aIs sie in den ihr entsprechenden Leib hineingeboren wird. Die Frage, warum ein Mensch dieser und nicht einer anderen Rasse zugehört, wird so zu einem theologischen Geheimnis: ,,Gott hat es so gewollt“ -und man ist in der Regel der Meinung, der göttliche Wille sei unergründlich. Die evangelisch betonte Prädestinationalehre kompliziert nur das Problem: von aller Ewigkeit her – also übergeschichtlich -ist jeder Mensch im Geiste Gottes vorbestimmt, zu sein, wie er im irdischen Dasein erscheinen wird.

Die altarische Auffassung ist eine grundsätzlich andere, und nur sie ermöglicht es, der angedeuteten Einwendung zu begegnen. Nach dieser Auffassung ist die Geburt weder ein naturbedingter Zufall noch ein gottgewolltes Fatum. Aber nicht nur das: die Treue gegenüber der eigenen Natur bedeutet hier keine Passivität mehr, sondern das Bewußtsein eines tiefen Zusammenhanges unserer selbst mit einem Transzendentalen und Überirdischen, so daß sie ,erlösend“ zu wirken vermag. Diese Andeutung darf uns aber nicht dazu führen, die in Frage stehende Lehre mit dem Reinkarnationsgedanken zu verwechseln. Der Gedanke der Reinkarnation ist entweder eine artfremde, mit unarischen, wesentlich mutterrechtlich-telluriscb bestimmten Kulturkreisen aufs engste verbundene Auffassung, oder er ist die Folge von Mißverständnissen und Entstellungen traditionsgebundener Lehren, wie sie in gewissen neuzeitlichen theosophiscben Kreisen zu beobachten sind. Für das hier zu erörternde Problem kommt nur die ansehe Lehre in Betracht, der gemäß der Mensch die raum-und zeitbedingte Erscheinung eines Prinzips ist, das vor seiner Geburt und natürlich auch vor der Empfängnis da war und das mit dieser menschlichen Erscheinung in Kausalbeziebung steht.

Das damit sich erschließende Gebiet ist gewiß nicht leicht zu erforschen. Die für unser irdisches Dasein geprägten Ausdrücke finden in ihm nur eine sehr geringe Anwendbarkeit. Da zum Beispiel alle Zeitbegriffe sich nur auf das menschliche Dasein beziehen, so sollte man streng genommen nicht einmal von einem Vorher-bestehen reden, und auch von Kausalität bzw. Ursächlichkeit dürfte hier nur in einem ganz besonderen Sinne gesprochen werden. Jenes Prinzip, das die menschliche Erscheinung bestimmt, ist dasselbe „Ich“, und ist doch nicht dasselbe; es ist nicht das einfache, körperbedingte Ich, obwohl es mit ihm gleichsam vermischt oder verwoben erscheint, und es besteht vor dem Leben eines bestimmten Menschen wie auch während und jenseits dieses Lebens, weil das „vor“ hier nicht zeitlich aufzufassen ist. Statt mit logischen Begriffen wird man sich daher besser mit Analogien behelfen. Dem Wesen nach ist jede Darstellung traditionsgebundener Lehren symbolisch, auch wenn sie für den Laien einen rationalen Charakter zu tragen scheint.

Zur Klärung der uns beschäftigenden Idee ist zweckmäßig von einer doppelten Erbmasse zu sprechen. Was zeitlich nicht transzendental dem einzelnen vorbergeht, ist das Erbe der Eltern, der Sippe, der Rasse, einer gewissen Kultur usw., also ungefähr das, was gewöhnlich unter ,,Erbmasse“ verstanden wird. Dies alles aber ist weit davon entfernt, wie Materialismus und Historizismus lehren, die geistige Wirklichkeit des einzelnen zu erschöpfen. Die geschichtlich-biologiscbe Erbschaft sammelt und ordnet in einem Lebewesen Kräfte und Veranlagungen, die nur dann auserwählt und übernommen werden, wenn durch sie gleichsam eine transzendentale Erbschaft zum analogen Ausdruck kommen kann. Zwei Erbmassen treffen und fließen dann zusammen, irdisch, geschichtlich, naturwissenschaftlich feststellbar die eine, transzendental die andere, und der Mensch wird auf diese Weise aus einem biologischen Gebilde zu einem Symbol. Die Verbindung der beiden Komponenten erfolgt durch ein Ereignis, das in den altarischen Überlieferungen verschiedenen Sinnbildern entspricht und das hier nicht Gegenstand näherer Betrachtungen sein kann. Im Grunde handelt es sich dabei um eine Art von Wahlverwandtschaft. Danach darf zum Beispiel nicht gesagt werden, daß man Frau oder Mann ist, weil man so -zufällig oder aus Gottes Willen ­geboren wurde, sondern umgekehrt, daß man so geboren wurde, weil man schon „Frau“ oder „Mann“ war. Nach Art einer Analogie wird man in diesem Zusammenhang von einer transzendentalen Neigung oder Tathandlung sprechen können, die wir mangels angemessener Begriffe nur auf Grund ihrer sichtbaren und wahrnehmbaren Folgen zu erahnen vermögen. Es schneiden sich gewissermaßen eine horizontale und eine senkrechte Linie der irdischen und nichtirdischen Erbmasse. In ihrem Schnittpunkt erfolgt, nach der in Frage stehenden Lehre, die Geburt bzw. die Empfängnis eines neuen Wesens, seine Verleiblichung.  Was für die Geschlechter gilt, gilt selbstverständlich auch für Rasse, Kaste, Volkstum und ähnliches. Rasse und Kaste existieren also im Geist, bevor sie durch die menschliche Geburt verleiblicht und zum irdischen Schicksal werden. Die Verschiedenartigkeit hat „oben“ ihren Ursprung -was sich an ihr auf Erden erkennen läßt, ist nur Widerspiegelung und Symbol. Wie man auf Grund ureigener Natur wurde oder nach eigenem transzendentalen Entschluß sein wollte, so ist man. Dies ist im Kerne die indo-arische Lehre des Karma, die auch der klassischen Antike bekannt war; so heißt es zum Beispiel bei Plotin (III, III, 17): „Der allgemeine Plan ist einer; aber er teilt sich in ungleiche Teile auf, so daß in dem Ganzen unterschiedliche Plätze sind; und die Seelen, ungleich auch sie, nehmen Wohnung an den unterschiedlichen Orten, die sich mit ihrem eigenen Unterschied begegnen. Damit stimmt alles überein, und der Unterschied entspricht der Ungleichheit der Seelen.“ Mit einem Wort ausgedrückt, bestimmt also nicht die Geburt die Natur, sondern umgekehrt die Natur die Geburt. Aus dieser Lehre zog im arischen Morgenlande der Kastengedanke, als die höchste Steigerung des Rassegedankens, seine logische und metaphysische Rechtfertigung. Auf ihr beruht der Begriff des sogenannten Dharma, der etwa folgendermaßen gekennzeichnet werden mag: Uns selbst gegenüber stehen wir gleichsam vor einer mathematischen Gleichung, von der uns nur ein Glied gegeben ist; insofern nämlich, als uns nur die menschlich bestimmte Erscheinung und ihre geschichtlich-biologische Erbmasse bekannt ist; welche vorgeburtliche Entsprechung ihr eignet, von welcher Wesenheit und welchem Willen sie Folge und Ausdruck ist, können wir nicht unmittelbar erfahren, sondern nur mittelbar, induktiv und analogisch ahnen, indem wir die ,,Folge“ ergründen und uns von ihr zur Ursache zurücktasten. Daraus erhellt der letzte Sinn des apollinischen Gebotes „Erkenne dich selbst“, welches das: „Sei du selbst“ zum Gegenstück hat.

Aus dem dunklen, aber sicheren Gefühl, daß die Geburt kein Zufall ist, daß wir hier so sind, wie wir sein wollten, leitet sich der Grundsatz her, treu gegenüber der eigenen Natur zu sein, der eigenen Natur gemäß zu handeln, sie zu entwickeln und zu vollenden. Im besonderen gebietet natürlich das Dharma auch die Treue gegenüber dem eigenen Blut, der eigenen Kaste, der eigenen Rasse des Körpers und des Geistes und die Bekämpfung jeder Mischung, Entstellung und Verwirrung. In diesem Sinne heißt es: „Durch die Erfüllung der eigenen Natur – des Dharma -wie immer sie auch beschaffen sein mag, erlangt man das Göttliche; wer statt dessen die eigene Natur mit der eines anderen vertauscht, der verurteilt sich zur Hölle.“ Gewiß, vieles kann „konstruiert“ werden, der eigenen Willkür bleibt stets ein gewisser Spielraum, sofern man sich auf das abstrakte menschliche Individuum beschränkt, das jede Erinnerung an das „Vorher“ verloren hat und dazu bestimmt ist, bei Auflösung seiner Grundlage, das heißt der psychisch-organischen, leibbedingten Einheit nur einen Schatten zu hinterlassen. Jede „Konstruktion“ ist aber vom höheren Standpunkt aus – im Bewußtsein also dessen, was der zerfallende Organismus ins Nichts (,,Hölle“, Nifiheim, Hades, pitryana, das heißt Weg der Auflösung in den ,,Dämon“ des Stammes) mitnehmen kann, wertlos, wenn sie ein ,,Anders-sein-Wollen“ bedeutet, wenn sie nicht den tieferen Willen fortsetzt, der die Ursache einer bestimmten Geburt ist und der nicht so einfach durch einen momentanen und willkürlichen, an einem bestimmten Punkte des irdischen Daseins gefaßten Entschluß verdrängt werden kann. Verwirklicht dagegen der einzelne seine eigene Natur, so bringt er seinen menschlichen, in sich vergänglichen Willen mit dem entsprechenden übermenschlichen Willen in Einklang, er „erinnert“ sich, stellt eine Verbindung mit einem Prinzip wieder her, welches, indem es jenseits der Geburt steht, auch über den Tod und alle zeitliche Bedingtheit hinausweist; deshalb wird nach altarischer Auffassung das Dharma mit dem „Göttlichen“ in Zusammenhang gebracht. Dharma -Eigennatur, Pflicht, Treue, Blut-, Rassen-und Kastengebundenheit -verbindet sich dabei mit dem Gefühl, von fern hierher gekommen zu sein, und bedeutet daher nicht Beschränkung, sondern Befreiung. Auf diese traditionsgehundene Weltanschauung zurückgeführt, erhalten auch die Hauptmotive der Rassenlehre eine transzendente und geistige Bestätigung, und jene auf die Geburt als Zufall oder Schicksal sich berufende Einwendung verliert ihren Sinn.

Allenfalls bleibt noch folgendes dazu zu sagen: erstens, daß im Leben die Ausgliederung der Typen praktisch nicht so weit gehe, daß der Dharma-Grundsatz immer Bestätigung finden könnte; und zweitens, daß er keine Erklärung dafür liefere, warum gewisse menschliche Typen als zerspalten und mit tiefen Gegensätzen belastet erscheinen, so daß nicht jedermann „seinen eigenen Typus“ darstellen könne und sich nicht immer bei sich „zu Hause“ fühle. Zur Überwindung dieser letzten Schwierigkeiten mögen noch einige Worte hinzugefügt sein.

Auch hier wollen wir von dem Gedanken ausgehen, daß alles hier Erscheinende die Widerspiegelung eines anderswo Seienden bedeutet. Die Menschen sind ungleich nicht nur als Rassetypen, sondern auch insofern, als nicht alle gleich einheitlich und „aus einem Guß“ sind. Es gibt Hysteriker, Deplacierte, Leute, die nicht wissen, was sie eigentlich wollen. Diese Fälle sind teilweise aus der schon angedeuteten, nach altarischer Auffassung in die“Hölle“ führenden Willkür zu erklären, teilweise aber aus der Annahme entsprechender vorgeburtlicher Zustände. Neben dem zentralen, wesensbestimmenden Willen zur Verkörperung können auch andere, schwächere Kräfte mitgewirkt haben. Der zentrale Wille ist natürlich der entscheidende, und ihm entsprechen in der menschlich-irdischen Erscheinung die Züge, die mehr als alle anderen schicksalhaft und unverrückbar anmuten, also alles, was mit der physischen und biologischen Rasse und der stofflichen und naturbedingten Gegebenheit zusammenhängt. Was die anderen, schwächeren Kräfte -Kräfte also, die in dieser Hinsicht nicht ausschlaggebend sein konnten anbelangt, so werden sie sozusagen mitgerissen; ihr Ausdrucksfeld kann nur das Seelische, das Gefühlsmäßige, das Willkürliche, das Ideale sein, -ein Gebiet, das grundsätzlich nicht so eindeutig und so fest bestimmt ist wie das des Körperlichen und Rassischen.

Die Fälle, wo sozusagen die „Rasse der Seele“ und die „innere Berufung“ mit der Rasse des Blutes nicht übereinstimmen, sind metaphysisch aus diesen Zusammenhängen heraus zu erklären. Je mehr jene schwächeren Kräfte von der Hauptrichtung abweichen, desto widerspruchsvoller werden die dementsprechenden Erscheinungen sein: folgerichtig und symbolhaft werden Menschen vor uns stehen, bei denen das Physische mit dem Seelischen, das Geistige mit dem Körperlichen oder Seelischen, die Berufung mit der Rasse, das Individuelle mit dem Sippenbedingten usw. nicht im Einklang stehen.

In solchen Fällen erweist der arische Dharma-Grundsatz noch deutlicher seine aktive, ethisch-schöpferische Beschaffenheit. Er enthält die Forderung nach ,,klassischer“ Gestaltung. Die verschiedenen auseinanderlaufenden und widerstrebenden Elemente dieser von Natur aus schwankenden Erscheinungen sollen einem einzigen ehernen Gesetz unterworfen werden, auf Grund einer höchsten Entscheidung, die vor dem Ernstfall nicht versagen darf. Die Verherrlichung der „romantischen“, „tragischen“, „zerrissenen“ und „faustischen“ Seele gilt dann als lächerlich und als Symptom einer krankhaften Kultur. Ruhe, Stil, Klarheit, Herrschaft, Zucht, Macht und olympischer Geist sollen Bezugspunkte für jede Lebensgestaltung in arischem Sinne sein.

Ist aber in der Welt der Ursachen und der metaphysischen Sinngehalte das Vorhandensein ungleich einheitlicher Wesen und Berufungen anzunehmen, so ist auch zu bedenken, daß nicht jede Kultur und jedes Zeitalter den verschiedenen „Rassen des Geistes“ die gleichen Ausdrucks-und Verleiblichungsmöglichkeiten darbieten. Wie wir bereits sahen, müssen immer zwei Erbmassen in Betracht gezogen werden; die irdisch-geschichtliche Erbmasse formt ein Gebilde, das sowohl das Biologische wie die seelische Veranlagung, eine Tradition und gelegentlich auch eine Kaste, einen zeit- und raumbedingten Ort usw. in sich schließt. Nun gibt es Kulturen, wo all dies „in Ordnung“ ist: wo das Leben normalerweise sich in höchster Einheit und organischer Gebundenheit aller dieser Elemente der „horizontalen“ Erbmasse abspielt. Andere Kulturen haben sich dagegen zum Individualismus, zu Anarchie, Zerstörung jeder durch Rasse, Blut, Kaste, Tradition und Volkstum bedingten Unterschiedlichkeit und Begrenzung bekannt. Aus dem hinsichtlich der „Wahlverwandtschaft“ schon Gesagten geht deutlich hervor, daß die Kulturen des ersteren Typus diejenigen sind, die, indem sie die geeigneten Zustände und Ausdrucksmöglichkeiten bieten, einheitliche Wesen und reine, entschlossene Kräfte anziehen und zur sinnbedingten Erscheinung fördern werden. Die Kulturen des zweiten, das heißt des chaotischen Typus, werden dagegen aus demselben Grunde zu einem „geometrischen Ort“ oder Treffpunkt auf Erden für jeden -wenn dies Wort erlaub ist -„transzendentalen Hysteriker“. Sollten dennoch in diesen Kulturen normale, an sich einheitliche Wesen geboren werden, so werden sie sich in ihnen kaum an ihrem Platz finden und dazu verurteilt sein, unerhörte Kräfte zu vergeuden, um den Gegensätzen zwischen Seelischem und Körperlichem, Rasse und Charakter, innerer Würde, Rang usw. standzuhalten, Gegensätzen, die diesen Kulturen eigentümlich sind und sie zur natürlichen Heimat für die Erscheinung zerrissener und verworrener Kräfte in menschlicher Gestalt machen.

Wir brauchen die Bedeutung nicht zu betonen, die diese letzten Betrachtungen, obwohl sie der gewöhnlichen Denkungsart des modernen Menschen sicher nicht so geläufig sind, für den Rassegedanken wie für ähnliche Lehren besitzen. Wenn ein tausendjähriges Schicksal das Abendland in Zustände gebracht hat, wo es schwerfällt, etwas wirklich Reines, Behütetes, Ungemischtes, Traditionagebundenes zu finden, so ist die Herstellung neuer, fester Grenzen ein Werk, dessen segensvolle Wirkungen heute zwar nicht unmittelbar greifbar sein können, sich jedoch zweifellos in den nächsten Generationen auf den geheimen Wegen erweisen werden, die das Sichtbare mit dem Unsichtbaren, die Welt mit der Überwelt verbinden.

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2 Antworten to “Metaphysische Begründung des Rassegedankens”

  1. Ronny Says:

    lol?

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